Montag, 20.4.2026; Plitvice Nationalpark
Nach 14 Stunden Busfahrt am Sonntag in Opatija an. Von diesem Ort sahen wir heute aber noch nichts, denn am Montag Morgen ging es gleich weiter. Das Ziel war der Plitvice Nationalpark, der als Kulisse der Winnetou-Filme weltweit bekannt wurde.
Dort angekommen, ging es als erstes zu diesem Wasserfall hinunter.
Das ist der Silbersee aus dem Film. Nach dem Schatz zu tauchen ist vergeblich und auch verboten.Die Wanderung auf den Holzstegen endete schliesslich an einem oberen See, von wo aus man mit einer Elektrofähre in die Nähe des Eingangs fahren konnte.
Diese und die nächste Nacht verbrachten wir in Vodavice, wo ich ein Zimmer im neunten Stock bezog. Mühsam mit nur einem Lift, aber mit super Aussicht auf das Dorf.
Dienstag, 21.4.2026: Krka Nationalpark, Sibenik
Nach dem grossen Wasserfall gestern, gab es heute viele kleinere im Nationalpark des Flusses Krka.
Die Krka ist einer der vier Flüsse Kroatiens, der das ganze Jahr Wasser führt. Auch in diesem Park ging es auf Holzstegen rund um die Wasserfälle herum. Nebst dem Wasserrauschen hörte man an ruhigeren Orten viel Frösche quaken, denn ja, es ist Frühling. Der Blick von oben zeigt ein neueres Kraftwerk. Lieder hinter den Bäumen ist eines der ersten Wechselstromkraftwerke Europas, initiiert von keinem Geringeren als Nikola Tesla.Der Nachmittag gehörte dann der Stadt Sibenik. Anders als andere kroatische Städte steht sie nicht auf griechischen oder römischen Ruinen, sondern wurde erst im Mittelalter gegründet. Die Venezianer hingegen liessen ihre Spuren hier. Z.B. mit dem venezianischen Rathaus (heute ein Restaurant) gleich geben der Kathedrale.Der Schutzheilige der Stadt, der Erzengel Michael, ist nicht nur auf der Kathedrale, sondern auch ein den engen Gassen zu finden. Ebenso andere Bewohner der Stadt.Mittwoch, 22.4.2026: Trogir und Split
Heute gab es gleich zwei Städte zu besichtigen. Zuerst Trogir, das auf einer kleinen Insel liegt, die aber heute durch ein Brücke mit dem Land verbunden ist. Auf dem Stadttor zum Land wacht der Stadtheilige St. Laurentius, an jenem zum Hafen hat es eine kleine Galerie. Diese diente Reisenden, die nach Torschluss ankamen, als Lager bis zu nächsten Morgen.
Trogis zeichnet sich, wie alle historischen Städte Kroatiens, durch seine engen Gassen aus, in denen man sich als Tourist auch mal verirren kann.Nächste Station war Split. Die heute zweitgrösste Stadt des Landes bestand einst nur aus dem Sommerpalast des römischen Kaisers Diokletian. Aus diesem besteht auch heute noch ein Teil der Altstadt.Wo einst der Kaiser seinen Auftritt hatte, wimmeln heute die Touristen herum. Diokletian importierte echte ägyptische Sphingen, von denen nur noch eine fast unbeschädigt erhalten ist. In den Palast hinein wurden in späterer Zeit noch heute bewohnte Häuser gebaut, die man bei Ausgrabungen berücksichtigen muss. Erst kürzlich wurde ein Mosaikboden freigelegt.
Auch eine Kathedrale wurden in den Palast eingebaut. Das achteckige Gebäude, einst als Mausoleum geplant, wurde in diese integriert.
Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir an der Makarska Riviera, eine Reihe von Badeorten zwischen Split und Dubrovnik. In dieser Nacht konnten wir auch noch die Bora geniessen, einen kräftigen kalten Nordwind. Die Warnung im Hotelzimmer, keine Wäsche auf dem Balkon aufzuhängen, war nicht unbegründet.
Donnerstag, 23.4.2026: Dubrovnik
Heute ging es in die Stadt, deretwegen alle nach Kroatien reisen. Ja, wirklich alle! Aber zuerst geht es noch um eine Brücke:
Diese Brücke verkürzt den Weg von Dubrovnik zum Rest Kroatiens nicht nur nach Kilometern, sondern auch "politisch", denn an dieser Bucht liegt das Dorf Naum, welches zu Bosnien-Herzegowina gehört. Bis 2022 mussten Reisende dort zweimal eine Zollkontrolle durchgehen.Jetzt aber, wo "alle" hingehen.Auf dem Stadttor begrüsst der Heilige Blasius die Touristen. Dubrovnik hat einige grosse Plätze, wo gerade für den nächsten Volkslauf geworben wurde, aber in erster Linie enge Gassen. In der Oberstadt und in der Unterstadt. In der Hauptgasse hatte es "nur wenige" Leute. In der Hauptsaison sieht man wohl die Pflasterung kaum mehr.
Reisegruppen müssen sich allerdings anmelden und die Busse haben nur kurze Haltezeiten um die Leute ein- und aussteigen zu lassen.
Gerne hält man sie auch mal ausserhalb der Stadtmauern auf.Dubrovnik ist eine schöne mittelalterliche Stadt mit viel Geschichte und auch ein typisches Beispiel für den "Overtourism", der vielerorts zum Problem wurde. Und natürlich waren wir auch ein Teil davon.
Freitag, 24.4.2026: Zadar
Auf dem Stadttor von Zadar thront der geflügelte Löwe, das Hoheitszeiten von Venedig, das fast vierhundert Jahre die kroatische Küste beherrschte. Andernorts wurde der Löwe entfernt. Nicht wegen Venedig, sondern weil Mussolini den Löwen auch als Symbol vereinnahmte.
Zum Schluss noch der Genuss:In einer engen Gasse von Zadar fand ich eine Kleinbrauerei. Dort genoss ich, unter Beobachtung vom Fenster gegenüber, ein dunkles IPA.
Samstag, 25.4.2026: Opatija
Am letzten Kroatien-Tag ging es wieder Richtung Opatija. Wir fuhren auf einer kurvigen Küstenstrasse, wo wir in erster Linie Motorrädern begegneten. In der Mittagspause in einem Küstendorf konnte ich mir endlich folgenden Wunsch erfüllen:
Tatsächlich hatte ich die ganze Reise lang keine Gelegenheit Cevapcici zu essen. Auch nicht beim letzten Abendessen im Hotel in Opatija - dafür gab es sehr gute Pizzen. Vorher gab es noch eine kleine Stadtführung, bei der man erfahren konnte, dass Opatija (zu deutsch Abtei), entstand, weil einst reiche Habsburger ihre Sommervillen hier aufstellten.
Weitere grosse Sprünge machten wir an diesem Tag nicht mehr, denn am Sonntag Morgen war Abfahrt um 7 Uhr angesagt. So waren wir trotz Stau am Gotthard um 19 Uhr in Luzern und ich war um 22 Uhr zuhause.






















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