Samstag, 31. Dezember 2011

Prost 2012!

Ein Hoch auf alle Läufer, Bischöfe und Narren. Diesen und auch allen anderen wünsche ich: Es guet's Nöis!

Freitag, 30. Dezember 2011

Blog und Konsorten

Einen Vorsatz, den ich mir dieses Jahr gefasst habe, habe ich geheimgehalten. Er betrifft meinen Blog. Ich habe mir vorgenommen, an 2 von 3 Tagen einen Artikel zu veröffentlichen. Gerundet heisst das: 240 Artikel. Und genau diese Anzahl erreiche ich mit dem morgigen Silvestergruss.
Sicher war das Ziel ambitioniert. Aber der Blog ist das Zentrum meiner Tätigkeit in den Social Media und er soll leben. Manchmal habe ich bei der Vermehrung der Artikel auch ein bisschen nachgeholfen und ein Thema über mehrere Artikel gestreut. Das hat aber auch den Vorteil, dass die einzelnen Artikel nicht zu lange sind. Ich merke selbst, dass mir lange Artikel zu lesen, besonders wenn sie viele Informationen enthalten, Mühe macht. Ausserdem sind solche Artikel schwer zu kommentieren, weil man nicht weiss, auf welchen Punkt man eingehen soll. So bleibt meine Devise - kurze Artikel zu möglichst nur einem Thema. Und dieses Thema ist auch weiterhin meistens ein Aspekt aus meinem Alltag.
Ich tummle mich auch noch auf anderen Plattformen. Zu viele! So werden einige meiner Konten nur noch als Platzhalter dienen, z.B. auf Dailybooth und Formspring. Auch auf Google+ verhalte ich mich eher passiv, obwohl ich es ursprünglich sehr gelobt habe. Aber ich habe dort fast diesselben Kontakte, wie auf Twitter, wo ich mässig aktiv bin. Wirklich andere Leute, aus Verwandschaft, Bekanntschaft und Hobbies, finde ich nur auf Facebook. Darum ist Facebook, Kritik hin oder her, für mich das wichtigste Medium, neben dem Blog.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Janus' zweites Gesicht

Im vorherigen Artikel habe ich mit Janus' erstem Gesicht, jenem das zurückschaut, geschrieben. Jetzt widme ich mich dem Blick nach vorne.
Zwei Unternehmungen des nächsten Jahres sind bereits vorbereitet.
Im Februar beginne ich einen Zeichenkurs. Ich war nie ein guter Zeichner und habe mich davon auch immer fern gehalten. Darum möchte ich mich wieder auf dieses Gebiet wagen und - wer weiss - meinen Blog auch mal mit eigenen Skizzen verschönern.
Gebucht ist auch bereits meine nächste Auslandreise. Eine Studienreise durch Israel. Von der Weltgegend her ein Premiere für mich. So wird diese Woche im März sicher eine der interessantesten des nächsten Jahres.
In vielem wird aber das kommende Jahr dem vergangenen ähneln. Weiter 80% arbeiten und in der Freizeit laufen, schwimmen, Schach spielen, Bier brauen und trinken. Und falls wider Erwarten die Welt doch am 21. Dezember untergeht, werde ich ohne Reue sagen: Es war gut so!

Die Welt geht natürlich nicht unter! Vor allem jetzt nicht, wo mein Bier endlich eigene Etiketten hat. Darum schenken wir ein und freuen uns aufs neue Jahr.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Das Jahr im Rückspiegel

Gemeint ist nicht der Rückspiegel, den ich Anfang Jahr abgemurkst habe, sondern der Rückspiegel im Kopf, der das vergangene Jahr noch einmal zeigt. Kein spektakuläres, aber ein schönes Jahr.
Ich präsentiere meinen Jahresrückblick diesmal monatsweise gescheibelt:
Januar
Das Jahr begann gemächlich. Ich wusste noch nicht viel darüber, was es bringen könnte. Ein Termin war schon sicher: Treberwurstessen. Daneben braute ich mein zweites Bier und war zur Urne gerufen, wie man so schön sagt. In Wirklichkeit war es der Briefkasten im Gemeindehaus, wo ich meine Stimme für die Ständeratsersatzwahl abgab.
Februar
Zu besagten Wahlen gab es einen zweiten Gang und der fiel nicht nach meinem Gusto aus. Gleich einige Premieren unternahm ich. Ich war erstmals in Einsiedeln, um das Kloster anzuschauen, ich liess mir ein Paket nach Konstanz schicken, um es dort abzuholen und buchte eine Ferienwohnung in einer Grossstadt - in Berlin.
Nebenbei begann ich Buslinien mit der Nummer 31 zu erforschen.
März
Frühling ward's! Und um auf meine Frühlingsspaziergängen bessere Bilder machen zu können, kaufte ich mir einen neuen Fotoapparat.
April
Vom Bodensee zum Genfer See wandern? Klar doch, auf der Mittellandroute! Nicht am Stück, aber in 18 Tagesetappen. Dieses Projekt startete ich in diesem Monat und der neue Fotoapparat war natürlich auch dabei. Darum reaktivierte ich mein brachliegendes Flickr-Konto.
Mai
Ein ereignisreicher Monat! Zuerst meine Woche in Berlin, die ich sehr genossen habe. Es hätte auch ein Monat sein dürfen. Aber auch zuhause war ich umtriebig. Die Wanderung durch die Schweiz ging weiter und der Berner Grand-Prix - für mich der Altstadtgrandprix - fand statt.
Juni
Ich befasste mich intensiv mit einem Buch über 101 Dinge, die man angeblich im Leben tun sollte. Ich kommentierte das Ganze ausführlich und nahm auch einige Inspirationen daraus. Eine Bücherliste zum Beispiel. Einen Tagesausflug nach Vaduz unternahm ich einfach so, um die Liste der bereisten Länder zu vervollständigen.
Juli
Mein Geburtstagsmonat und auch der, indem sich jeweils die Vertragsunterzeichnung zu meiner ersten Wohnung im Diemtigtal jährt. In diesem Jahr zum zwanzigsten Mal. Das war für mich Grund genug, für einen zufriedenen Blick zurück. Weitere Highlights waren der Tweetup in der Abfallverwertungsanlage in Thun und die Jahresversammlung unseres Biervereins.
August
Dieser Monat ist eher von dem geprägt, was ich nicht getan habe. Ich ging nie laufen und nur selten schwimmen - trotz Schwimmbad-Abo. Ein sportlich unternutzter Sommermonat - das ärgert mich nachträglich immer noch.
September
Langsam beginnt wieder die Lesezeit. Ich besorgte mir einige Bücher meiner Liste und begann damit. Gelesen, d.h. vorerst mal angeschaut habe ich mir die Wahlplakate und einige davon auch in meinem Blog besprochen.
Oktober
Endlich die Wahlen. Ich habe mich mit Smartvote vorbereitet und eine Liste von Hand ausgefüllt und dies auch dokumentiert. Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Resultat.
Erstmals habe ich es gewagt einen Tweetup auszurufen in Form einer Wanderung - einer Etappe meiner Mittellandroute. Zwei Mutige kamen mit, trotz Regen.
November
Noch mehr Bücher und das erste Fondue. Und die erste Erkältung, die mir bis Weihnachten erhalten blieb.
Dezember
1. Weihnachtsessen - 2. Weihnachtsessen - 3. Weihnachtsessen ... und das Essen an Weihnachten natürlich. Wenn man schon übers Jahr zugenommen hat, kommt es darauf auch nicht mehr an.
Wo die Strasse hinführen soll, davon berichte ich im nächsten Artikel.


Dienstag, 27. Dezember 2011

Strassenstars

Gerne lästert man ja darüber, wie schlecht das Fernsehprogramm ist. Und je mehr Sender man empfängt, desto unzufriedener ist man. Es ist die Ernüchterung, dass das Mehr nur ein mehr desselben ist. Aber manchmal ist es doch eine Freude, einen Sender, der einen sonst überhaupt nicht interessiert, zu empfangen. Was sollte mich schon dazu bringen, hessisches Fernsehen zu schauen. Wenn nicht diese Sendung wäre: Strassenstars. Drei Personen werden auf der Strasse Fragen gestellt und drei lokale Promis im Studio müssen herausfinden, was sie gesagt haben. Das ganze ist recht witzig und bestechend einfach. Ich wundere mich, warum unser Heimatsender sich dieses Konzept noch nicht abgeschaut hat. Moderatoren, die dumme Fragen stellen können, habe wir ja genug.
Wie dem auch sei. Jeden Sonntag Abend - die Sendung kommt meistens kurz vor Mitternacht - stelle ich mein Empfangsgerät auf Aufnahme und schaue mir die Sendung um Laufe der Woche mal an. Wenn das Gerät versagt, wie dieses Wochenende, kann man die Strassenstart auch im Internet noch anschauen.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Samstag, 24. Dezember 2011

Schwarz und Weiss

Nein, diesmal geht es nicht um Schach. Schwarz ist das Weihnachtsbier unseres Bierklubs, das gestern Abend ausgeschenkt wurde. Es passt zu den langen Nächten und ist dezent weihnachtlich gewürzt. Für Schwarzbierverächter gab es eine Alternative, wie man auf dem Bild erkennen kann. Für Süsses und Nussiges war ebenso gesorgt.
Die gestrige Runde widerlegte das Vorurteil, dass Bier trinken Männersache sei. Im Verhältnis 5:4 waren die Geniesserinnen in der Mehrheit.
Weiss präsentiert zur Zeit sich die Landschaft - zumindest bei mir oben. Es will gar nicht mehr aufhören zu schneien. Mehr als einen kurzen Abstecher in unser neu eröffnetes Quartierlädeli werde ich nicht machen. Heute heisst es bei mir tatsächlich "Stille Nacht". Weihnachten ist erst morgen.

Freitag, 23. Dezember 2011

Hafenkran oder -käse

Die Meldung des Donnerstags war, dass das Zürcher Stadtparlament einem Kredit von 600'000 Franken zugestimmt hat, um im Jahr 2013 einen Hafenkran an die Limmat zu stellen. Als Bewohner eines Kantons, der viel Transferzahlungen erhält, will ich mich nicht darüber auslassen, wofür die reichen Zürcher ihr Geld ausgeben. Wenn der Kran ein Jahr lang genügend Neugierige aus dem In- und Ausland anlockt, könnte sich das Ganze sogar lohnen.
Was mich interessant dünkt, ist, dass dieser wirtschaftliche Aspekt anscheinend erst jetzt zur Sprache kam. Vorher waren die Begründungen für das Projekt eher künstlerischer Art. Es lasse den Betrachter von der weiten Welt träumen, zum Beispiel. Wobei - ein Kran ist doch für den Warenverlad geschaffen. Wenn ich einen Zug sehe, dann sind es ICE und TGV, die mich vom Reisen träumen lassen und nicht Güterzüge. Am abwegigsten fand ich jedoch den Spruch: "Hier war mal Meer".
Nicht dass das falsch wäre. Es gibt kaum einen Flecken Erde, wo nicht einmal Meer gewesen wäre. Nur, als in der Schweiz noch alles Meer war, also vor der Alpenfaltung, befand sich die Küste und somit ein hypothetischer Hafen mit Kran etwa am Südrand des Schwarzwaldes. Der Kran hätte auch nicht überlebt, denn er wäre in den folgenden Eiszeiten von den Gletschern verraspelt worden.
Aber jetzt bin ich doch noch auf den Trick der Künstler hereingefallen und habe meine Phantasie mit mir durchgehen lassen. Na denn! Im Jahr 2013 nach Zürich fahren und über den Hafenkran staunen und lästern - denn dazu ist er ja da.

Bildmontage aus diesem Artikel aus der NZZ. Den Titel hat die NZZ in einem früheren Artikel auch schon verwendet. Aber er ist einfach zu naheliegend, um nicht darauf zu kommen.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Wegelagerer

Das war lustig gestern. Lag tatsächlich ein Baum auf meinem Weg zur Einstellhalle. Schade, dachte ich, habe ich den Fotoapparat nicht dabei - mein iPhone hat keinen Blitz. Notfalls gäbe es noch einen anderen Weg, aber ich fand eine günstige Stelle, um über den Stamm zu steigen.
Heute nahm ich spasseshalber den Fotoapparat mit, denn "wer weiss". Tja, wer weiss:

Morgenüberraschung
Das fand ich etwas weniger lustig. Dieser Baum liegt auf der Zufahrt zur Einstellhalle - resp. Wegfahrt ohne Alternative. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als wieder nach Hause zu gehen (auf diesem Weg ist der Baum weggeräumt). Es wird noch einige Zeit gehen, bis der Wegmeister mit der Motorsäge kommt. Genug Zeit um zu frühstücken und einen Blogartikel zu schreiben.
Der kürzeste Tag wird heute auch im Büro etwas kürzer.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

(Un-)verwechselbar

Mein Lieblingswitz über mein Auto ist, dass ich es jeweils nicht mehr erkenne, wenn es aus dem Service kommt - weil sie es dort gewaschen haben. Auch neige ich dazu, beim Autokauf Modelle und Farben zu wählen, die nicht gerade selten sind, so dass ich auch schon suchend auf Parkplätzen herumgeirrt bin. Darum ist es ein praktischer Zufall, dass der Vorbesitzer meines jetzigen Wagens eine Anhängerkupplung montiert hatte. Die brauche ich zwar nicht, fällt aber mit dem weissen Gummiball als Schutz auf, wenn er in einer Reihe mit ähnlichen Fahrzeugen steht.
Ein ähnliches Problem hatte ein Kollege vor langer Zeit damals in Biel. Wir halfen beide bei einer Veranstaltung des Schachklubs im damaligen Carrefour im Brüggmoos. Als der Laden geschlossen wurde, blieben wir noch zum Aufräumen. Damals war die Gegend noch nicht mit dem Bus erschlossen und ich war froh, dass mein Kollege mich in die Stadt fahren würde. Jetzt, wo der Parkplatz fast leer sei, meinte er, werde er sein Auto - einen weissen VW Golf - sicher leicht finden. Tatsächlich standen kaum ein Dutzend Autos noch auf dem grossen Parkplatz. Aber sicher vier davon waren weisse Golf!
Wir fanden seinen Wagen trotzdem...

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ostalgie

Sollte ich einmal alt werden, habe ich mir gedacht, möchte ich wieder in der Stadt leben. Am liebsten in Bern. Hier bin ich ja arbeitshalber fast jeden Tag. Das heisst, ich bin in Ittigen und häufig auch an meinem vorherigen Wohnort, in Ostermundigen. Wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre, fahre ich abends meistens einen Bogen via Migros Ostermundigen und kaufe dort ein und gönne mir manchmal noch einen Feierabendkaffee. Wahrscheinlich kaufe ich mir auch noch ein Zehnerabo für das Time-Out um dort mein Lauftraining auf dem Laufband wieder aufzunehmen. Dieses Laufband ist genau hinter dem Fenster, das man auf dem Bild sieht. Bei dieser Gelegenheit werde ich sicher wieder zurückdenken wie ich vor über zwanzig Jahren regelmässig dort war und mich in Sprudelbad und Sauna entspannte.

Sollte ich Ostermundigen als Alterssitz wählen? Ich kenne mich dort aus und habe viele positive Erinnerungen. Auch der Weg ins Stadtzentrum ist nicht weit. Die Ostermundigen-Nostalgie könnte jedoch auch von Nachteil sein. Gewöhnte ich mich erst mal daran, würde ich merken, dass es auch nur ein Agglo-Dorf ist und wäre vielleicht enttäuscht. Aber keine Panik - bis zu dieser Entscheidung geht es noch ein paar Jahre!

Montag, 19. Dezember 2011

Wer sagt denn...

Alpakas in Gachnang

...dass es immer eine Katze sein muss, wenn einem nichts in den Sinn kommt? Lamas - pardon - Alpakas gehen doch auch!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Neujahrskarte

Ich habe eine Neujahrskarte bekommen. Eine handgeschriebene Neujahrskarte! Aber nicht im Briefkasten - d.h. schon im Briefkasten, aber im elektronischen. Es war eine Mail mit Anhang und dieser war eben ein Faksimile der handgeschriebenen Karte. Ein paar Sätze zum vergangenen Jahr und die besten Wünsche für das nächste. Der perfekte Kompromiss zwischen der einheitlichen E-Mail und dem individuellen Brief, der Porto kostet und den Krampf in der Hand gibt.
Das wirft bei mir die Frage auf, wie ich verfahren soll. Nun, auf Handschrift werde ich verzichten, denn ich kann meine Schrift meist nach fünf Minuten selbst nicht mehr lesen. Ich werde wohl am Silvester einen Blogartikel in dieser Art schreiben und ihn dann noch per E-Mail verschicken. Statt Handschrift gibt es dann ein selbst gemachtes Bild.

Samstag, 17. Dezember 2011

Frühstückskerze

Warum nicht mal zum Frühstück eine Kerze anzünden, habe ich mir gedacht. Draussen ist es düster, nur der Schnee hellt die Szenerie etwas auf. Ich habe kaum fertig gegessen, geht das Radio aus. Stromausfall. Eine Stunde später merke ich, dass es langsam kühler wird. Klar, auch die Heizung, resp. die Umwälzpumpe braucht Strom. Was, wenn das noch lange geht? Ich habe zwar einen Holzofen, aber kein Brennholz vorrätig.
So mache ich mich - Unlust hin, Neuschnee her - auf in die Stadt. Unlust ist noch wenig gesagt. Als ich im Coop eintreffe, bin ich richtig übel gelaunt. Da hilft nur ein Spaziergang und anschliessend Kaffe und Kuchen im Coop-Restaurant. Wieder gut gelaunt kaufe ich ein paar Sachen ein und natürlich eine Kiste Cheminée-Holz.
Zurück zu Hause brennt das Licht und auch die Heizung wirkt wieder. Macht nichts. Das wird mich nicht daran hindern, wieder einmal den Ofen einzufeuern!

Freitag, 16. Dezember 2011

Die Chronik


Das ist sie also. Die Facebook-Chronik. Ich muss zugeben, sie sieht gut aus. Darum habe ich sie auch eingerichtet. Besonders gefällt mir die Sache mit dem Titelfoto. Manche wählen ihre Familie, andere ihr Hobby - ich habe das Ausflugsziel jeden Bielers gewählt: Die St. Peters Insel.
Darunter sind, zweispaltig, alle Einträge in chronologisch umgekehrter Reihenfolge zu sehen. Dank einem Menu in der Seitenleiste kann man ein Jahr und einen Monat direkt anwählen. Die Chronik "endet" mit der Geburt, wo man noch ein Babyfoto anfügen kann. Das werde ich aber sein lassen, wie ich auch sonst die Vor-Facebook-Zeit nicht gross ergänzen werde. Das eine oder andere vielleicht. Denkbar wäre, dass ich das Reisetagebuch vom Blog nach Facebook transferiere.
Wer von meinen Bloglesern jetzt meine Seite aufruft, sieht aber vielleicht nicht sehr viel, denn die meisten FB-Posts sind "nur für Freunde". Vielleicht öffne ich den einen oder anderen Artikel noch.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Quizwissen

Ich gebe es zu, ich bin ein Fan von Ratespielen, besonders im Fernsehen. Ich schaue fast jeden Montag "Wer wird Millionär" mit Günther Jauch. Neuerdings wird diese Sendung von "Die Millionenfalle" auf SF1 konkurrenziert. Interessant an dieser Sendung ist, dass die Kandidaten nicht die Million Schritt um Schritt anstreben, sondern mit der Million beginnen und ihr Guthaben auf die Antworten setzen müssen.Wenn sie auf mehrere Antworten setzen, verlieren sie entsprechend.
Ich freue mich mit denen, die Geld mit nach Hause nehmen können, kann mich aber der Schadenfreude nicht erwehren, wenn jemand allzu selbstsicher auf die falsche Antwort setzt und alles verliert. Letzteres gab es gestern zwei Mal.
Erst zwei junge Frauen." Wo liegt der Flughafen mit der Abkürzung 'BRN' ?". Sie teilten ihren Einsatz auf Berlin und Bremen auf. Bern kann es nicht sein, meinte die eine, denn der liegt ja in Belp. Vielleicht müsste man in diesem Fall sagen, sie wusste zuviel über Bern und zuwenig über die anderen Städte. (Die vierte Auswahl war Barcelona.)
Weiter ging es mit einem Pensioniertenpaar. Wenn man mich fragte, wer sich besser in biblischen Geschichten auskenne, Alte oder Junge, würde ich klar auf die Alten tippen. In diesem Fall lag ich falsch. "Wer oder was waren Sodom und Gomorrha?". Die beiden tippten auf alles ausser dem Richtigen. Das erste, was die Frau sagte, war: "Städte sind es nicht!" Ich sagte dazu: "Weg ist das Geld".
Nicht um eine Million, sondern ums Bier ging es bei mir zu gleichen Zeit. Ich füllte das Kriek - das Kirschenbier - ab. In fünf Wochen weiss ich, ob es gelungen ist.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Zwei von Fünf

Ja, es ist wahr. Ich war an einem Fussballmatch. Irgendwie geschah es, dass ich A. versprach, mit ihm den ersten Match im neuen Stadion des FC Thun gegen YB zu besuchen. Die erste Erkenntnis war: Thun ist teuer! Viele Wochen vor dem Match konnte A. nur noch Tickets für 70 Franken ergattern. Aber er erwischte den perfekten Ort, direkt über dem Raubtiereinlass. Dort wo keiner vor einem aufstehen kann oder gar eine Fahne vor die Nase halten. Und der erste Anblick war dieser:

Das gute an einem solchen Platz ist auch, dass man die Spieler nicht nur als bunte Figürchen sieht, sondern sie auch an ihren Köpfen erkennen kann - resp. könnte, wenn man sie kennte. Die "Stimmung" in den sogenannten Fansektoren jedenfalls kann mir gestohlen bleiben. Ich brauche keine Gesänge, keine Fahnen und vor allem keine Fackeln. Ich erinnere mich noch - lange ist's her - an einen Match, der 1:0 ausging. Das Tor sah ich hingegen nicht, denn bei jedem Angriff wurden die Fahnen geschwenkt. Darum darum zog ich Eishockey vor, denn da gab es mehr Tore.
Bei diesem Match war es nicht nur so kühl, wie im Eishockeystadion, es gab auch ähnlich viele Tore wie dort: Fünf. Drei wurden aberkannt, so das der Match 1:1 ausging, aber ich konnte alle Tore sehen. Ich spielte in unserer Gruppe unter vier Bernern den Advocatus diaboli und bejubelte Thun, wenn auch nur zurückhaltend. Nicht weil ich Angst vor den anderen gehabt hätte, sondern weil es nicht meine Art ist. Meine Art ist hingegen ein gewisser Optimismus. So sagte ich: " Wir marschieren in die Stadt. Ist ja nur ganz kurz" und "Wir finden problemlos noch Platz für fünf in einem Restaurant". Nun, der Marsch erschien den anderen nicht so kurz und Platz gesucht haben wir auch eine Zeit lang. Aber wer zwei Stunden lang auf einem kalten Stuhl sitzen kann, der hält auch das aus!

Freitag, 9. Dezember 2011

Shit happens

Sollte der Herr Walter am Mittwoch doch nicht gewählt werden, dann könnte man ihm ja ein paar Flaschen dieses Biers schenken. Vielleicht wäre ihm das trotzdem kein Trost, nicht nur der "h"s zuviel wegen, sondern auch weil der Brauer aus dem gleichen Kanton kommt, wie die ungeliebte Bundesrätin.
Hiermit wären wir bei den Thuner Heimbrauern. Letzten Dienstag war wieder Stamm und wir werden immer mehr. Wieder wurde fleissig mitgebrachtes Bier degustiert. Mir, als Liebhaber und neuerdings auch Hersteller von Fruchtbieren, schmeckte ein mit Dörrzwetschgen aromatisiertes Bier besonders gut.
Mein nächstes Produkt wird im Januar trinkfertig sein - diesmal wieder mit Orangen, denn Zitrusfrüchte verwende ich besonders gerne. Das Kriek, also das Kirschenbier, ist aber auch schon im Gärfass.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Was ist das?

Das sollen die Napoleonischen Soldaten gefragt haben, wenn sie in Deutschland Häuser mit Dachluken sahen. Sie nahmen dann aber nicht "le dachfenêtre" mit nach Hause, sondern die Frage wurde zur Bezeichnung der unbekannten Objekte: "Le vasistas!"
Erstmals auf freier Wildbahn habe ich dieses Wort im Schachunterricht mit welschen Junioren gehört. Einer kommentierte seine Züge und kam zum Schluss, er müsse jetzt "... ouvrir un vasistas". Was es mit diesem Fensterchen auf sich hat, sieht man hier:

Ist in dieser Position Weiss am Zug, kann er mit dem Turm den schwarzen König schachmatt setzten. Der König hat kein Fluchtfeld. Dies nennt man Grundlinienmatt. Zieht hingegen Schwarz, kann dieser dem weissen König auch Schach bieten, aber der Weisse kann in die Luke fliehen. Es ist darum klug, wenn der König alleine auf der Grundlinie steht, ein Vasistas zu öffnen.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Nicht erschrecken ...

... du hast jetzt Windows 2010! Das hat mir der Kollege auf einen Zettel geschrieben, den er mir auf die Tastatur gelegt hat. Die Warnung war berechtigt, denn die Applikationen befremden ein bisschen in ihrem neuen Design. Alles ziemlich blass und im doppelten Sinne gräulich. Natürlich sind auch die Befehlsbalken neu angeordnet, so dass man die bisher bekannten Funktionen wieder suchen muss. Wenigstens heissen sie nicht anders. Aber wie sagt man so schön: Man gewöhnt sich an alles! Die Chance ist hoch, dass ich nicht mit dieser Windows-Version pensioniert werde.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Nächste Nummer: Die Vierzehn!

Die Mehrzweckhalle ist festlich geschmückt. Auf der Bühne sitzt der Gemeinderat in copore. Man hat sich nicht lumpen lassen und eine ehemalige Fernsehansagerin engagiert. Im glitzernden Abendkleid steht sie neben der Lostrommel. Der Gemeindepräsident liest von der Liste die Namen ab: Haus Alpenrose, Haus Arabella, Haus Aurora .... die Unverwüstliche zieht Nummer um Nummer. Es ist schon spät, als man sich dem Ende des Alphabets nähert. Haus Travertin! Das mit den Bierbrauern, könnte der Präsident noch sagen - aber er weiss nichts davon oder ist zu müde noch mehr zu sagen. Er liest die gezogene Nummer: Vierzehn.
Fertig geträumt! Die Hausnummerierung im Diemtigtal dürfte sich bedeutend nüchterner zugetragen haben. Da hat der Gemeinderat, oder eine Subkommission mit dem Farbstift die Ortsteile markiert. Hier dies, hier das und hier Allmiried. Unserem Haus die 14 zugeteilt. So habe ich nach meinem Wegzug aus Ostermundigen nicht nur die Höhe (von 557m auf 1060m), sondern auch die Hausnummer verdoppelt (von Bahnhofstrasse 7). Lieber hätte ich ja einen richtigen Strassennamen gehabt, schliesslich werden wir ja von der Bühlstrasse erschlossen. Aber ein Bühl gibt es wortwörtlich an jedem Hügel. Und wenn ich bedenke, dass die Tennishalle auf der Wagewäge steht ... da ist mir Allmiried doch lieber.
Die Adressänderung wird am 1. Juni 2012 gültig und ich muss mich mal schlau machen, wem ich das alles mitteilen muss.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Comicträume

Wie vor einer Woche angekündigt, habe ich das Comic "V for Vendetta" gelesen. Die Geschichte handelt von einem faschistischen England, das einen 3. Weltkrieg überstanden hat. V ist ein Rächer in der Verkleidung von Guy Fawkes und er tut, was dieser nur geplant hatte: Er sprengt das englische Parlament. Den Rest der Geschichte gibt es, wie so vieles, bei Wikipedia.
Der Stil des Comics ist eher düster und erinnert an die Filme aus den 50-er, 60-er Jahren. Es wurde aber 1988 gezeichnet und handelt in den 90-er Jahren. An die Moderne erinnern nur die allgegenwärtigen Überwachungskameras, sonst könnte die Geschichte tatsächlich in den Sechzigern handeln. Wer denkt, Comics seien eine einfache Lektüre, dürfte bei diesem seine Meinung ändern. Nebst der Hauptgeschichte gibt es Rückblenden, Traumbilder und gedankliche Abschweifungen. Und es ist fast immer Nacht. Das macht es schwer, die Personen auseinander zu halten - genau so, wie bei einem alten Film. 
In der Bloggerwelt gibt es auch Comic-Blogs. Blogs, die von Comics handeln, aber auch Blogs, die in Comic-Form geschrieben werden, resp. gezeichnet. Das Tolle daran ist, die Blogger können so Geschichten illustrieren, von denen es sonst keine Bilder gibt. Alles und jedes fotografieren ist auf Dauer mühsam, wenn man nicht Profi ist und die Sache mit dem Persönlichkeitsschutz käme auch noch dazu. Zeichnet man seine Erlebnisse hingegen als Comic, kann man genau das darstellen, was man will und die beteiligten Personen kann man karikieren oder ihnen neutrale Gesichter geben. 
Der langen Rede kurzer Sinn: Ich mache einen Versuch. Nicht heute oder morgen. Aber ich habe mich bei einem Zeichenkurs angemeldet. Sollte es mir dann gelingen, einigermassen realistische Figuren zu zeichnen, will ich versuchen auf diese Weise ab und zu einen Blog-Artikel zu illustrieren. Ein bisschen Angst vor dem eigenen Mut habe ich dabei schon, aber etwas Schlimmeres, als dass es nicht gelingt, kann mir ja nicht passieren. 
Noch mal zu "V for Vendetta". Wie jedes gute Theaterstück, hat auch dieses seine Monologe:

V steht vor einer Statue der Justizia und erklärt ihr, wie er sie einst geliebt habe. Dann hat er aber die Ungerechtigkeit erlebt und ist enttäuscht von ihr. Zum Abschied gibt er ihr ein Geschenk - ein Sprengstoffpaket. Wir werden von Justizia auch manchmal enttäuscht. Aber im Grossen und Ganzen denke ich, dass wir bei uns gut mit ihr leben.
Nachtrag: Wenn man schon die Justizia lobt ... Der Jurist hat gleich interveniert und mich darauf aufmerksam gemacht, dass es Persönlichkeitsschutz heisst und nicht Personenschutz.