Montag, 1. Juni 2026

Kalender leer?

Die vergangene Woche war eher unspektakulär. Am Dienstag machte ich wieder eine Bücherschranktour in Bern. Ich besuchte jenen in Bümpliz und marschierte anschliessend ins Einkaufszentrum Westside. Auf dem Weg kam mir eine Gruppe junger Männer entgegen, von denen einige ein T-Shirt mit der Aufschrift "Cesko" trugen. Ich vermute, das war die tschechische Eishockey-Mannschaft. Mit schlechtem Gewissen ging ich am Donnerstag zu Kieser, denn ich war diese Woche noch nicht dort und besuchte am Freitag das Schloss Thun. 
Am Samstag fand der Anlass statt, der als letzter in meinem Blogkalender aufgeführt war: Die GV von Burgdorfer Bier. Die ist mittlerweile so Routine, dass ich nicht einmal ein Bild gemacht habe. Es gab wie immer Bier und Wurst und alle Traktanden waren unbestritten.
Heute am 1. Juni kann ich ja wieder neue Pläne machen. Die Meteorologen starten heute das Sommerquartal und ich starte den Sommer mit einem Punkt im Kalender.

Freitag, 29. Mai 2026

Museum (15/50)

 


Heute besuchte ich ein Gebäude in Thun, das schon länger hier steht: Das Schloss. Der Name Thun kommt von "Durum", was soviel wie umschlossenes Gebiet heisst und ein solches war Thun vor ein paar hundert Jahren noch. 
Diese schöne Aussicht vom Schlossturm hatte man schon damals, aber mit weniger Häusern. 
Spektakuläre Ausstellungsstücke bietet das Museum nicht (ausser vielleicht dem Richtschwert, das ich aber nicht fotografiert habe). Es geht vor allem um die Entwicklung des Schlosses und der Stadt. Aber es gab noch eine kleine Sonderausstellung zum Thema des Jahres, der Murtenschlacht. 
Dort waren auch Thuner Truppen beteiligt und dies hatte einen Einfluss auf die Entwicklung des Stadtwappens. Dessen Herkunft ist zwar noch nicht komplett erklärt, aber sicher ist, dass der Stern ursprünglich schwarz war, dann aber als Belohnung für den Einsatz in Murten auf Gold geändert wurde. Auf den meisten alten Bildern ist der Stern noch sechszackig - die Heraldiker sagen sechsstrahlig. Erst in neuerer Zeit wurden sieben Zacken, resp. Strahlen daraus und 1945 wurde der heutige Thunerstern offiziell und ziert natürlich auch die allerneusten Trophäen. 





Sonntag, 24. Mai 2026

Pfingschte


... geit's am ringschte!
Zum Beispiel das Schreiben eines kleinen Multiwochenrückblicks. Da war die Woche, die ich in Kroatien verbrachte und den Blog mit Musiktipps fülle. Die Woche darauf musste ich waschen, Post erledigen und Podcasts nachhören. Am Wochenende waren die Solothurner Bier-Tage Trumpf. Die danach folgende Woche wiederum, schrieb und veröffentlichte ich den Reisebericht. Dann kam die ESC-Woche, die zusätzlich mit einem Schachturnier ausgefüllt war. Das Seniorenturnier 2, wie obiges Bild zeigt. Als Senior ging es letzte Woche weiter, auf zwei Exkursionen der Senioren-Uni. 
Und jetzt also Pfingsten! Mal schauen, ob es wieder etwas geordneter zugeht. Online wie Offline.

Montag, 18. Mai 2026

ESC Nachwehen

 

Dass die Schweiz den Final nur knapp verpasst hat, habe ich schon erwähnt. Letztes Jahr hatte man als Gastgeber das Privileg direkt in den Final zu kommen. Dieses hatte dieses Jahr Österreich und landete auf den zweitletzten Platz. Schade, ich fand das Stück ganz witzig. Nur einen Platz besser war Deutschland. Nun, wer als Hundertster "fire" auf "liar" reimt, verdient keinen Spitzenplatz. Natürlich gab es noch mehr banale Texte. Nicht aber bei Kroatien. Es gehe um die Unterdrückung der Frau und die Gesichtsbemalung sei ein alter kroatischer Brauch, sagte unser Sven Epiney. Dass es um die Gefangennahme und Zwangskonvertierung junger Kroatinnen unter den osmanischen Besetzung ging, verschwieg er. 
Dass aller guten Dinge nicht immer drei sind, musste Frankreich erfahren. Nach zwei Pop-Opern hatte das ESC-Publikum genug von diesem Stil und die tolle Sängerin Monroe musste sich mit dem elften Platz begnügen. Sie gehörte zum Favoritenfeld, auf das allesamt höher gewettet wurde, als auf Bulgarien. Wir in den deutschsprachigen Ländern jammern ja gerne: "niemand liebt uns". Abgesehen davon, dass das Blödsinn ist, hätte wohl ein Land mehr Grund das zu sagen: Israel. Aber sie haben neben den "Kritikern" auch eine grosse Unterstützer-Community. Vielleicht haben die fünf Boykottanten sogar geholfen, indem sie die grössten Anti-Israel-Gruppen beim Voting aus dem Rennen genommen haben. Noam Bettan sang von einer Michelle und einer zerbrochenen Liebe. Man kann den Namen der Frau aber auch durch jene der Boykott-Länder oder einfach durch "Europa" ersetzen.
Zum Schluss noch dies: Schweden auf den zwanzigsten! Ich habe die Sängerin und das Lied schon bei der Vorausscheidung nicht gemocht, darum erlaube ich mir ein kleines bisschen Schadenfreude.

Sonntag, 17. Mai 2026

Bangaranga

 

Ich habe mich sehr gewissenhaft auf den ESC vorbereitet, in dem ich obiges Buch gekauft habe. Weniger gut vorbereitet habe ich mich auf das Schachturnier, welches über die Auffahrtstage in Basel stattgefunden hat. Aber mit 2.5 Punkten aus 5 Partien bin ich zufrieden. Schliesslich bin ich am Freitag und am Sonntag wegen dem ESC ziemlich unausgeschlafen angetreten. 
Die Preisverteilung beim Schach habe ich geschwänzt, beim ESC bin ich bis zuletzt drangeblieben. Das Voting war ja wirklich spannend. Und jetzt: Gefällt mir das Resultat?
Ja, durchaus. Vor allem die Bühnenshow der Bulgaren hat mich überzeugt. Was umgekehrt auch wieder ein Kritikpunkt ist. Das S in ESC steht schon seit längerem mehr für Show als für Song. Aber damit müssen wir als Zuschauer leben und die Teilnehmer erst recht. 
Schade natürlich, dass die Schweiz nicht im Finale war. Da tröstet es nur wenig zu erfahren, dass nur wenige Punkte zum zehnten Platz im Halbfinale fehlten. aber Veronica Fusaro wird ihren Weg sicher auch  so machen. 

Samstag, 9. Mai 2026

Kroatien (6/6): Opatija und Heimreise

 Am letzten Kroatien-Tag ging es wieder Richtung Opatija. Wir fuhren auf einer kurvigen Küstenstrasse, wo wir in erster Linie Motorrädern begegneten. In der Mittagspause in einem Küstendorf konnte ich mir endlich folgenden Wunsch erfüllen:


Tatsächlich hatte ich die ganze Reise lang keine Gelegenheit Cevapcici zu essen. Auch nicht beim letzten Abendessen im Hotel in Opatija - dafür gab es sehr gute Pizzen. Vorher gab es noch eine kleine Stadtführung, bei der man erfahren konnte, dass Opatija (zu deutsch Abtei), entstand, weil einst reiche Habsburger ihre Sommervillen hier aufstellten.
Weitere grosse Sprünge machten wir an diesem Tag nicht mehr, denn am Sonntag Morgen war Abfahrt um 7 Uhr angesagt. So waren wir trotz Stau am Gotthard um 19 Uhr in Luzern und ich war um 22 Uhr zuhause. 

Freitag, 8. Mai 2026

Kroatien (5/6): Zadar

 

Auf dem Stadttor von Zadar thront der geflügelte Löwe, das Hoheitszeiten von Venedig, das fast vierhundert Jahre die kroatische Küste beherrschte. Andernorts wurde der Löwe entfernt. Nicht wegen Venedig, sondern weil Mussolini den Löwen auch als Symbol vereinnahmte.

Zweitausend Jahre liegen dazwischen. Zwischen dem römischen Forum und dem Solarpanel an der Seepromenade. Die Energie, die es tagsüber aufnimmt, wird für LED-Leuchten in ihm gebraucht, die Abends ein leuchtendes Farbenspiel erzeugen. Die Installation heisst Sonnengruss und das Panel steht auch für die Sonne. An der Promenade hat es noch acht weitere, kleinere LED-Installationen, die die acht Planeten darstellen. Die andere moderne Attraktion, die Meeresorgel, habe ich hier vorgestellt.
Zum Schluss noch der Genuss:
In einer engen Gasse von Zadar fand ich eine Kleinbrauerei. Dort genoss ich, unter Beobachtung vom Fenster gegenüber, ein dunkles IPA.

Donnerstag, 7. Mai 2026

Kroatien (4/6): Dubrovnik

Am Donnerstag ging es in die Stadt, deretwegen alle nach Kroatien reisen. Ja, wirklich alle! Aber zuerst geht es noch um eine Brücke:

Diese Brücke verkürzt den Weg von Dubrovnik zum Rest Kroatiens nicht nur nach Kilometern, sondern auch "politisch", denn an dieser Bucht liegt das Dorf Naum, welches zu Bosnien-Herzegowina gehört. Bis 2022 mussten Reisende dort zweimal eine Zollkontrolle durchgehen.
Jetzt aber, wo "alle" hingehen.
Auf dem Stadttor begrüsst der Heilige Blasius die Touristen. 
Dubrovnik hat einige grosse Plätze, wo gerade für den nächsten Volkslauf geworben wurde, aber in erster Linie enge Gassen. In der Oberstadt und in der Unterstadt. In der Hauptgasse hatte es "nur wenige" Leute. In der Hauptsaison sieht man wohl die Pflasterung kaum mehr. 
Reisegruppen müssen sich allerdings anmelden und die Busse haben nur kurze Haltezeiten um die Leute ein- und aussteigen zu lassen.
Gerne hält man sich auch mal ausserhalb der Stadtmauern auf.
Dubrovnik ist eine schöne mittelalterliche Stadt mit viel Geschichte und auch ein typisches Beispiel für den "Overtourism", der vielerorts zum Problem wurde. Und natürlich waren wir auch ein Teil davon.