Donnerstag, 30. April 2009

Ein Bundesrat für Holland?

In Meine Güte, dem Hollandblog der TAZ, wird vom 'maoistischen' Politker Jan Marijnissen berichtet. Er schlägt in einem Interview vor, in den Niederlanden, statt der bisherigen Mehrheitenregierung ein siebenköpfiges Gremium mit Vertretern aus allen Parteien einzusetzen. Weil eine Regierungszeit von vier oder weniger Jahren zu kurz sei, für eine vernünftige Politik. "Der will die Demokratie abschaffen", sagt der TAZ-Korrespondent. "Der redet von der Schweiz", dachte ich im ersten Moment. Beides sind Ueberinterpretationen. Dass er die Wahlen und das Parlament abschaffen will, sagt Marijnissen jedenfalls nicht. Was er aber sagt, ist, dass dieses Gremium aus 'sieben weisen Menschen' bestehen soll. Also hat er doch nicht die Schweiz als Vorbild.
D'Musig derzue: Marijnissen würde sich wohl sowenig als "normaal" bezeichnen, wie die Band gleichen Namens. Der Stil von Normaal wird als Bauernrock bezeichnet und in ihrem grössten Hit oerend hard  geht es um schnelle Motorräder.

Mittwoch, 29. April 2009

Das Leben ist ein Kommen und ein Gehen

Blogs kommen und gehen, wie im richtigen Leben. Auch medienlese.com, die ich auch in meiner Blogrolle führe, kann nicht mehr - d.h. nicht mehr finanziert werden - und wird eingestellt. Schade natürlich, aber wie gesagt, das Leben ist Einkommen und Eingehen. Dank dem finanziellen Einsatz einiger rühriger Leser, wird eine reduzierte Version weiterleben: '6 vor 9', eine Art Clickers Digest für Medieninteressierte.
Interessant an der Sache sind die Diskussionen, die darum entstanden sind. Nicht alle Nachrufe auf medienlese.com sind freundlich und der darniederliegende Patient wehrt sich, u.a. mit Kommentarzensur (behauptet H&D). Das Ganze erinnert mich an das altertümliche Bild von den Eseln, die sich gegenseitig Langohr schelten. Im Beet der schreibenden Zunft wachsen eben sehr empfindliche Pflänzchen.

Dienstag, 28. April 2009

Expfertokratie

Wenn die Wellen hoch schlagen, wird gerne beklagt, dass sich jeder berufen fühle mitzureden. Auch ich tue das - sowohl das Beklagen, wie das Mitreden. Aber es ist ja gerade der Kern der Demokratie, dass jeder sagen darf, was er denkt (auch laut) und sein Wissen, sei es auch noch so klein, mitteilen darf. Die Alternative wäre eine reine Herrschafte der Experten, die dem 'tumben Volk' empfehlen würde, das Denken den Pferden zu überlassen. Wegen der grösseren Köpfe - wir wissen schon. Dazu ein Spruch aus einem alten Nebelspalter, den ich nie vergessen habe:
"Die, die den Pferden, weil sie grössere Köpfe haben, das Denken überlassen, sollten sich nicht wundern, wenn sie bald von Pferden regiert werden", sagte der Politiker und lachte wiehernd.
D'Musig derzue: Sorry, lieber Pferdefreunde. Abgesehen von Mister Ed und Jolly Jumper habe ich die Biester am liebsten 'à point' mit Pfeffersauce. Darum schicke ich Fury in the Slaughterhouse.

Sonntag, 26. April 2009

Die Magie der Freiheit

Das Magische an Freiheit und Demokratie ist wohl, dass man nie genug davon kriegt und sie immer ausreizen will. Gerne würde ich mal auf den Berner Bundesplatz stehen und schreien. "Unser Präsident ist ein unfähiger Idiot!" Mehr als ein paar mitleidige Blicke würde ich wohl nicht ernten. Täte ich dasselbe als Weissrusse in Minsk - der Aerger wäre vorprogrammiert. Wenn nicht gar... in Weissrussland respektive Belarus verschwinden immer noch Menschen, wie in den dunkelsten Zeiten der südamerikanischen Diktaturen. 
Solche Gedanken kommen mir, wenn ich im "Echo der Zeit" unseren Herrn Merz klagen höre, dass Kleinstaaten es heute schwer hätten. Die Schweiz ist, meines Wissens nach, 1848 als Kleinstaat entstanden und Herr Merz sollte mit diesem Wissen aufgewachsen sein. Dann sehe ich im Fernsehen eine Reportage einer Theatergruppe in Minsk, die ihre kritischen Stücke in leerstehenden Plattenbauten spielt, stets in der Angst, einen KGB-Agenten im Publikum zu haben. 
Diese Thatergruppe und unseren Bundesrat zu vergleichen, ist sicher nicht gerecht - für die Theatergruppe. Einzig, was die Aussage am Anfang betrifft; sie trifft wohl in beiden Fällen zu.
D'Musig derzue: Popstars wie Dimitri Koldun haben es vielleicht ein bisschen leichter, wenn er da Work your Magic singt, denn dann wirkt Belarus modern, statt stalinistisch. Lieber auf Russisch?

Mittwoch, 22. April 2009

Abschied

Im Mai wäre er 15 Jahre alt geworden, mein Kater Fox. Darum soll er auch meinen Blog in diesem Monat krönen. Nachdem er seit Tagen nichts mehr gegessen und getrunken hatte, habe ich ihn gestern in die Tierklinik gebracht. Die Untersuchung zeigte es: Der kleine Organismus will nicht mehr. Ich musste die unausweichliche Entscheidung treffen. So ging ich heute morgen wieder in die Tierklinik, wo Fox über Nacht geblieben war. Ich streichelte ihn ein letztes Mal, während er einschlief.

Sonntag, 19. April 2009

Grand Prix

Der Altstadtgrandprix ist geschafft. Ganz unspektakulär mit Platz 2157, aber doch ansehlicher als das GP-Debakel vom letzten Jahr. Ich werde mich wohl in den nächsten Jahren auf die 4.7 km-Strecke konzentrieren - die 16 km sind mir doch zu lang. 
Viele Berner Blogger sind offenbar den GP gelaufen(habi, Christian, Hosae, Jerry), andere haben zugeschaut(Chnübli, Rasmus), die Blogs sind voll davon. Nur einem hat es nicht gefallen. Wie schon die Römer sagten: Den Willigen führt das Schicksal (an den GP Bern), den Unwilligen zerrt es dahin (resp. drumherum).

Freitag, 17. April 2009

Imperativ

Da gibt es den kategorischen Imperativ, der grob bedeutet, dass man nur so handeln sollte, wie alle anderen auch handeln dürften. Aber hier geht es mir nicht um Kant, sondern um Grammatik und um deren Imperativ, also die Befehlsform. Die Befehlsform wird nicht nur dafür verwendet, Leute herumzukommandieren und sie zu etwas zu zwingen. Auch Aufforderungen und Empfehlungen zu schönen und nützlichen Dingen werden so formuliert. Wenn ein Blogger ein Buch bespricht und für gut befindet, schliesst er den Artikel möglicherweise mit folgendem Satz ab:
Also, lest das Buch und sprecht darüber!
Gleich zwei Befehle. Aber freundliche, hinter denen Engagement steckt. Ein prominenter Blogger, dessen Artikel ich sehr schätze, hat dies auch getan und seine Leser aufgefordert:
Also, liesst das Buch und spricht darüber!
Mit dem Resultat, dass ich alles über das besprochene Buch vergessen habe und tun musste, was der Autor leider unterliess. Ich versicherte mich auf einer Site wie dieser, der korrekten Befehlsformen von "lesen" und "sprechen".
Anschliessend habe ich natürlich den Artikel noch einmal gelesen. Es geht darin um die Zukunftserwartungen der Bürger in verschiedenen europäischen Ländern. In der Schweiz habe man besonders konkrete Erwartungen an die Zukunft, im Positiven wie im Negativen, heisst es.
Ich persönlich erwarte im genannten Blog im Positiven viele weitere, interessante Beiträge und im Negativen weiterhin viele Grammatik- und Tippfehler.
D'Musig derzue
: In Liebessachen darf man natürlich against all odds - gegen alle Regeln verstossen. Hier gibts nichts zu meckern: No matter.

Mittwoch, 15. April 2009

Max

Max? Das ist doch klar die Abkürzung von Maximum. Aehnlich wie das Minimum und das Optimum, ist das Maximum nicht mehr zu steigern. Auch wenn es immer wieder Leute gibt, die eine optimalere Situation und eine minimalere Belastung suchen - sie sind auf dem maximalsten Holzweg!
Aber eigentlich geht es mir ja um den Namen Max. Interessanterweise kenne ich keinen gleichaltrigen Max. Mein Deutschlehrer hiess Max und zu seinem Leidwesen auch der Hund der Biologielehrerin. Später hatte ich auch zwei ältere Arbeitskollegen dieses Namens. Der Max, um den es hier geht, kenne ich allerdings nicht persönlich. Es ist ein Moderator namens Max von Malotki. Weil ich mir den Nachnamen nicht merken kann, nenne ich ihn einfach Max (er hört es ja nicht). Max also präsentiert eine kleine aber feine Sendung namens "EinsWeiter".
Dieses nur viertelstündige Magazin läuft von Montag bis Donnerstag um 21 Uhr auf Eins Festival. Eine Auswahl von Beiträgen aus den diversen Kulturmagazinen der ARD, sowie einer frechen Presseschau und einem eigenen Beitrag. Maxseidank habe ich einen einzigen fixen TV-Termin.
D'Musig derzue: Nach seinem Auftritt am ESC in Istanbul ist es um Max Mutzke etwas still geworden. Er hat die Zeit zu Zeugung dreier Kinder genutzt und ist mit einem neuen Album zurück auf der Bühne. Rauf und runter gespielt wird sein Lied "Marie".

Dienstag, 14. April 2009

Schauen!

Am Ostermontag stand ich vor dem Fernsehprogramm wie manche Frauen vor dem Kleiderschrank: Ich hatte nichts anzuziehenschauen. Zeit also, endlich Elke Heidenreichs Literatursendung in Internet anzuschauen, denn beim ZDF ist sie ja rausgeflogen. Das Portal litcolony.de bietet jetzt die Sendung "Lesen!" an. Fünf Sendungen sind schon zu haben, vier habe ich mir angeschaut. Die erste Sendung in der Reihe war mit Campino, den sie fleissig als lieben Neffen betitelte. (In ihrer Rolle als Else Stratmann hat sie sich einmal als Campinos Tante ausgegeben, was einige Zeitungen ernst nahmen.) Weiter gehts mit den Herren Precht, Aust und Kessler und als bisher einzige Frau Karin Beier, die ich allerdings bisher nicht kannte.
Glücklicherweise habe ich kürzlich meine Minianlage ins Bücherregal gestellt, wo ich auch den Compi dranhängen kann und so den volleren Ton bekomme.Wo denn, kann man eine Literatursendung besser anschauen, als zwischen den Büchern!


Montag, 13. April 2009

Diashow

Ich habe es geschafft! Knapp 800 Dias sind im Kasten, d.h. sie sind gescannt. Nicht alle in bester Qualität, weil einige Dias gelitten haben und auch weil der Scanner nicht immer optimal belichtet. Aber jetzt habe ich auf die Schnelle eine Uebersicht, was ich von 1973 bis 1994 so geknipst habe.
Das Ganze war auch eine ziemliche Ernüchterung. Landschaften, viel zu viele Landschaften und Totalen. Für die grosse Leinwand, nicht für die kleine und erst recht nicht für dem Bildschirm. Dafür kaum Bilder von mir und meinen Reisebegleitern und von Dingen, die für gemeinsame Erlebnisse stehen. Die Golden Gate Bridge und der Petersdom werden noch lange stehen, und wenn doch nicht, gibt es davon so viele, viel besser Bilder, als die meinigen. Ich habe mich oft über diese Leute lustig gemacht, die auf der Reise immer nur den oder die Liebste(n) fotografieren. Aber das ist das eine Extrem - ich habe das andere betrieben. Trotz des grossen Aufwandes, werden wohl viele meiner Bilder, sowohl physisch, wie elektronisch, in der Papierkorb wandern. Nur die besonderen, die werden - unabhängig ihrer Qualität - behalten.
Das eine oder andere Produkt dieses Scanning-Marathons wird bald auch in diesem Blog erscheinen.

Freitag, 10. April 2009

Ostern!



Gründonnerstag

Wenn man mit einem halben Ferientag einen ganzen freien Tag reinholen kann, sollte man das auch tun. So wurde für mich dieser Donnerstag ein kreuz und quer Tag mit allerlei Unternehmungen. Morgens ging ich erstmals ins Timeout nach Ostermundigen. Ich weiss, bei Sonnenschein wäre ein Freilufttraining angesagt gewesen. Aber ich wollte noch einmal einen 5 km Teil mit Zeitmessung durchführen. Das anschliessende herumplätschern im Solbad war ja auch nicht ohne.
Anschliessend ging es(ja ging, nicht fuhr) in den Breitenrain, wo ich mit A. zum Mittagessen im Vetter Herzog abgemacht hatte. Nur, wo bleibt er denn? Nach einer halben Stunde Wartens, habe ich dann mein Süppchen bestellt.
Auf dem Rückweg spazierte ich noch rund um den Wankdorfplatz um mir das Ausmass der Bauarbeiten anzuschauen. Ich fahre zwar täglich daran vorbei, kann dann aber nicht richtig hinschauen. Dort erreichte mich endlich der Anruf von A. Er hatte vor lauter Arbeit unsere Abmachung vergessen. Das werde ich ihm natürlich ewig jahrelang noch ein paar Minuten übel nehmen. Ueber die neue Geschäftsmeile von Ostermundigen (1ml. = 200m) marschierte ich zurück ins Timeout um einzukaufen.
Jetzt nach Hause? Nein, warum nicht wieder mal auf den Bantiger.
Ich war noch nie auf dem neuen Turm und der wurde immerhin 1997 eingeweiht. Auch der Weg vom Parkplatz hinauf, sieht anders aus. Ich habe ihn noch als düsteren Waldweg in Erinnerung, aber auch hier hat Lothar aufgeräumt. Jetzt ist es noch angenehm an der Sonne zu marschieren, im Hochsommer wird es etwas mühsamer. Die Treppe auf den neuen Turm ist bedeutend angenehmer zu begehen, als die auf den alten. Viel besser vergittert, ideal für einen Höhenangsthasen wie mich.
Die Aussicht ist gut, Alpen wie Jura sind aber mehr im Dunst zu erahnen als zu sehen.

Dienstag, 7. April 2009

Anonym, oder doch nicht

Da hat mir Kollege M. deutlich den Tarif durchgegeben. Wer unter richtigen Namen in Facebook, Blog oder so auftritt ist ein Trottel. Meine Adresse steht zwar nicht hier im Blog, aber meinen vollen Namen und somit die Adresse herauszufinden ist nicht schwer.  Dasselbe gilt auch für die meisten Leute, deren Blogs ich lese. Die Biographie im Internet: Gerade ein Thema in diesem Beitrag von Medienlese. Gut, ich profitiere hier vielleicht von der Gnade der späten frühen Geburt, d.h. sollte ich doch noch einmal auf Stellensuche gehen müssen, ist mein Alter bereits ein solch grosses Handicap, dass eventuelle Enthüllungen aus dem Internet keine so grosse Rolle mehr spielen werden. Klar gibt es auch Vorkommnisse in meinem Leben, mit denen ich sicher nicht hausieren gehe und von denen ich hoffe, die Betroffenen erzählen es auch nicht weiter. 
Häufig wird beklagt, dass jeder und jede x Geschichten in Blogs und Foren veröffentlichen. Aber gerade die enormen Mengen von Informationen könne auch schützend wirken. So wie man sich am besten in einer grossen Menschenmenge verstecken kann, können die eigenen Geschichten im Wirrwarr des Internets für die Nichteingeweihten verschwinden. Allein in der Schweiz gibt es ein Dutzend Männer meines Namens. Ein Rechercheur wird beim Googeln schnell mal an die Grenzen stossen. Und dort wo er sicher ist, weil der Jahrgang dabei steht, erfährt er, was ich niemandem verheimliche: Bei diversen Volksläufen bin ich in den hintersten Rängen zu finden!
D'Musig derzue: Anonymous hiess eine Bubenband, die beim ESC 07 die Welt retten wollte . Oder ist gar, was in den Blogs steht, doch, wie Rio Reiser - endlich er - schon immer wusste: Alles Lüge.

Sonntag, 5. April 2009

Die Welt ist gross...

... aber die Errettung guckt aus der Ecke hervor. So der Titel des Films auf deutsch, der in den Kinos unter einem englischen Titel läuft, obwohl einige Passagen tatsächlich auf deutsch gesprochen sind. Aber der Originaltitel und die die Hauptsprache ist Bulgarisch.  Um eine bulgarische Familie geht es nämlich. Um den gebürtigen Bulgaren Alexander, der bei einem Unfall, wo seine Eltern umkommen, sein Gedächtnis verliert und um seinen Grossvater, der nach Deutschland reist, um ihn zu besuchen. Er überredet Alexander, mit ihm auf dem Tandem ins Heimatdorf zu fahren, um sein Gedächtnis wiederzuerlangen. In Rückblenden erfährt man, wie Alexander aufgewachsen ist, wie er mit seinen Eltern in den Westen geflohen ist und dass alle Männer begeisterte Back-Gammon-Spieler sind, resp. waren. Das Spiel ist der eigentliche Hauptdarsteller des Films und eine Parabel über das Leben. Das Würfeln steht für die Aspekte unseres Lebens, die wir nicht beeinflussen können, das Spielen der Steine dafür, was wir aus den Vorgaben machen. Obwohl ich selbst keine Ahnung von Back Gammon habe, hat mich die Symbolik überzeugt und die Geschichte, obwohl manchmal etwas dick aufgetragen, hat mir gut gefallen - besonders die sympathische, ebenso unbeugsame wie herzliche Figur des Grossvaters.
D'Musig derzue: Bei bulgarischer Musik denkt man wohl in erster Linie an "Le mystère des voix bulgares", oder, wenn Popmusik, an die Teilnehmer am ESC, wie dieser Anruf an das Meer.

Samstag, 4. April 2009

SonnSamstag

Heute ist Verwöhnwetter angesagt. Morgens schon schnell nach Thun zum Einkaufen. Nicht ganz als Einziger - die Parkhäuser waren schon um zehn fast voll. Danach das erste Bier der Saison auf dem Mühleplatz. Danach noch, ebenfalls in Biermission, in den Oekoladen. Dort steht ein Stand, wo ein Mann mir einen Drink anbietet, gemacht aus Maté und einem peruanischen Radieschen. Maca Loca nennt er das Produkt. Das Getränk schmeckt gut und wir plaudern sicher eine Viertelstunde über Peru, wo der Mann zehn Jahre gearbeitet hat. Jetzt will er also die Macas, die er getrocknet importiert, als eine Art peruanisches 'Red Bull' uns Schweizern schmackhaft machen. Maca soll auch ein Aphrodisiakum sein - aber welches Kraut ist das angeblich nicht. Jedenfalls habe ich drei Büchschen in Körbchen gelegt und werde sie heute Abend gleich einem Kollegen vorsetzen. Sollte die Wirkung allzuanregend sein, kann man das stilgerecht mit einem Schuss Pisco wieder ausgleichen. 
D'Musig derzue: Ich hätte schwören können, das Lied sei von Rio Reiser. Es ist aber von Herwig Mitteregger. Aber Hauptsache immer mehr (Wärme, Sonne, Licht).