Freitag, 11. Oktober 2019

Good bye Brighton

Man könnte es zu recht einen stürmischen Abschied nennen, was uns Brighton heute bietet.
Die Wellen donnern und spritzen, als wollten sie gegen meine Abreise protestieren. Oder heisst es etwa "geh endlich"? Wie dem auch sei, der Samstag ist Reisetag, d.h. wieder um fünf aufstehen um dann an diversen Orten lange zu warten. Aber das schaffen wir.
Abschied gefeiert haben wir vier Studenten mit einem Hamburger und dem Versprechen, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Das wird damit beginnen, dass jeder ein Bild seiner/ihrer Ankunft zuhause in die Whatsapp-Gruppe stellt.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Essen im Schloss?

Der Tisch ist gedeckt:



Allerdings nicht für mich und für überhaupt niemanden, der hier essen wollte. Dieser Teil des Schlosses, des Arundel Castle, das wir heute besucht haben, ist ein Museum. Die Familie der Dukes of Norfolk sind aber immer noch präsent und bewohnen eine Teil des Gebäudes. Auch in den Sälen des jetzigen Museums finden heute noch Familienfeiern statt.
Das interessante an dem Schloss ist, dass es, von den ersten Teilen aus dem 11. Jahrhunderts über alle späteren Erweiterungen bis zum heutigen Zustand eine Einheit bildet und man als Besucher so einen Teil der englischen Geschichte nachvollziehen kann.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Keine Verbindung um diese Zeit

Es ist ja nicht so, dass ich keine Busverbindungen kennte, die nur sehr selten verkehren. Auch direkt vor meinem Haus habe ich nur vier Kurse täglich. Und dieser Bus Nr. 14, um den es hier geht, verkehrt durchaus jeden Tag und ganztägig, aber eben nur ausnahmsweise via diese Station.
Aber ich finde es doch bemerkenswert, dass die hiesigen Busbetriebe sich nicht mit Leerzeilen begnügen, sondern dem potentiellen Fahrgast wirklich für jede Stunde ausdrücklich mitteilen, dass eben in dieser Stunde kein solcher Bus fährt. Täten das unsere Postautobetriebe auch so, wäre "mein" Abfahrtsplan auch weniger leer.

Dienstag, 8. Oktober 2019

Es ist nicht alles Gold

Im Internet kursiert eine Europakarte, auf der man lesen kann, wie man die Angehörigen jeder Nation am besten ärgert. Bei der Schweiz ist es die Behauptung, die Belgier machten die beste Schokolade. Auch in der Brightoner North Street wird diese Behauptung durch einen Belgischen Schokoladeladen aufgestellt. Zum Glück ist gleich nebenan ein Schweizer Uhrenladen:
Zum Beispiel mit Omega-Produkten ab 4000 Pfund aufwärts. Aber, wie in allen Grossstädten ist auch hier arm und reich nahe beieinander. Obdachlose in Hauseingängen, abgerissene Strassenmusiker und Typen, die jeden anquatschen. Ich tue, was alle anderen auch tun: So gut wie möglich ignorieren.

Montag, 7. Oktober 2019

Engel, Wünsche, Tee und Dschungelbuch

Darf ich vorstellen - Gabi, Michi und Raphi:
Klar, auf den Glasfenstern sind diese drei Erzengel mit den nobleren lateinischen Namen genannt.
Diese Fenster befinden sich in der Kirche von Rottingdean, das heute ein Stadtteil von Brighton ist. Gleich gegenüber ist der "Kiplings Garden" - ja, tatsächlich der Garten des Autors des Dschungelbuchs. An der Aussenseite der Gartenmauer findet man einen Wunschstein. Das ist ein Kopf (eines Trolls oder etwas ähnlichem). Wenn man diesen Stein berührt, kann man sich etwas wünschen und es geht in Erfüllung. Ich habe es sein lassen, denn ich bin wünschlos glücklich.
Nach Kirche und Garten gingen wir in ein Café, aber nicht zu Kaffee, sondern zu einem "Cream Tea". Das ist Tee und Scones, ein Hefegebäck auf das man "Clotted Cream" und Erbeerconfiture streicht.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Wanderlust

Heute war mir nach Wandern zumute. So fuhr ich ein Stück ostwärts zu einem Leuchtturm auf den Kreide-Cliffs, die man die sieben Schwestern nennt. Der Leuchtturm ist allerdings so hässlich, dass ich lieber einen Blick aufs Meer zeige. Ein Hauch von blauer Lagune:
Ich wanderte also über die Cliffs - immer genügend vom Abrund entfernt. Die vielen Warnschilder stehen nicht umsonst, denn es gibt ab und zu Todesstürze unvorsichtiger Touristen.
Heute war wohl niemand unvorsichtig. Viele Leute waren unterwegs, mal in meine Richtung, mal mir entgegen. Mein Ziel war die Stadt Eastbourne.
Eastbourne ist quasi eine kleinere Version von Brighton mit "nur" hunderttausend Einwohnern. Einziger Schwachpunkt ist das Hochhaus an der Küstenpromenade, das von keiner Seite zu übersehen ist.

Freitag, 4. Oktober 2019

Zytglogge?

Nachdem ich den Titel des letzten Artikels korrigiert habe, widme ich mich hier mir dem Zeitglockenturm, den Clock Tower, von Brighton.
Hier im Bild aber nicht die Uhr, sondern der Basisteil, der Königin Viktoria und auf den anderen Seiten deren Mann, ihren Sohn und dessen Frau zeigt. Da aber "clock" nicht Glocke, sondern Uhr heisst, hat der Turm auch keine solchen. Aber auf der Spitze einen Zeitball, der jede Stunde diese Spitze hinauf und hinunter klettert.
Den Wikipedia-Eintag findest du hier.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Gut gewürzt

Als wir in der Schule über englische Küche sprachen, wurde gesagt, dass die englische Küche eher fade sei, auf Englisch "bland". Aber da gibt es ja Hilfe in Form der "condiments", also der Gewürze auf dem Tisch, was zumindest Salz und Pfeffer sind. Mein Gastgeber hat diese sogar dem Gast entsprechen dekoriert: