Mittwoch, 22. April 2026

Zweimal Top20 (3/4)

 Bei der Berndeutschen Liste habe ich die Vorgabe, keine Interpreten zweimal zu nennen, nicht immer eingehalten. 

Florian Ast - I mache d'Ouge zue

Die Erinnerung an jemanden, der nicht mehr da ist, ist immer etwas das berührt. Es kommt noch einmal.

George - Hie bin i deheim

Dreissig Jahre Oberland hin oder her. Ich bleibe wohl immer ein Seeländer. Das zeigt sich in der ganzen Auswahl.

Gölä, Trauffer - E Chischte Bier, e Grill u es Füür

Freitag Abend beim Grillieren ist wohl ein generell beliebtes Tun. Mir gefällt die Atmosphäre und das stets ein bisschen politisch unkorrekte der beiden.

Gopfriedstutz - Dört häre wo dr Wind mi wääit

Eine Bieler Band. Das Lied beschreibt eher das Gegenteil von mir, denn ich lasse mich nicht gerne irgendwohin wehen. Aber davon träumen, tue ich schon manchmal.

Hanery Amman - Chasch mers gloube

Neben Polo das Urgestein des Berner Pop. Natürlich gibt es in Interlaken einen Amman Hofer Platz.

Lockstoff - S'Gfüel im Buuch

Einen Ausflug ins Aargau für diese (zumindest damals) junge Band. 

Marianna Polistena - Samschtig Namittag

Das Lied versetzt mich jeweils in meine erste Wohnung in Bern im Gäbelbach zurück. Auch dort stand ich manchmal am Samstag Nachmittag am Fenster, scheute zur Busstation runter, wo die Leute nach Ladenschluss aus der Stadt nach Hause kommen. 

Merfen Orange - Dr Summer chunnt

Sprechgesang ist zwar nicht so meine Sache, aber bei Sommergefühlen mache ich eine Ausnahme.

Midnight to Six - Dr Ferdinand isch gschtorbe

Matterrock heisst das Album, auf den bekannte Stücke von Mani Matter von verschiedenen Interpreten gespielt werden. Eine besonders gelungene Version ist diese. (Natürlich von einer Bieler Band)

Dienstag, 21. April 2026

Zweimal Top20 (2/4)

Enya - Only Time

Bekannt wurde Enya mit ihren "Orinoco Flow" und diese CD habe ich mir angeschafft und ihre zarte Stimme gefällt mir sehr. "Only Time" ist ein späteres Stück und wurde auf traurige Weise bekannt. Ein US-TV-Sender wählte es um die Bilder von 9/11 zu untermalen.

Fleetwood Mac - Albatross

Ein Stück bei dem man am liebsten abheben würde.

Kate Bush - Babooshka

Eine tolle Sängerin. Und wie bei etlichen Interpreten habe ich mir das höchstens drittberühmteste Stück ausgewählt.

Katrina & The Waves - Walking on Sunshine

Die Achtziger. Die Zeit des Musikfernsehens. Eines der Videos, das ich immer gerne sah, war ebendieses. Heute brauche ich kein Video mehr dazu, die Musik reicht, um auf den Sonnenstrahlen zu wandeln.

Mark Knopfler - Sailing to Philadelphia

Vor einiger Zeit hörte ich einen Geschichtspodcast, der sich mit der Mason-Dixon-Linie befasste. In den 1760er Jahren erhielten die beiden Engländer Charles Mason und Jeremiah Dixon den Auftrag, die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland zu vermessen und diese Grenze erhielt dann ihren Namen. Mark Knopfler und James Taylor nehmen im Lied die Rollen der beiden ein.

Monty Python - Always Look on the Bright Side of Life

Ja, den Film "Life of Brian" braucht man wohl niemandem mehr vorzustellen. Die Aussagen aus dem Film gelten heute, glaube ich, mehr denn je.

Nits - In the Dutch Mountains

Eines der wenigen Konzerte, die ich besucht habe, war eines der Nits. Der Bandleader Henk Hofstede, der gut deutsch spricht, erzählte zu jeden Lied etwas und die Stimmung war bestens.

Queen - Innuendo

Es muss nicht immer "Bohemian Rhapsody" sein. Aber bombastisch schon.

Sade - Your Love Is King

Immer wenn ich damals mit dem Walkman spazieren ging und dieses Lied in den Kopfhörern ertönte, geriet ich ins träumen.

Tina Turner - Open Arms

Auch hier heisst es wieder: welches auswählen? Vielleicht gerade dieses mit der Vorstellung, wie der Engel Tina an der Himmelstür steht und alle Fans mit offenen Armen empfängt.

Montag, 20. April 2026

Zweimal Top20 (1/4)

 Vor einiger Zeit schlug Nachbar J. vor, wir beide sollten in Spotify eine Liste unserer Lieblingssongs machen: eine Top 20! Gute Idee dachte ich. Aber als ich begann und dann von über hundert Liedern zwanzig auswählen sollte beschloss ich, zwei Listen zu machen. Eine Englische und eine Berndeutsche. Hier präsentiere ich diese Listen und erzähle mal mehr, mal weniger zum jeweiligen Stück. Die ersten zehn:

4 Non Blondes - What's Up?

Dieses "yeah, yeah, yeah, yeah!" geht einem nie mehr ganz aus dem Kopf. So war es auch an einem Ländlerabend (!) in unserem Bergrestaurant. Ein junge Ländlergruppe spielte natürlich vorwiegend Volksmusik, aber auch bekannte Popsongs in ihrem Stil. So auch dieses Lied und alle sangen so wild mit, dass sie das Lied gleich zweimal wiederholten.

ABBA - Let the Music Speak

Dies ist kein Hitparadenstück, aber als ABBA-Fan sind mir auch die weniger bekannten Lieder wichtig. Gerade dieses Lied sagt, auf genau diese bombastische Art, wie ich es liebe, alles, was gesagt werden muss.

Al Stewart - Year of the Cat

Ein Stück, das gar nichts mit Katzen zu tun hat, mir aber trotzdem gefällt.

André Brasseur - Early Bird

In Wikipedia findet man einen anderen Satelliten als diesen, wenn man Early Bird sucht. Offiziell hiess er Intelsat I und startete 1965 in die Umlaufbahn. Ich habe eine gute Beziehung zu Satelliten, schliesslich bin ich im Jahr des Sputnik geboren und schaue seit dreissig Jahren Fernsehen über Satellit.

Annie Lennox - Walking on Broken Glass

Bei Eurythmics und Annie Lennox fragt sich, welches der vielen guten Lieder soll ich nehmen? Ich habe mich für dieses entschieden.

Beatles - When I'm Sixty-Four

Einfach süss, wie sich der junge Paul das Leben mit 64 vorstellte. Wie er wohl heute darüber denkt? Für ihn wäre es jetzt ein Rückblick. Für mich auch.

CCR - Hey Tonight

Es war, als ich noch ein Ostermundigen wohnte, an der Bieler Braderie. Das Lokalradio hatte einen Stand und am Freitag präsentierte der Präsentator von Oldie-Sendungen eine Musiknacht. Ich bleib die ganze Nacht bei ihm und wir plauderten während den Musikstücken miteinander. Als der Morgen anbrach, verabschiedete ich mich von ihm und bat ihn, mir ein Stück für die Heimfahrt zu spielen. So hörte ich dann im Autoradio seinen Abschiedsgruss und "Hey Tonight".

Cyndi Lauper - Time After Time

Ein schönes melancholisches Lied über Warten, Sehnsucht und vielleicht Erfüllung.

Don McLean - Vincent

Ich habe die längste Zeit "Story Night" verstanden und in Lied erzählt ja eine Geschichte. Erst viel später verstand ich: "Starry Night": die Sternennacht. Eines der berühmtesten Bilder von Van Gogh. Und jetzt wurde mir auch klar, warum das Stück "Vincent" heisst.

Ekseption - Sabre Dance

Eine meiner ersten LPs war eine von Ekseption. Ihre Pop-Klassik gefällt mir heute immer noch. 

Freitag, 17. April 2026

Klimazonen


 Nicht nur weltweit, sondern auch in unserer kleinen Schweiz. Diese Woche fotografierte ich diese Osterglocken in Bern. Bei mir oben geht es noch einige Zeit, bis sie kommen. Heute war ich in Lausanne und dort an der Promenade waren sie bereits verwelkt. 
Nächste Woche kann ich die Vegetation an der Adria untersuchen.

Donnerstag, 16. April 2026

Affig?

 

Am Donnerstag verabschieden wir uns ein zweites Mal von unsern Nachbarn. Sie geht noch an Krücken, aber beide sind wieder unternehmungslustig und haben es nicht mehr länger zuhause ausgehalten. Das Wetter gab ihnen recht: in Spanien ist es schöner.
Am Freitag besuchte ich ein zweites Mal die Ausstellung zur Murtenschlacht, die ich schon im Rahmen der Seniorenuni einmal gesehen habe.
Ein befreundeter Hobbybrauer verschickte per Whatsapp Werbung für einen Brauer in Steffisburg. Diesen suchte ich am Samstag auf und am Sonntag degustierten Nachbar J. und ich sein Sortiment. 
Seit längerem wieder mal auf Bücherschranktour war ich am Montag. Offenbar brauchen gerade viele Leute neuen Lesestoff. An beiden Schränken, die ich in Bern aufsuchte, waren schon Leute. So setzte ich mich erst auf eine Parkbank und wartete bis sich alle bedient hatten. 
Jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, freue ich mich bereits auf meine Ferien in Kroatien. Nächste Woche gibt es keinen aktuellen Bericht, sondern vorbereitete Artikel.

Dienstag, 14. April 2026

Saurier vor dem Haus

 

ein Brontosaurus, wenn ich mich nicht täusche...
Zur Zeit wird die Strasse zum Schulhaus (rechts unten) und der Platz davor neu gemacht. Gestern trat dieses Ungeheuer auf, fuhr zum Schulhaus hinauf und zurück und spuckte dann Bauschutt in den Vorderlader. Der Saurierhals ist also ein Förderband. Ob das Gerät selbst den Strassenbelag aufkratzt oder bereits aufgekratzten aufsaugt, konnte ich nicht feststellen. Jedenfalls war das Werk am Mittag schon getan und heute wurde geputzt. Der nächste Arbeitsgang dürfte der neue Belag sein.

Montag, 13. April 2026

Museum (14/50)

 Wie versprochen habe ich das Historische Museum in Bern noch einmal besucht, um mir die Sonderausstellung zum 650. Jahr der Schlacht bei Murten anzuschauen. Der Titel "Ausgeschlachtet" irritiert ein bisschen, wenn man das eigentliche Thema der Ausstellung nicht kennt. Gemeint ist die Art, wie in den letzten Jahrhunderten der Schlacht bei Murten gedacht wurde. 
Das wichtigste Beispiel dafür, ist das Murtenpanorama, das 1894 erstmals in Zürich ausgestellt wurde.

Einer der vier Stoffbahnen ist hier zu sehen, vor der Vergrösserung einer Skizze, die den Zürcher Heerführer Hans Waldmann zeigt. Diese Darstellung ist kein Zufall, denn die Zürcher waren die Hauptauftraggeber des Panoramas. 
Das Panorama ist zwar nicht physisch anwesend, aber virtuell. In einem Rundumprojektionsraum kann man es nicht nur als Ganzes anschauen, sondern man kann es mit einem Joystick drehen und bis auf einzelne Pinselstriche vergrössern.
Auch diverse Gemälde sind ausgestellt:

Wobei, wie wohl bei allen Schlachtgemälden, nicht die Abbildung der Wirklichkeit, wichtig ist, sondern die Aussage. So steht an der Wand neben diesem Bild der Spruch: Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Das ist richtig und zeigt auch, in welche Richtung die Kuratoren der Ausstellung arbeiten. Sie wollen auch in Erinnerung rufen, dass ein Krieg immer etwas schreckliches ist und dessen Heroisierung immer fragwürdig. 

Freitag, 10. April 2026

Auf und ab an Ostern

 Der Karfreitag war, wie schon beschrieben, Tag des Bieres und der Ostereier vor unserem Haus an der Sonne. Am Samstag huschte ich noch kurz in die Stadt für einen Einkauf und konnte feststellen, dass vor den Restaurants bereits alle Tische besetzt sind. Die Leute wollen endlich den Frühling geniessen. Das Sonntagsbier liessen wir trotz vorherigem Fest aber nicht ausfallen und so beruhigte ich mein "Schlechtes" Gewissen am Montag bei Kieser. Ich war nicht der einzige.
Am Dienstag kam der Dämpfer. Unser ältester Bierfreund war am Vortag gestorben. Kurz vor seinem 91. Geburtstag und gut zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau. J. und ich besuchten ihn fast jede Woche zu einem Bier - nun ist dieser Fixpunkt in unserer Agenda vorbei.