Am Freitag zogen wir zu dritt nach Worb. Dort gibt es freitags auf der ehemaligen Laderampe der Brauerei Egger die Möglichkeit seine Zwei-Liter-Flaschen abzufüllen. Dazu gibt es jeweils einen Jeton für ein Chübeli also 3 dl. Da es immer noch recht kalt ist, gingen wir mit unseren Chübeli ein die einzige sonnige Ecke, gleich neben einem Tisch, wo zwei Männer miteinander diskutierten. Ah, Holländer, dachte ich. Oder doch nicht? Ich fasst mir ein Herz und fragte nach. Sie seien aus Südafrika, erklärte mir der eine, sie sprachen also Afrikaans.
Am Samstag hiess es wieder: ans Brett! Ans Schachbrett. Die Gruppenmeisterschaft ist ein Wettbewerb, wo vier oder fünf Spieler eines Klubs gegen ebenso viele Spieler eines andern Klubs je eine Partie spielen. Der Rösslisaal war ziemlich voll, denn gleich vier Thuner Mannschaften hatten Heimspiel. Meine Mannschaft war mit 0.5-3.5 Punkten leider nicht sehr erfolgreich. Auch ich musste einen Nuller beisteuern. Immerhin konnte ich meinen Gegner fast vier Stunden lang beschäftigen.
Wieder ums Bier ging es am Sonntag. Da kam auch eine der in Worb gefüllten Flaschen zum Zug, sowie ein Kastanienbier, welches Nachbar HP mitgebracht hatte. Er hatte auch einen Neffen zu Besucht, der eine Fischzucht leitet. So gab es noch geräuchertes Forellenfilet zum Bier.
Zu Kieser gings am Montag und am Dienstag dachte ich, dass ein Regentag ein idealer Museumstag ist. So reiste ich nach Solothurn, was mir wieder Material für weitere Artikel lieferte.
Der Mittwoch endete mit dem Stichwort im Titel. Unser Schachklub führt jedes Jahr ein Jassturnier durch. Leider waren nur gerade acht Leute dabei, aber es war trotzdem lustig. Als Siebter und somit Zweiter von hinten konnte ich mir noch ein Päckli Guetzli vom Gabentisch holen.
tinuswelt
Donnerstag, 12. Februar 2026
Von der Rampe an den Jasstisch
Montag, 9. Februar 2026
Museum (8/50)
Im Kunstmuseum Bern gibt es auch moderne Kunst, z.B. von Meret Oppenheim. Um mehr davon zu zeigen, planen sie einen Neubau. Der ist aber sehr teuer und es steht ein Referendum wegen des Kantonsbeitrags an.
So bleibt vorläufig der Schwerpunkt auf den bekannten Schweizer Künstlern. Allen voran Ferdinand Hodler:Besonders beeindruckt hat mich das Bild "die enttäuschten Seelen". Nicht in der Kleidung, aber in der Haltung erinnert mich diese Gruppe an frisch Pensionierte, die sich nie an das Leben danach vorbereitet haben. Zum Glück geht es mir auch nach jetzt zehn Jahren nicht so.
Ein wichtiger Teil ist auch die "Genre"-Malerei. Das sind idealisierte Szenen mit, imposanten Landschaften, Zur Schweiz passend also vor allem Berge. Franz Niklaus König heisst der Maler, der diese gar nicht so romantische Szene schuf. Aber in den Stuben des Bürgertums sah man wohl in erster Linie die tolle Landschaft und verschwendete keine Gedanken daran, was der Verlust eines Lammes für den Schafhirten bedeutet.
Nun, ich verlor weder ein Lamm noch sonst etwas und freue mich aufs nächste Museum.
Donnerstag, 5. Februar 2026
Alte Ideen recyceln
Man solle alle 7 Jahre etwas Neues anfangen, habe ich mal gelesen. Ich hole jetzt eine 7-jährige Idee wieder hervor. Im Jahre 2019 habe ich jeden Mittwoch einen Wochenbericht geschrieben. Ein Artikel für die kleinen Dinge, die ich festhalten will. Und da ich neuerdings den Donnerstag zu meinem Wochenbeginn erkoren habe, erscheinen diese Artikel auch am Donnerstag - aber nicht mit dem schnöden Titel "Wochenbericht", sondern einem, der ein Ereignis aufnimmt. Andere Artikel gibt es natürlich weiterhin, z. B. meine Museumsbesuche oder Ausflüge, also solche Artikel mit vielen Bildern.
Freitag
Unsere Hausbrauerei braucht wieder Material. So fuhren Brauer J. und ich mit Nachbar HP in den Aargau zu "Brau und Rauch" nach Densbüren. Sattelegg heisst der Pass, der von Aarau nach Frick führt und an dieser Strasse liegt unser Ziel. Da war aber die Strasse von der Polizei gesperrt und wir mussten auf der Karte einen alternativen Weg suchen. So lernten wir einen anderen Pass, die Saalhöhe kennen. Die Rückfahrt konnten wir aber wieder auf dem üblichen Weg antreten.
Zum Dank für die Mithilfe lädt der Brauen jeweils zum Abendessen ein. Diesmal waren wir zuhinterst in unserem Tal im Restaurant Spilgerten. Dort gibt es freitags ein Indisches Buffet und dies ist wirklich empfehlenswert.
Samstag
Heute bei Kieser das neue Programm. Vor einer Woche hat mich eine Trainerin kontrolliert und mir bei einigen Geräten geringeres Gewicht und, vor allem, geringere Geschwindigkeit verordnet. Das braucht etwas mehr Konzentration, tut aber gut.
Mittwoch
Heute beginnt im Schachklub wieder das jährliche Vereinsturnier. Einige Junioren nehmen teil und so kann ich feststellen, dass sich unser Klub wieder etwas verjüngt hat. Mein Gegner in der ersten Runde ist aber ein alter Hase und der hat mich schnell am Wickel. Aber meistens ist es gar nicht so schlecht, die erste Partie zu verlieren.
Mittwoch, 28. Januar 2026
Museum (7/50)
Grönland hier, Grönland dort... da trifft es sich ja gut, dass das Alpine Museum in Bern seit September eine Grönlandausstellung zeigt.
Ich beginne gleich mit meinem Eindruck: Sie hat mich enttäuscht. Das waren lauter dunkle Räume, wo an einer grossen Leinwand eine Art Stimmungsbilder gezeigt wurden.
Montag, 26. Januar 2026
Den Marsch geblasen...
...haben uns letzten Mittwoch zwar nicht die Schachfiguren, aber die Blasmusik im Nebensaal.
Der Schachklub Thun hat zur Hauptversammlung eingeladen und so sassen wir im Rösslisaal (passt ja) um uns durch die 20 Traktanden durchzuarbeiten. Im grossen Saal daneben befand sich besagte Blaskapelle, die, nicht wie versprochen erst um 20 Uhr mit üben begann, sondern eine halbe Stunde früher. So mussten wir die Versammlung fast komplett mit Musikbegleitung abhalten. Glücklicherweise hatten wir keine kontroversen Themen, so dass das meiste in "stillem" Einverständnis abgehandelt werden konnte.
(KI-Prompt: Schachfiguren spielen Blasmusik)
Montag, 12. Januar 2026
Museum (6/50)
Die Technik entwickelt sich immer schneller. Auch diese für den Privathaushalt: Radio, TV, Küchengerät, Telefon, Fotoapparat, Computer. Findet man beim aufräumen dann so ein altes Gerät, denkt sich mancher: Das ist doch ein richtiges Museumsstück und spendet es tatsächlich einem Museum. Dieses Museum heisst "Enter" und steht in Derendingen bei Solothurn, wo ich kürzlich war. Und so stehen sie dann da:
So einige Geräte hätte ich am liebsten mitgenommen. Nur: ich habe keinen Platz dafür und die Frequenzen, die sie empfangen, sind heute aufgegeben.Und wie rechnet man 1+1 ? Z.B. mit den Rechenmühlen, mir denen ich in der Gymerzeit Bekanntschaft gemacht habe.Wer so eine hat, denkt sich: Was für eine Rarität. Die Wahrheit aber ist: Es gibt noch massenhaft davon. Ebenso originelle Rechner und Apple Computer aus allen Generationen und allen Designs. Da kann Steve Jobs nur staunen.
Da auch der Keller des Museums zugänglich ist, konnte ich mich davon überzeugen, dass da noch kistenweise Rechner, Handys, Fotoapparate etc vorhanden sind, die ev. nie ausgestellt werden.
Das "Enter" enthält noch zwei weitere Ausstellungen: Das Gutenbergmuseum mit Schaustücken aus der Geschichte des Druckes und im Keller ein Raum mit Autos, die in einem Film eine Rolle gespielt haben. Z. B. dieses:
Montag, 5. Januar 2026
Schneetreiben
Ja da lacht die Mittagssonne über dem Wiriehorn. Lachen können die Pistenleute erst, wenn aller Schnee, den die Kanone produziert verteilt ist. Am letzten Wochenende waren die Pisten voll und die Skischule ist gut besucht. Wenn jetzt die Sonne weiterhin nur lacht, aber nicht heizt, dürfte die Skisaison erfolgreich sein.
Freitag, 2. Januar 2026
Radiophil
Lang-, Kurz- und Mittelwelle, Telefonrundspruch, UKW, Satellit, Internet, DAB.
Alle diese Empfangsmöglichkeiten habe ich genutzt oder nutze sie noch heute. Soweit möglich, denn unser Landessender hat ja UKW aufgegeben. Aber wer weiss, vielleicht kommen sie zurück, denn viele Hörer sind zu den Privaten abgewandert, die eine Sendeverlängerung erhalten haben. Einer meiner Lieblingssender war das Berner Radio Förderband, wo u.a. Sven Epiney seine Karriere startete. Dieser Sender, der am Silvester vor 43 Jahren sein Programm aufnahm, wurde leider im Jahre 2001 in einen Mainstream Hitsender umgewandelt und ging später in Radio Energy auf. Ein Radiofan, mit anderen Sendern, bin ich immer noch. Es ist aber wie mit vielem: So wie früher wird es nicht mehr.
Die Bilder sind aus dem Technik-Museum "Enter", über das ich auch noch schreiben werde.









