tinuswelt
Sonntag, 24. Mai 2026
Pfingschte
... geit's am ringschte!
Zum Beispiel das Schreiben eines kleinen Multiwochenrückblicks. Da war die Woche, die ich in Kroatien verbrachte und den Blog mit Musiktipps fülle. Die Woche darauf musste ich waschen, Post erledigen und Podcasts nachhören. Am Wochenende waren die Solothurner Bier-Tage Trumpf. Die danach folgende Woche wiederum, schrieb und veröffentlichte ich den Reisebericht. Dann kam die ESC-Woche, die zusätzlich mit einem Schachturnier ausgefüllt war. Das Seniorenturnier 2, wie obiges Bild zeigt. Als Senior ging es letzte Woche weiter, auf zwei Exkursionen der Senioren-Uni.
Und jetzt also Pfingsten! Mal schauen, ob es wieder etwas geordneter zugeht. Online wie Offline.
Montag, 18. Mai 2026
ESC Nachwehen
Dass die Schweiz den Final nur knapp verpasst hat, habe ich schon erwähnt. Letztes Jahr hatte man als Gastgeber das Privileg direkt in den Final zu kommen. Dieses hatte dieses Jahr Österreich und landete auf den zweitletzten Platz. Schade, ich fand das Stück ganz witzig. Nur einen Platz besser war Deutschland. Nun, wer als Hundertster "fire" auf "liar" reimt, verdient keinen Spitzenplatz. Natürlich gab es noch mehr banale Texte. Nicht aber bei Kroatien. Es gehe um die Unterdrückung der Frau und die Gesichtsbemalung sei ein alter kroatischer Brauch, sagte unser Sven Epiney. Dass es um die Gefangennahme und Zwangskonvertierung junger Kroatinnen unter den osmanischen Besetzung ging, verschwieg er.
Dass aller guten Dinge nicht immer drei sind, musste Frankreich erfahren. Nach zwei Pop-Opern hatte das ESC-Publikum genug von diesem Stil und die tolle Sängerin Monroe musste sich mit dem elften Platz begnügen. Sie gehörte zum Favoritenfeld, auf das allesamt höher gewettet wurde, als auf Bulgarien. Wir in den deutschsprachigen Ländern jammern ja gerne: "niemand liebt uns". Abgesehen davon, dass das Blödsinn ist, hätte wohl ein Land mehr Grund das zu sagen: Israel. Aber sie haben neben den "Kritikern" auch eine grosse Unterstützer-Community. Vielleicht haben die fünf Boykottanten sogar geholfen, indem sie die grössten Anti-Israel-Gruppen beim Voting aus dem Rennen genommen haben. Noam Bettan sang von einer Michelle und einer zerbrochenen Liebe. Man kann den Namen der Frau aber auch durch jene der Boykott-Länder oder einfach durch "Europa" ersetzen.
Zum Schluss noch dies: Schweden auf den zwanzigsten! Ich habe die Sängerin und das Lied schon bei der Vorausscheidung nicht gemocht, darum erlaube ich mir ein kleines bisschen Schadenfreude.
Sonntag, 17. Mai 2026
Bangaranga
Ich habe mich sehr gewissenhaft auf den ESC vorbereitet, in dem ich obiges Buch gekauft habe. Weniger gut vorbereitet habe ich mich auf das Schachturnier, welches über die Auffahrtstage in Basel stattgefunden hat. Aber mit 2.5 Punkten aus 5 Partien bin ich zufrieden. Schliesslich bin ich am Freitag und am Sonntag wegen dem ESC ziemlich unausgeschlafen angetreten.
Die Preisverteilung beim Schach habe ich geschwänzt, beim ESC bin ich bis zuletzt drangeblieben. Das Voting war ja wirklich spannend. Und jetzt: Gefällt mir das Resultat?
Ja, durchaus. Vor allem die Bühnenshow der Bulgaren hat mich überzeugt. Was umgekehrt auch wieder ein Kritikpunkt ist. Das S in ESC steht schon seit längerem mehr für Show als für Song. Aber damit müssen wir als Zuschauer leben und die Teilnehmer erst recht.
Schade natürlich, dass die Schweiz nicht im Finale war. Da tröstet es nur wenig zu erfahren, dass nur wenige Punkte zum zehnten Platz im Halbfinale fehlten. aber Veronica Fusaro wird ihren Weg sicher auch so machen.
Samstag, 9. Mai 2026
Kroatien (6/6): Opatija und Heimreise
Am letzten Kroatien-Tag ging es wieder Richtung Opatija. Wir fuhren auf einer kurvigen Küstenstrasse, wo wir in erster Linie Motorrädern begegneten. In der Mittagspause in einem Küstendorf konnte ich mir endlich folgenden Wunsch erfüllen:
Tatsächlich hatte ich die ganze Reise lang keine Gelegenheit Cevapcici zu essen. Auch nicht beim letzten Abendessen im Hotel in Opatija - dafür gab es sehr gute Pizzen. Vorher gab es noch eine kleine Stadtführung, bei der man erfahren konnte, dass Opatija (zu deutsch Abtei), entstand, weil einst reiche Habsburger ihre Sommervillen hier aufstellten.
Weitere grosse Sprünge machten wir an diesem Tag nicht mehr, denn am Sonntag Morgen war Abfahrt um 7 Uhr angesagt. So waren wir trotz Stau am Gotthard um 19 Uhr in Luzern und ich war um 22 Uhr zuhause.
Freitag, 8. Mai 2026
Kroatien (5/6): Zadar
Auf dem Stadttor von Zadar thront der geflügelte Löwe, das Hoheitszeiten von Venedig, das fast vierhundert Jahre die kroatische Küste beherrschte. Andernorts wurde der Löwe entfernt. Nicht wegen Venedig, sondern weil Mussolini den Löwen auch als Symbol vereinnahmte.
Zum Schluss noch der Genuss:In einer engen Gasse von Zadar fand ich eine Kleinbrauerei. Dort genoss ich, unter Beobachtung vom Fenster gegenüber, ein dunkles IPA.
Donnerstag, 7. Mai 2026
Kroatien (4/6): Dubrovnik
Am Donnerstag ging es in die Stadt, deretwegen alle nach Kroatien reisen. Ja, wirklich alle! Aber zuerst geht es noch um eine Brücke:
Diese Brücke verkürzt den Weg von Dubrovnik zum Rest Kroatiens nicht nur nach Kilometern, sondern auch "politisch", denn an dieser Bucht liegt das Dorf Naum, welches zu Bosnien-Herzegowina gehört. Bis 2022 mussten Reisende dort zweimal eine Zollkontrolle durchgehen.Jetzt aber, wo "alle" hingehen.Auf dem Stadttor begrüsst der Heilige Blasius die Touristen. Dubrovnik hat einige grosse Plätze, wo gerade für den nächsten Volkslauf geworben wurde, aber in erster Linie enge Gassen. In der Oberstadt und in der Unterstadt. In der Hauptgasse hatte es "nur wenige" Leute. In der Hauptsaison sieht man wohl die Pflasterung kaum mehr.
Reisegruppen müssen sich allerdings anmelden und die Busse haben nur kurze Haltezeiten um die Leute ein- und aussteigen zu lassen.
Gerne hält man sich auch mal ausserhalb der Stadtmauern auf.Dubrovnik ist eine schöne mittelalterliche Stadt mit viel Geschichte und auch ein typisches Beispiel für den "Overtourism", der vielerorts zum Problem wurde. Und natürlich waren wir auch ein Teil davon.
Mittwoch, 6. Mai 2026
Kroatien (3/6): Trogir und Split
Am Mittwoch gab es gleich zwei Städte zu besichtigen. Zuerst Trogir, das auf einer kleinen Insel liegt, die aber heute durch ein Brücke mit dem Land verbunden ist. Auf dem Stadttor zum Land wacht der Stadtheilige St. Laurentius, an jenem zum Hafen hat es eine kleine Galerie. Diese diente Reisenden, die nach Torschluss ankamen, als Lager bis zu nächsten Morgen.
Trogis zeichnet sich, wie alle historischen Städte Kroatiens, durch seine engen Gassen aus, in denen man sich als Tourist auch mal verirren kann.Nächste Station war Split. Die heute zweitgrösste Stadt des Landes bestand einst nur aus dem Sommerpalast des römischen Kaisers Diokletian. Aus diesem besteht auch heute noch ein Teil der Altstadt.Wo einst der Kaiser seinen Auftritt hatte, wimmeln heute die Touristen herum. Diokletian importierte echte ägyptische Sphingen, von denen nur noch eine fast unbeschädigt erhalten ist. In den Palast hinein wurden in späterer Zeit noch heute bewohnte Häuser gebaut, die man bei Ausgrabungen berücksichtigen muss. Erst kürzlich wurde ein Mosaikboden freigelegt.
Auch eine Kathedrale wurden in den Palast eingebaut. Das achteckige Gebäude, einst als Mausoleum geplant, wurde in diese integriert.
Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir an der Makarska Riviera, eine Reihe von Badeorten zwischen Split und Dubrovnik. In dieser Nacht konnten wir auch noch die Bora geniessen, einen kräftigen kalten Nordwind. Die Warnung im Hotelzimmer, keine Wäsche auf dem Balkon aufzuhängen, war nicht unbegründet.
Dienstag, 5. Mai 2026
Kroatien (2/6): Krka Nationalpark und Sibenik
Nach dem grossen Wasserfall gestern, gab es heute viele kleinere im Nationalpark des Flusses Krka.
Die Krka ist einer der vier Flüsse Kroatiens, der das ganze Jahr Wasser führt. Auch in diesem Park ging es auf Holzstegen rund um die Wasserfälle herum. Nebst dem Wasserrauschen hörte man an ruhigeren Orten viel Frösche quaken, denn ja, es ist Frühling. Der Blick von oben zeigt ein neueres Kraftwerk. Leider hinter den Bäumen ist eines der ersten Wechselstromkraftwerke Europas, initiiert von keinem Geringeren als Nikola Tesla.Der Nachmittag gehörte dann der Stadt Sibenik. Anders als andere kroatische Städte steht sie nicht auf griechischen oder römischen Ruinen, sondern wurde erst im Mittelalter gegründet. Die Venezianer hingegen liessen ihre Spuren hier. Z.B. mit dem venezianischen Rathaus (heute ein Restaurant) gleich geben der Kathedrale.Der Schutzheilige der Stadt, der Erzengel Michael, ist nicht nur auf der Kathedrale, sondern auch ein den engen Gassen zu finden. Ebenso andere Bewohner der Stadt.



















