Montag, 20. April 2026

Zweimal Top20 (1/4)

 Vor einiger Zeit schlug Nachbar J. vor, wir beide sollten in Spotify eine Liste unserer Lieblingssongs machen: eine Top 20! Gute Idee dachte ich. Aber als ich begann und dann von über hundert Liedern zwanzig auswählen sollte beschloss ich, zwei Listen zu machen. Eine Englische und eine Berndeutsche. Hier präsentiere ich diese Listen und erzähle mal mehr, mal weniger zum jeweiligen Stück. Die ersten zehn:

4 Non Blondes - What's Up?

Dieses "yeah, yeah, yeah, yeah!" geht einem nie mehr ganz aus dem Kopf. So war es auch an einem Ländlerabend (!) in unserem Bergrestaurant. Ein junge Ländlergruppe spielte natürlich vorwiegend Volksmusik, aber auch bekannte Popsongs in ihrem Stil. So auch dieses Lied und alle sangen so wild mit, dass sie das Lied gleich zweimal wiederholten.

ABBA - Let the Music Speak

Dies ist kein Hitparadenstück, aber als ABBA-Fan sind mir auch die weniger bekannten Lieder wichtig. Gerade dieses Lied sagt, auf genau diese bombastische Art, wie ich es liebe, alles, was gesagt werden muss.

Al Stewart - Year of the Cat

Ein Stück, das gar nichts mit Katzen zu tun hat, mir aber trotzdem gefällt.

André Brasseur - Early Bird

In Wikipedia findet man einen anderen Satelliten als diesen, wenn man Early Bird sucht. Offiziell hiess er Intelsat I und startete 1965 in die Umlaufbahn. Ich habe eine gute Beziehung zu Satelliten, schliesslich bin ich im Jahr des Sputnik geboren und schaue seit dreissig Jahren Fernsehen über Satellit.

Annie Lennox - Walking on Broken Glass

Bei Eurythmics und Annie Lennox fragt sich, welches der vielen guten Lieder soll ich nehmen? Ich habe mich für dieses entschieden.

Beatles - When I'm Sixty-Four

Einfach süss, wie sich der junge Paul das Leben mit 64 vorstellte. Wie er wohl heute darüber denkt? Für ihn wäre es jetzt ein Rückblick. Für mich auch.

CCR - Hey Tonight

Es war, als ich noch ein Ostermundigen wohnte, an der Bieler Braderie. Das Lokalradio hatte einen Stand und am Freitag präsentierte der Präsentator von Oldie-Sendungen eine Musiknacht. Ich bleib die ganze Nacht bei ihm und wir plauderten während den Musikstücken miteinander. Als der Morgen anbrach, verabschiedete ich mich von ihm und bat ihn, mir ein Stück für die Heimfahrt zu spielen. So hörte ich dann im Autoradio seinen Abschiedsgruss und "Hey Tonight".

Cyndi Lauper - Time After Time

Ein schönes melancholisches Lied über Warten, Sehnsucht und vielleicht Erfüllung.

Don McLean - Vincent

Ich habe die längste Zeit "Story Night" verstanden und in Lied erzählt ja eine Geschichte. Erst viel später verstand ich: "Starry Night": die Sternennacht. Eines der berühmtesten Bilder von Van Gogh. Und jetzt wurde mir auch klar, warum das Stück "Vincent" heisst.

Ekseption - Sabre Dance

Eine meiner ersten LPs war eine von Ekseption. Ihre Pop-Klassik gefällt mir heute immer noch. 

Freitag, 17. April 2026

Klimazonen


 Nicht nur weltweit, sondern auch in unserer kleinen Schweiz. Diese Woche fotografierte ich diese Osterglocken in Bern. Bei mir oben geht es noch einige Zeit, bis sie kommen. Heute war ich in Lausanne und dort an der Promenade waren sie bereits verwelkt. 
Nächste Woche kann ich die Vegetation an der Adria untersuchen.

Donnerstag, 16. April 2026

Affig?

 

Am Donnerstag verabschieden wir uns ein zweites Mal von unsern Nachbarn. Sie geht noch an Krücken, aber beide sind wieder unternehmungslustig und haben es nicht mehr länger zuhause ausgehalten. Das Wetter gab ihnen recht: in Spanien ist es schöner.
Am Freitag besuchte ich ein zweites Mal die Ausstellung zur Murtenschlacht, die ich schon im Rahmen der Seniorenuni einmal gesehen habe.
Ein befreundeter Hobbybrauer verschickte per Whatsapp Werbung für einen Brauer in Steffisburg. Diesen suchte ich am Samstag auf und am Sonntag degustierten Nachbar J. und ich sein Sortiment. 
Seit längerem wieder mal auf Bücherschranktour war ich am Montag. Offenbar brauchen gerade viele Leute neuen Lesestoff. An beiden Schränken, die ich in Bern aufsuchte, waren schon Leute. So setzte ich mich erst auf eine Parkbank und wartete bis sich alle bedient hatten. 
Jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, freue ich mich bereits auf meine Ferien in Kroatien. Nächste Woche gibt es keinen aktuellen Bericht, sondern vorbereitete Artikel.

Dienstag, 14. April 2026

Saurier vor dem Haus

 

ein Brontosaurus, wenn ich mich nicht täusche...
Zur Zeit wird die Strasse zum Schulhaus (rechts unten) und der Platz davor neu gemacht. Gestern trat dieses Ungeheuer auf, fuhr zum Schulhaus hinauf und zurück und spuckte dann Bauschutt in den Vorderlader. Der Saurierhals ist also ein Förderband. Ob das Gerät selbst den Strassenbelag aufkratzt oder bereits aufgekratzten aufsaugt, konnte ich nicht feststellen. Jedenfalls war das Werk am Mittag schon getan und heute wurde geputzt. Der nächste Arbeitsgang dürfte der neue Belag sein.

Montag, 13. April 2026

Museum (14/50)

 Wie versprochen habe ich das Historische Museum in Bern noch einmal besucht, um mir die Sonderausstellung zum 650. Jahr der Schlacht bei Murten anzuschauen. Der Titel "Ausgeschlachtet" irritiert ein bisschen, wenn man das eigentliche Thema der Ausstellung nicht kennt. Gemeint ist die Art, wie in den letzten Jahrhunderten der Schlacht bei Murten gedacht wurde. 
Das wichtigste Beispiel dafür, ist das Murtenpanorama, das 1894 erstmals in Zürich ausgestellt wurde.

Einer der vier Stoffbahnen ist hier zu sehen, vor der Vergrösserung einer Skizze, die den Zürcher Heerführer Hans Waldmann zeigt. Diese Darstellung ist kein Zufall, denn die Zürcher waren die Hauptauftraggeber des Panoramas. 
Das Panorama ist zwar nicht physisch anwesend, aber virtuell. In einem Rundumprojektionsraum kann man es nicht nur als Ganzes anschauen, sondern man kann es mit einem Joystick drehen und bis auf einzelne Pinselstriche vergrössern.
Auch diverse Gemälde sind ausgestellt:

Wobei, wie wohl bei allen Schlachtgemälden, nicht die Abbildung der Wirklichkeit, wichtig ist, sondern die Aussage. So steht an der Wand neben diesem Bild der Spruch: Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Das ist richtig und zeigt auch, in welche Richtung die Kuratoren der Ausstellung arbeiten. Sie wollen auch in Erinnerung rufen, dass ein Krieg immer etwas schreckliches ist und dessen Heroisierung immer fragwürdig. 

Freitag, 10. April 2026

Auf und ab an Ostern

 Der Karfreitag war, wie schon beschrieben, Tag des Bieres und der Ostereier vor unserem Haus an der Sonne. Am Samstag huschte ich noch kurz in die Stadt für einen Einkauf und konnte feststellen, dass vor den Restaurants bereits alle Tische besetzt sind. Die Leute wollen endlich den Frühling geniessen. Das Sonntagsbier liessen wir trotz vorherigem Fest aber nicht ausfallen und so beruhigte ich mein "Schlechtes" Gewissen am Montag bei Kieser. Ich war nicht der einzige.
Am Dienstag kam der Dämpfer. Unser ältester Bierfreund war am Vortag gestorben. Kurz vor seinem 91. Geburtstag und gut zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau. J. und ich besuchten ihn fast jede Woche zu einem Bier - nun ist dieser Fixpunkt in unserer Agenda vorbei. 

Mittwoch, 8. April 2026

Museum (13/50)

In einem Museum findet man die künstlerische Darstellung von:

Alten Interieurs:


Modernen Exterieurs:



Lebenslust:



Horror:



Soweit kann ich meinen Besuch im Kunstmuseum Basel zusammenfassen. Etwas mager? Gut, es war ja nur eine Art Schnelldurchlauf. Obiges kann ich noch beliebig häufig anschauen. 
Nur noch bis August zu sehen ist die Sonderausstellung "The first Homosexuals". Schon der Titel schien mir komisch. War da nicht etwas mit den alten Griechen? Gemeint ist wohl eher die künstlerische Darstellung im 19. und 20. Jahrhundert. 
Kein Bild aus dieser Ausstellung, habe ich fotografiert, sondern eine Collage aus zwei Gemälden und einer Skulptur mit der Schauspielerin Sarah Bernhardt:

Auch wieder irritierend, denn es gibt keine Hinweise darauf, dass Sarah Bernhardt homosexuell war. Als Feministin hingegen könnte man sie bezeichnen. Sie war selbständig und unabhängig und der Spruch, den der Künstler unter die Collage gesetzt hat, ist vermutlich von ihr.
Ich werde also das Basler Kunstmuseum sicher noch einmal besuchen. Soweit mein Blick in die Zukunft - und das ist auch der Titel dieses Bildes von Ferdinand Hodler. Einen solchen haben die Basler natürlich auch.


Samstag, 4. April 2026

Osterbier

 

Auch diesen Karfreitag lud Nachbar und Hausbrauer J. zum Osterbier. Wir konnten sogar draussen an der Sonne trinken, umgeben waren wir aber noch von reichlich Schnee. Ab Sonntag bricht endgültig der Frühling aus und der Wechsel von weiss auf grün steht bevor.