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Champagnerbad

Zur Zeit laufen gerade zwei Plakatkampagnen. Eine gegen Spielsucht mit Sprüche wie "Der letzte Fünfer für einen Sechser?".  Und dann gerade das Gegenteil:

Ein Brauerkollege hat kürzlich erzählt, er habe in einem misslungen Biersud gebadet. Ich stelle mir das angenehmer vor, als im Champagner, aber wir bleiben mal bei diesem Bild. Angenommen der Euromillions-Gewinner habe, wie es sich gehört, keine Normbadewanne, sondern einen Wirlpool, der 1 Kubikmeter fasst. Ein Gewinner badet schliesslich nicht alleine. Er verwende den gerade von Denner empfohlenen "Pol Gaston" (man ist ja preisbewusst) à 17.95 pro Flasche und kommt so auf 25'000 Franken pro Bad. Beschränkt er sich auf das traditionelle Samstagnachmittagbad, ist die erste Million nach knapp einem Jahr verbadet. Man sieht - die Sprüche mit denen die Lottogesellschaft die Lust am Euromillions spielen fördern will, um Multimillionär zu werden, sind auch Tipps, möglichst schnell zum Ex-Millionär zu werden. Auch ein paar Dutzend Millionen sind eine endliche Menge.
Nun, auch ich spiele Euromillions und verliere brav ein paar Franken jede Woche. Den Traum vom Millionensegen träume ich auch manchmal. Champagner kommt darin aber nicht vor - keine einzige Flasche.