Es war eine Busreise mit Anfang und Ende in Dublin, wo auch die erste und die letzte Uebernachtung war. Die Koffer ausräumen musste man dazwischen aber nur noch einmal, denn vier Uebernachtungen waren im Städtchen Tralee, welches auf der Karte eingekreist ist.
Das Programm:
1. Fahrt von Dublin via die Cliffs of Moher (nicht auf der Karte) nach Tralee.
2. Rundfahrt Dingle-Halbinsel.
3. Ring of Kerry.
4. Garinish Island und Killarney.
5. Fahrt via Rock of Cashel und Kilkenny nach Dublin mit Besichtigung der Guiness-Brauerei.
Mittwoch, 28. August 2024: Dublin
Es geht
nach Kloten und dort in ein Flugzeug mit einem Kleeblatt auf dem Heck.
Eines der Aer Lingus, das die Schweizer Reisegruppe nach Dublin bringt.
Dort lernen wir unseren Bus und unseren Busfahrer kennen, der uns durchs
Land fährt. Zuerst gab es aber eine Rundfahrt durch Dublin.
Irland heisst auf Irisch "Eire" und die Pflege dieser keltischen Sprache ist überall präsent. So auch auf diesem Wegweiser:
Und schliesslich: Sobald ich mich von der Gruppe entferne, lande ich schnell mal vor einem Bier. Nicht etwas dem, das auf dem Bierdeckel steht, sondern eines aus einer Dubliner Brauerei, wie mir der Barkeeper versicherte.
Donnerstag, 29. August 2024: Cliffs of Moher, Shannon, Tralee
Heute verliessen wir Dublin. Hatten wir dort noch eine
einheimische Stadtführerin, waren wir ab jetzt ganz in den Händen des
Schweizer Reiseleiters mit Namen Walter Sommer. Während der langen Fahrt
von der Ost- an die Westküste der Insel informierte er uns über diverse
Aspekte Irlands.
Als kleines Extra zum Programm, machten wir bei einem Grabmal aus der Neusteinzeit Halt:
Die Fahrt der Küste entlang nach Süden, führte durch malerische Fischerdörfer, die heute aber eher Feriendörfer sind. Sie haben kaum eigene Infrastruktur, weil die Jugend in die Städte zieht und nicht mehr zurückkommt.
Schliesslich wurde noch eingeschifft auf eine Autofähre, die über den Shannon übersetzte, wobei der Fluss an dieser Stelle bereits mehr Bucht ist. Vorne rechts unser Bus.
In Tralee bezogen wir unser Lager für die nächsten vier Nächte.
Freitag, 30. August 2024: Dingle Halbinsel
Die Dingle Halbinsel wird von Reisebussen im Uhrzeigersinn umfahren. Darauf haben sich die Chauffeure geeinigt, um viele Kreuzungsmanöver auf den engen Strassen zu vermeiden. So fuhren wir als erstes der Dingle Bay entlang nach Dingle. Unterwegs machten wir aber Halt am Inch Strand. Dies ist etwas wie eine Düne, die fünfeinhalb Kilometer in die Dingle Bay hineinragt. Ein prachtvoller Badestrand, aber im Oktober keine Badetemperatur.
Dann aber Dingle. Ein hübsches, typisch irisches Städtchen.
In
der Bucht lebte viele Jahre lang ein Delphin, der zum Maskottchen von
Dingle wurde. Als er verschwand (vermutlich gestorben war) herrschte
Trauer in der Stadt und man erstellte ihm ein Denkmal. Die Delphine
bleiben aber allgegenwärtig und wir sahen tatsächlich einige bei der
Weiterfahrt. Zu weit weg, um sie mit dem Smartphone zu fotografieren.
Der mit dem Bier ist kein Delphin.
Samstag, 31. August 2024: Ring of Kerry
Der Ring of Kerry wird im Gegenuhrzeigersinn gefahren, so dass wir
zuerst südlich der Dingle Bucht fuhren mit Blick auf die gestrige Route.
Bevor wir diesmal Wasser sahen, ging es erst um eine andere
Flüssigkeit: Irish Coffee! Das um neun Uhr morgens...
Die "Fox Inn"
ist offenbar der Ort, wo alle Touristen ihr fettes, alkoholisches Znüni
einnehmen. Wir waren fast die ersten, aber während wir unser Irish
Coffee genossen kamen nicht weniger als fünf weitere Busse an. So fuhren
wir bald wieder los und genossen auf einer Ausweichstelle den Blick ins
Innere der Halbinsel:
Darum wurden ab hier im neunzehnten Jahrhundert die ersten Ueberseekabel verlegt. Von diversen Orten, auch vom Städtchen Waterville aus, wo wir Halt machten. Bekanntester Einwohner von Waterville war aber nicht ein Funker, sondern Charly Chaplin, welcher dort ein Ferienhaus hatte. Darum haben sie ihm ein Denkmal gesetzt.Der Höhepunkt des Tages war ein Besucht auf einem Schäferei-Hof. Wir erhielten eine Demonstration, wie ein Schäferhund, resp. eine Hündin, von Pfiffen des Schäfers eine Schafherde herumtrieb. Anschliessend ging es in den Stall, wo der Schäffer uns zeigte, wie er ein Schaf so schor, dass er am Schluss ein komplettes Vlies in der Hand hält.
Die Wolle hier wird aber nicht gesponnen. Man gewinnt daraus Lanolin für Kosmetikartikel. Und die Katze wurde natürlich nicht geschoren, aber Katzen muss ich einfach fotografieren.
Sonntag, 1. September 2024: Garinish Island, Killarney
Ziel des Tages war zwar Garnish Island in der Bantry Bay, aber das interessanteste war in meinen Augen, was wir auf der Fahrt zu besagter Insel sehen konnten: die Robben. Sie lagen auf kleinen Inselchen und schenkten dem vorbeituckernden Boot höchstens einen müden Blick.
Auf Garnish Island hingegen hat es keine Robben. Einst hat ein reicher Brite diese Insel gekauft um sich darauf einen Phantasiegarten errichten zu lassen. Reiche Briten kommen in der Geschichte Irlands immer wieder vor.Die Insel ist heute unbewohnt, aber für einen kurzen Moment hatte ich trotzdem einheimische Begleitung.
Auf der Rückfahrt machten wir am Killarney Nationalpark Halt. An diesem Ort war ich auch vor fünfzig Jahren mit dem Gym. Damals fuhren wir von Killarney aus mit den Kutschen zum See und waren ganz alleine dort. Heute sah das anders aus, aber ein schöner Flecken ist es weiterhin.
Montag, 2. September 2024: Rock of Cashel, Killkenny, Guiness
Die Rückreise nach Dublin war quasi eine Irland-Collage: Einst, jetzt und Guiness!
Darum
auch drei Foto-Collagen. Die erste vom Rock of Cashel. Hier gründete
der Heilige Patrick den ersten Bischofssitz Irlands. Oben rechts die
Patricks-Statue, die zeigt wie er damals im 5. Jahrhundert seinen Stab
auf diesen Boden setzte.
Die Anlage wurde im Laufe der Reformation
anglikanisch und Mitte des 18. Jh. aufgegeben und verfiel danach. Heute
ist sie einer der "must-see"-Orte Irlands.
"Dummerweise" ging ich auch in einen Souvenir- und Buchladen. Aber davon später.

Wie gesagt: Um vier Uhr Transfer zum Flughafen. Aber der Bus kam
nicht und unser Reiseleiter hing am Handy um nachzufragen, was los war.
Offenbar hatte das Busunternehmen den Auftrag vergessen und es verging
über eine Stunde, bis ein Bus aufgetrieben war.
Wir kamen aber noch
rechtzeitig zum Flughafen und Reiseleiter Walter erreicht sogar, dass
Aer Lingus einen Schalter für uns öffnete, so dass wir auch alle
rechtzeitig am Gate waren.
Es war eine schöne ereignisreiche Reise.
Ich machte sie auch als Erinnerung an die "Schulreise", die exakt
fünfzig Jahre her war. Mit Killarney, dem Rock of Cashel, Dublin und
Guinness waren auch einige Punkte von damals dabei. Aber klar: das
Irland von heute ist nicht mehr jenes von 1974.
Und jetzt noch "Souvenir, Souvernir!"
Wenn
ich von etwas genug zuhause habe, dann sind es T-Shirts, Biergläser und
Kochbücher. Folgerichtig habe ich im Buchladen in Kilkenny und in der
Brauerei dieses gekauft:
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