Dienstag, 1. Dezember 2015

Der Dezember 2015

3 Donnerstag
Le brochet heisst der Hecht. Eine brochette ist hingegen keine Hechtin, sondern ein Spiess.
Seit Jahren bestelle ich an unserem Treffen in der Brasserie Bärengraben die „brochette dijonnaise“ mit „pommes allumettes“. Davor Nüsslersalat und nachher Schokoladetorte. Ganz vorher und ganz nachher ein Weihnachtsbier.
Natürlich sind wir, die einst in der Volksbank (†) zusammengearbeitet haben, einschliesslich der einen Dame, ganz tolle Hechte!

14 Montag
Im Dezember sind ja immer die „Lohnverhandlungen“, d.h. der Chef schlägt vor und der/die Angestellte sagt ja und bekommt Schokolade. Wobei ich in diesen acht Jahre nie Probleme hatte, ja zu sagen, denn die Chefs waren immer grosszügig, wenn man bedenkt, dass wir seit Jahren kaum Inflation hatten. Auch diesmal erhalte ich eine Lohnerhöhung von 1%. Das ist nicht allzuviel und gilt nur noch für einen Monatslohn, denn der Januar ist ja mein letzter. Aber wie sagt das Mäuschen? „S’isch gäng das!“ – Ein paar Bierchen mehr.

15 Dienstag
Manchmal braucht es nur ein Wort und ich erinnere mich an einen Episode von früher. Als ich Jugendschachleiter war und ein Spieler einen Regelverstoss seines Gegners meldete, wollte ich ihn überreden, nachgiebig zu sein. „Mais, sois généreux“, sagte ich ihm. Darauf wollte er aber nicht eingehen. „La générosité ne paye pas!“
Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen, vielleicht ist er heute grosszügiger und teilt die Meinung des Moderators von Option Musique von heute morgen. In welchem Zusammenhang er gerade von Grosszügigkeit sprach, habe ich nicht mitbekommen, wohl aber diesen Satz: „La générosité fait part de la nature humaine“. Genau!

Instagramm 2015
Silvester