Als ich beim Luzerner Kunstmuseum ankomme, erklärt mir die Kassiererin, dass drei Viertel des Museums wegen Umbau geschlossen sind. Ok, für mich als Museumspassinhaber kein finanzieller Verlust und ich schaue mir das letzte Viertel an.
Der erste Raum gefällt mir. Dann kamen allerlei Installationen, die mich kalt liessen. Bis auf die letzte.Ein "Baum". Ein Konstrukt bestehend aus den Einzelteilen von Ikea-Möbeln, das Werk eines israelischen Künstlers. Ein Video zeigt, wie der Künstler den Baum auseinandernimmt und sukzessive die Möbel zusammenbaut. Ein Schaukelstuhl und ein Sonnenschirm, ein Tisch und ein Stuhl und schliesslich noch ein Hochbett. Vermutlich zum ersten Mal habe ich mir in einem Museum ein Video ganz angeschaut.Danach ging ich weiter, um mir das wohl berühmteste Ausstellungstück Luzerns anzuschauen: Das Bourbaki-Panorama. Der Eindruck, der das Panorama hinterlässt, lässt ich schwer in Fotos darstellen. Darum hier zwei Detailaufnahmen.Das Besondere an Panoramen ist ja, dass die Malerei im Hintergrund fast unbemerkt in die Requisiten und Figuren übergeht. So sind hier nur der Zaun, die Trommel und die Gewehre rechts echt. Ebenso wie diese Figurengruppe, die zeigt, wie die Zivilbevölkerungen die Soldaten verarztet und ihnen Essen bringt, in das Bild übergeht.





















