Donnerstag, 9. Juli 2026

Wieder nach Friesland

 


Die nächsten zehn Tage verbringe ich wieder in Friesland und werde viele Orte, die wir letztes Jahr besucht haben, wieder sehen. Mein Blog hält Sommerschlaf bis ich zurückkomme.

Montag, 6. Juli 2026

Fauler Start


Ein fauler Montag: ich machte keine Schritt aus dem Haus. Lediglich aus der Wohnung, um zu waschen. Wie lange mein Computer You-Tube-Videos vorspeichert, erfuhr ich am Dienstag. Während des Gewitters fiel fast punktgenau um 18 Uhr der Strom aus. Das Video, das ich gerade schaute, lief noch eine Minute. Und fast genau 90 Minuten ging der Stromausfall. Auch am Mittwoch Morgen regnete es noch in Strömen, dann aber kamen die Aufhellungen und der Donnerstag war wieder heiss. Ich kühlte mich wieder in Berner Museen ab.
Nach einem eher langweiligen Wochenende ist es wieder Montag....

Freitag, 3. Juli 2026

Museum (21/50)

 

Barry, der Bernhardiner, der viele Menschen gerettet hat, ist nach wir vor der Star des naturhistorischen Museum in Bern. Auch wenn er nicht mehr so prominent platziert ist, wie früher. Nicht nur Barry, sondern fast alles andere ist hinter Scheiben und somit schwer zu fotografieren. Vielleicht versuche ich das später noch einmal. Das Walskelett hingegen ist vor einem Spiegel, so dass der Fotograf auch auf dem Bild ist.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Museum (20/50)

 

Die Sammlung Paul Klee in Bern. Biographische Tafeln mit Fotos und Werken aus allen Phasen seines Schaffens. Zwei der (eher wenigen Bilder), die ich auch bei mir aufhängen würde.

Montag, 29. Juni 2026

Von Picasso zum Bierfass

 

Nach dem Montag mit Kieser-Training, ging es am Dienstag zu obiger Sehenswürdigkeit und zu ein paar Museen, über die ich geschrieben habe. Diese sind zwar klimatisiert, aber die Wege dazwischen waren heiss genug, dass ich den Aufenthalt mit einem Bier beendete. Auch am Donnerstag ging ich brav zu Kieser, aber danach wieder schleunigst nach Hause, bevor die 30 Grad erreicht waren. Das Bierfass, resp. der Bier-Hahnen kam am Freitag zum Zug. Wieder mal auf der Rampe bei Egger in Worb mit Nachbar J. 
Auch dem Bier-Hahnen machte die Hitze zu schaffen. Es kam so viel Schaum, dass das Glas überlief. Wir lernten aber schnell und hielten ein zweites Glas in Reserve und rieten das auch den anderen Besuchern. 

Freitag, 26. Juni 2026

Museum (19/50)

 Die Sammlung Rosengart beinhalte die grösste private Picasso-Sammlung, sagte mir den Mann am Empfang. Ich habe eher wenig Zugang zu Picasso, aber vielleicht finde ich hier eine Brücke dazu. Oder wenigstens das Bild einer Brücke.

All die dekonstruierten Damen sehen ja ganz interessant aus...
... aber irgendwann hat man auch genug von ihnen. Ganz witzig fand ich dann doch diesen "rembrandtesken" Herrn mit Amor.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Museum (18/50)

 Als ich beim Luzerner Kunstmuseum ankomme, erklärt mir die Kassiererin, dass drei Viertel des Museums wegen Umbau geschlossen sind. Ok, für mich als Museumspassinhaber kein finanzieller Verlust und ich schaue mir das letzte Viertel an. 

Der erste Raum gefällt mir. Dann kamen allerlei Installationen, die mich kalt liessen. Bis auf die letzte.
Ein "Baum". Ein Konstrukt bestehend aus den Einzelteilen von Ikea-Möbeln, das Werk eines israelischen Künstlers. Ein Video zeigt, wie der Künstler den Baum auseinandernimmt und sukzessive die Möbel zusammenbaut. Ein Schaukelstuhl und ein Sonnenschirm, ein Tisch und ein Stuhl und schliesslich noch ein Hochbett. Vermutlich zum ersten Mal habe ich mir in einem Museum ein Video ganz angeschaut. 
Danach ging ich weiter, um mir das wohl berühmteste Ausstellungstück Luzerns anzuschauen: Das Bourbaki-Panorama. Der Eindruck, der das Panorama hinterlässt, lässt ich schwer in Fotos darstellen. Darum hier zwei Detailaufnahmen.
Das Besondere an Panoramen ist ja, dass die Malerei im Hintergrund fast unbemerkt in die Requisiten und Figuren übergeht. So sind hier nur der Zaun, die Trommel und die Gewehre rechts echt. Ebenso wie diese Figurengruppe, die zeigt, wie die Zivilbevölkerungen die Soldaten verarztet und ihnen Essen bringt, in das Bild übergeht.

Montag, 22. Juni 2026

Drei Mal pro Woche?

 

Das war eine schon fast sportliche Woche. Dreimal Kieser, Montag, Donnerstag und Samstag, sowie dreimal Abendspaziergang am Dienstag, Mittwoch und Samstag. Der Sonntag war dann wieder dem Bier gewidmet: Morgens das Sommerbier abfüllen, Nachmittags Zvieribier mit den Nachbarn. Und Freitag? Der war Lesetag.

Samstag, 20. Juni 2026

Hallo Nachbarn

 

Da gehe ich in Thun Richtung Kieser und treffe auf Familie Wiedmer. "Nachbarn" ist vielleicht etwas übertrieben, denn ich wohne ja 8 km vom Taldorf entfernt. Und ich kenne sie auch nicht. 
Ich bin auch kein Milchtrinker und werde ihre Wiesenmilch nicht kennenlernen, aber jetzt weiss ich, dass es sie gibt.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Abendspaziergang

 Vorgenommen habe ich es mir schon lange, realisiert habe ich es endlich gestern: ein Abendspaziergang, der zu Gewohnheit werden soll. Als erstes geht's ins Tal hinunter und dort schaut man auch hinunter - in unseren Talbach, den Fildrich.

Und wenn man hinaufschaut, sieht man den Hausberg, das Wiriehorn.
Nach diesem Brücklein geht es auf die obere Strasse.
Von dort sieht man zum Diemtig- und Simmental hinaus ins Mittelland zu den Vorboten des Emmentals.
Wenn Abendspaziergang, dann auch ein Blick auf den Abendberg.
Kurz vor zuhause gehe ich über eine frisch gemähte Wiese, wo einer das Mausen unterbricht, um mich zu begrüssen. Am liebsten hätte ich ihn mitgenommen.

Montag, 15. Juni 2026

Monster und Museen

 

Am Montag hatte ich nicht nur bei Kieser Krafttraining, sondern auch beim einkaufen. Zwei Pack San Pellegrino mit je 24 Halbliterflaschen. Das kostet trotz Aktion mehr als mit grossen Flaschen, aber die PET-Flaschen nutze ich jeweils noch einmal zum Bier abfüllen. Am Dienstag und am Freitag habe ich, statt Museen zu besuchen, die Berichte zu den letzten beiden Besuchen zu schreiben. Obiges Bild ist ein Poster an der Seepromenade von Vevey.
Am Samstag ist wieder Brautag. Es entsteht das Sommerbier, welches ich an meiner Geburtstagsparty ausschenken werde. Diesmal sind. ausser etwas Salz. keine Gewürze drin. Dafür Citra-Hopfen, der genau das bewirkt, was sein Name aussagt.

Samstag, 13. Juni 2026

Brauerzmittag

 

Bretzel und Weisswurst. Nur ... die Würste sehen nicht wirklich weiss aus. Das stimmt auch, es sind Merquez. So war auch das Problem gelöst, dass Weisswürste die Mittagsglocke nicht hören dürfen.

Freitag, 12. Juni 2026

Museum (17/50)

 Auch hier musste ich mich über reflektierende Vitrinen beklagen:

Hier im Olympia Museum in Lausanne. Aber die erste Olympiafahne musste ich ablichten.
Etwas besser ging es bei diesem Pokal:

Bei den ersten und zweiten Spielen 1896 und 1900 gab es keine Goldmedaille für die Sieger, sondern einen Pokal. Ich könnte mir vorstellen, dass alle späteren Sieger froh darüber sind, dass sich das geändert hat. Auch die letzten in Cortina.

Auch vor dem Museum gibt es etwas zu sehen:
Links unten ist der Läufer Emil Zatopek, die anderen Figuren sind allegorisch - jene von Nike de Saint Phalle sowieso.




Dienstag, 9. Juni 2026

Museum (16/50)

 Gegessen wird immer. Darum dürfte dem Alimentarium in Vevey die Themen nie ausgehen.

Allerlei Köstlichkeiten (leider aus Plastik) sind in Vitrinen (leider mit Reflektion) im ersten Stock ausgestellt. Dazu Informationen zu Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Reis, Sojabohnen, Fisch etc. Auch Salz und Zucker sind erwähnt und dort beginnt das Problem. In den beiden oberen Stockwerken beschlich mich bald das Gefühl, dass nicht Nestlé, sondern Greenpeace und die WHO die Kuratoren der Ausstellung sind. So wird eben deutlich auf die Gesundheitsrisiken von Salz und Zucker hingewiesen. Ebenso sind alle Problem der Nahrungsmittelbeschaffung illustriert, wie Dünger und Pestizide oder die Übernutzung von Land und Meer. All dies dürfte mit diesem grossen Bild im Treppenhaus dargestellt sein.

Immerhin waren auch die Haltbarmachung und Verarbeitung von Lebensmitteln Thema und auch die kulinarische Vielfalt der Welt. Allerlei Küchengeräte aus verschiedener Zeit und ein paar Produkte des Sponsors waren auch ausgestellt.
Die Ausstellung gefiel mir eher mässig und ich sammelte anschliessend meine Gedanken mit Blick auf die Skulptur im See.

Montag, 8. Juni 2026

Frisch alimentiert


Ein paar Gedanken zur Ernährung habe ich mir diese Woche gemacht. Darum habe ich am Montag ein Tomatengratin fabriziert. Vegetarisch, hätte ich nicht noch einen Landjäger hineingeschnetzelt.
Dienstag eine Reise nach Vevey ins Alimentarium. Dazu kommt noch ein Artikel. 
Ab ans Schachbrett hiess es wieder am Mittwoch Abend. Das Resultat: Null.
Das Bild ist vom Samstag. Die Brauerei Rugenbräu in Interlaken feierte 160. Geburtstag und Tag der offenen Tür. Ok, wie Bierfässer und Harassen aussehen wissen wir. Aber sie verkaufen dort auch Möbel, welches aus alten Fässern gemacht sind. Nicht ganz billig, aber originell. Bier trinken taten wir natürlich auch.

Montag, 1. Juni 2026

Kalender leer?

Die vergangene Woche war eher unspektakulär. Am Dienstag machte ich wieder eine Bücherschranktour in Bern. Ich besuchte jenen in Bümpliz und marschierte anschliessend ins Einkaufszentrum Westside. Auf dem Weg kam mir eine Gruppe junger Männer entgegen, von denen einige ein T-Shirt mit der Aufschrift "Cesko" trugen. Ich vermute, das war die tschechische Eishockey-Mannschaft. Mit schlechtem Gewissen ging ich am Donnerstag zu Kieser, denn ich war diese Woche noch nicht dort und besuchte am Freitag das Schloss Thun. 
Am Samstag fand der Anlass statt, der als letzter in meinem Blogkalender aufgeführt war: Die GV von Burgdorfer Bier. Die ist mittlerweile so Routine, dass ich nicht einmal ein Bild gemacht habe. Es gab wie immer Bier und Wurst und alle Traktanden waren unbestritten.
Heute am 1. Juni kann ich ja wieder neue Pläne machen. Die Meteorologen starten heute das Sommerquartal und ich starte den Sommer mit einem Punkt im Kalender.

Freitag, 29. Mai 2026

Museum (15/50)

 


Heute besuchte ich ein Gebäude in Thun, das schon länger hier steht: Das Schloss. Der Name Thun kommt von "Durum", was soviel wie umschlossenes Gebiet heisst und ein solches war Thun vor ein paar hundert Jahren noch. 
Diese schöne Aussicht vom Schlossturm hatte man schon damals, aber mit weniger Häusern. 
Spektakuläre Ausstellungsstücke bietet das Museum nicht (ausser vielleicht dem Richtschwert, das ich aber nicht fotografiert habe). Es geht vor allem um die Entwicklung des Schlosses und der Stadt. Aber es gab noch eine kleine Sonderausstellung zum Thema des Jahres, der Murtenschlacht. 
Dort waren auch Thuner Truppen beteiligt und dies hatte einen Einfluss auf die Entwicklung des Stadtwappens. Dessen Herkunft ist zwar noch nicht komplett erklärt, aber sicher ist, dass der Stern ursprünglich schwarz war, dann aber als Belohnung für den Einsatz in Murten auf Gold geändert wurde. Auf den meisten alten Bildern ist der Stern noch sechszackig - die Heraldiker sagen sechsstrahlig. Erst in neuerer Zeit wurden sieben Zacken, resp. Strahlen daraus und 1945 wurde der heutige Thunerstern offiziell und ziert natürlich auch die allerneusten Trophäen. 





Sonntag, 24. Mai 2026

Pfingschte


... geit's am ringschte!
Zum Beispiel das Schreiben eines kleinen Multiwochenrückblicks. Da war die Woche, die ich in Kroatien verbrachte und den Blog mit Musiktipps fülle. Die Woche darauf musste ich waschen, Post erledigen und Podcasts nachhören. Am Wochenende waren die Solothurner Bier-Tage Trumpf. Die danach folgende Woche wiederum, schrieb und veröffentlichte ich den Reisebericht. Dann kam die ESC-Woche, die zusätzlich mit einem Schachturnier ausgefüllt war. Das Seniorenturnier 2, wie obiges Bild zeigt. Als Senior ging es letzte Woche weiter, auf zwei Exkursionen der Senioren-Uni. 
Und jetzt also Pfingsten! Mal schauen, ob es wieder etwas geordneter zugeht. Online wie Offline.

Montag, 18. Mai 2026

ESC Nachwehen

 

Dass die Schweiz den Final nur knapp verpasst hat, habe ich schon erwähnt. Letztes Jahr hatte man als Gastgeber das Privileg direkt in den Final zu kommen. Dieses hatte dieses Jahr Österreich und landete auf den zweitletzten Platz. Schade, ich fand das Stück ganz witzig. Nur einen Platz besser war Deutschland. Nun, wer als Hundertster "fire" auf "liar" reimt, verdient keinen Spitzenplatz. Natürlich gab es noch mehr banale Texte. Nicht aber bei Kroatien. Es gehe um die Unterdrückung der Frau und die Gesichtsbemalung sei ein alter kroatischer Brauch, sagte unser Sven Epiney. Dass es um die Gefangennahme und Zwangskonvertierung junger Kroatinnen unter den osmanischen Besetzung ging, verschwieg er. 
Dass aller guten Dinge nicht immer drei sind, musste Frankreich erfahren. Nach zwei Pop-Opern hatte das ESC-Publikum genug von diesem Stil und die tolle Sängerin Monroe musste sich mit dem elften Platz begnügen. Sie gehörte zum Favoritenfeld, auf das allesamt höher gewettet wurde, als auf Bulgarien. Wir in den deutschsprachigen Ländern jammern ja gerne: "niemand liebt uns". Abgesehen davon, dass das Blödsinn ist, hätte wohl ein Land mehr Grund das zu sagen: Israel. Aber sie haben neben den "Kritikern" auch eine grosse Unterstützer-Community. Vielleicht haben die fünf Boykottanten sogar geholfen, indem sie die grössten Anti-Israel-Gruppen beim Voting aus dem Rennen genommen haben. Noam Bettan sang von einer Michelle und einer zerbrochenen Liebe. Man kann den Namen der Frau aber auch durch jene der Boykott-Länder oder einfach durch "Europa" ersetzen.
Zum Schluss noch dies: Schweden auf den zwanzigsten! Ich habe die Sängerin und das Lied schon bei der Vorausscheidung nicht gemocht, darum erlaube ich mir ein kleines bisschen Schadenfreude.

Sonntag, 17. Mai 2026

Bangaranga

 

Ich habe mich sehr gewissenhaft auf den ESC vorbereitet, in dem ich obiges Buch gekauft habe. Weniger gut vorbereitet habe ich mich auf das Schachturnier, welches über die Auffahrtstage in Basel stattgefunden hat. Aber mit 2.5 Punkten aus 5 Partien bin ich zufrieden. Schliesslich bin ich am Freitag und am Sonntag wegen dem ESC ziemlich unausgeschlafen angetreten. 
Die Preisverteilung beim Schach habe ich geschwänzt, beim ESC bin ich bis zuletzt drangeblieben. Das Voting war ja wirklich spannend. Und jetzt: Gefällt mir das Resultat?
Ja, durchaus. Vor allem die Bühnenshow der Bulgaren hat mich überzeugt. Was umgekehrt auch wieder ein Kritikpunkt ist. Das S in ESC steht schon seit längerem mehr für Show als für Song. Aber damit müssen wir als Zuschauer leben und die Teilnehmer erst recht. 
Schade natürlich, dass die Schweiz nicht im Finale war. Da tröstet es nur wenig zu erfahren, dass nur wenige Punkte zum zehnten Platz im Halbfinale fehlten. aber Veronica Fusaro wird ihren Weg sicher auch  so machen. 

Samstag, 9. Mai 2026

Kroatien (6/6): Opatija und Heimreise

 Am letzten Kroatien-Tag ging es wieder Richtung Opatija. Wir fuhren auf einer kurvigen Küstenstrasse, wo wir in erster Linie Motorrädern begegneten. In der Mittagspause in einem Küstendorf konnte ich mir endlich folgenden Wunsch erfüllen:


Tatsächlich hatte ich die ganze Reise lang keine Gelegenheit Cevapcici zu essen. Auch nicht beim letzten Abendessen im Hotel in Opatija - dafür gab es sehr gute Pizzen. Vorher gab es noch eine kleine Stadtführung, bei der man erfahren konnte, dass Opatija (zu deutsch Abtei), entstand, weil einst reiche Habsburger ihre Sommervillen hier aufstellten.
Weitere grosse Sprünge machten wir an diesem Tag nicht mehr, denn am Sonntag Morgen war Abfahrt um 7 Uhr angesagt. So waren wir trotz Stau am Gotthard um 19 Uhr in Luzern und ich war um 22 Uhr zuhause. 

Freitag, 8. Mai 2026

Kroatien (5/6): Zadar

 

Auf dem Stadttor von Zadar thront der geflügelte Löwe, das Hoheitszeiten von Venedig, das fast vierhundert Jahre die kroatische Küste beherrschte. Andernorts wurde der Löwe entfernt. Nicht wegen Venedig, sondern weil Mussolini den Löwen auch als Symbol vereinnahmte.

Zweitausend Jahre liegen dazwischen. Zwischen dem römischen Forum und dem Solarpanel an der Seepromenade. Die Energie, die es tagsüber aufnimmt, wird für LED-Leuchten in ihm gebraucht, die Abends ein leuchtendes Farbenspiel erzeugen. Die Installation heisst Sonnengruss und das Panel steht auch für die Sonne. An der Promenade hat es noch acht weitere, kleinere LED-Installationen, die die acht Planeten darstellen. Die andere moderne Attraktion, die Meeresorgel, habe ich hier vorgestellt.
Zum Schluss noch der Genuss:
In einer engen Gasse von Zadar fand ich eine Kleinbrauerei. Dort genoss ich, unter Beobachtung vom Fenster gegenüber, ein dunkles IPA.

Donnerstag, 7. Mai 2026

Kroatien (4/6): Dubrovnik

Am Donnerstag ging es in die Stadt, deretwegen alle nach Kroatien reisen. Ja, wirklich alle! Aber zuerst geht es noch um eine Brücke:

Diese Brücke verkürzt den Weg von Dubrovnik zum Rest Kroatiens nicht nur nach Kilometern, sondern auch "politisch", denn an dieser Bucht liegt das Dorf Naum, welches zu Bosnien-Herzegowina gehört. Bis 2022 mussten Reisende dort zweimal eine Zollkontrolle durchgehen.
Jetzt aber, wo "alle" hingehen.
Auf dem Stadttor begrüsst der Heilige Blasius die Touristen. 
Dubrovnik hat einige grosse Plätze, wo gerade für den nächsten Volkslauf geworben wurde, aber in erster Linie enge Gassen. In der Oberstadt und in der Unterstadt. In der Hauptgasse hatte es "nur wenige" Leute. In der Hauptsaison sieht man wohl die Pflasterung kaum mehr. 
Reisegruppen müssen sich allerdings anmelden und die Busse haben nur kurze Haltezeiten um die Leute ein- und aussteigen zu lassen.
Gerne hält man sich auch mal ausserhalb der Stadtmauern auf.
Dubrovnik ist eine schöne mittelalterliche Stadt mit viel Geschichte und auch ein typisches Beispiel für den "Overtourism", der vielerorts zum Problem wurde. Und natürlich waren wir auch ein Teil davon.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Kroatien (3/6): Trogir und Split

Am Mittwoch gab es gleich zwei Städte zu  besichtigen. Zuerst Trogir, das auf einer kleinen Insel liegt, die aber heute durch ein Brücke  mit dem Land verbunden ist. Auf dem Stadttor zum Land wacht der Stadtheilige St. Laurentius, an jenem zum Hafen hat es eine kleine Galerie. Diese diente Reisenden, die nach Torschluss ankamen, als Lager bis zu nächsten Morgen.

Trogis zeichnet sich, wie alle historischen Städte Kroatiens, durch seine engen Gassen aus, in denen man sich als Tourist auch mal verirren kann.
Nächste Station war Split. Die heute zweitgrösste Stadt des Landes bestand einst nur aus dem Sommerpalast des römischen Kaisers Diokletian. Aus diesem besteht auch heute noch ein Teil der Altstadt.

Wo einst der Kaiser seinen Auftritt hatte, wimmeln heute die Touristen herum. Diokletian importierte echte ägyptische Sphingen, von denen nur noch eine fast unbeschädigt erhalten ist. In den Palast hinein wurden in späterer Zeit noch heute bewohnte Häuser gebaut, die man bei Ausgrabungen berücksichtigen muss. Erst kürzlich wurde ein Mosaikboden freigelegt.
Auch eine Kathedrale wurden in den Palast eingebaut. Das achteckige Gebäude, einst als Mausoleum geplant, wurde in diese integriert. 

Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir an der Makarska Riviera, eine Reihe von Badeorten zwischen Split und Dubrovnik. In dieser Nacht konnten wir auch noch die Bora geniessen, einen kräftigen kalten Nordwind. Die Warnung im Hotelzimmer, keine Wäsche auf dem Balkon aufzuhängen, war nicht unbegründet.