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Dienstag, 2. April 2013

Kein Scherz!

Der 1. April ist sowieso vorbei und es ist mir Ernst - und ich mach ernst.

Ich führe meinen Blog nicht mehr auf Blogger weiter, was bedeutet, dass dieser Artikel der letzte hier ist. Die Artikel bleiben vorläufig stehen, aber die Kommentare werden geschlossen, damit ich mich nicht mehr um Spam kümmern muss.

Weiter geht es auf:  tinuwin.wordpress.com .

Erlach

Sonntag, 31. März 2013

Die Zeit, die Zeit

Das ist der Titel des letzten Romans von Martin Suter. In der Geschichte geht es darum, an einem vergangenen Zeitpunkt neu aufzusetzen. Das mit der Idee, dass man nur den Raum komplett auf den damaligen Zustand zurücksetzen muss, denn die Zeit, die existiere gar nicht.
Nun, auch wenn die Zeit nicht existieren soll, habe ich doch zwei Tage an dem Buch gehabt. Es beginnt spannend, wird dann etwas langfädig, hat dann aber einen überraschenden Schluss.
In dieser Geschichte spielt auch wieder ein fiktives Buch eine Rolle, wie schon im Nachtzug nach Lissabon. Es bestätigt sich wieder, dass Bücher miteinander reden (d.h. sich gegenseitig zitieren) - selbst solche, welche es nicht gibt.
Die Zeit gibt es aber doch und sie läuft und läuft ... z.B. auch auf dieser Installation auf dem Wiener Flughafen.

... aber die Zeit kann auch ablaufen!

Freitag, 29. März 2013

Karfreitagsbier

Das mit dem Kräuter sammeln im Wald war dieses Jahr etwas schwierig. Aber man hat schliesslich Petersilie und Schnittlauch im Hause. So dachten jedenfalls E. und M. und brachten dieses hier zur Osterfeier unseres Bierclubs.
Ostereier 2013
Andere, wie ich, begnügten sich mit einfärbigen Eiern aus dem Supermarkt. So genossen wir an diesem Karfreitag wieder Ostereier, Schoggieier und natürlich Bier. Unsere Osterfeier widerlegte und bestätigte jeweils ein Cliché, welches die Geschlechterverteilung in Sachen Bier betrifft. Dass die Frauen in der Mehrheit waren (7 zu 5), entspricht eher nicht den Erwartungen. Trotzdem tranken wir Männer mehr, denn zwei der anwesenden Frauen fungierten auch als Fahrerinnen und mussten sich zurückhalten.
Die meisten Eier überlebten vorerst - aber Ostersonntag und -montag kommen ja noch.

Donnerstag, 28. März 2013

Das ging ja schnell

Liebes Blogger, kaum habe ich über das mögliche Ende unserer Beziehung gesprochen, habe ich schon mein Herz weiterverschenkt...
Schneeherz
Oder etwas weniger dramatisch: ich habe meinen Blog nach Wordpress transferiert. Das Tolle ist, dass es eine Kopierfunktion gibt, so dass ich alle Artikel auf dem neuen Blog darauf habe. Ohne diese Funktion hätte ich noch etwas gewartet, denn ich will dieses Jahr noch meine tausendsten Artikel feiern.
Ebenfalls kopiert ist mein Reiseblog, so dass ich diesen bereits jetzt auf Blogger löschen kann. Diesen Blog hier werde ich noch etwas parallel führen, bis ich mich auf Wordpress heimisch fühle. Vermutlich ändere ich jetzt noch jeden Tag den Design, aber das legt sich wieder.
Und hier steht jetzt immer:
Dieser Blog wird in Zukunft als tinuwin.wordpress.com geführt

Montag, 25. März 2013

Tic

Noch ein k dazu und wir haben eine Zecke ... lassen wir's lieber.
Ich habe früher den Usernamen "Tic" in anderen Applikationen verwendet. Daran wurde ich erinnert, als ich versuchte mit einen Wordpress-User anzulegen. Mit meiner üblichen EMail-Adresse und meinem vielgebrauchten Passwort gab es schon einen User, eben Tic. Wie es dazu kam, merkte ich nach dem einloggen. Ich hatte in den Anfangszeiten meines Bloggerdaseins ein Profilfoto bei Gravatar angelegt und dieses gehört offenbar zu Wordpress.
Ich habe den Usernamen gleich auf "tinuwin" geändert, so heisse ich auch auf Twitter. Zudem habe ich unter diesem Namen auch noch einen Tumblr-Blog eröffnet. Dieser dient mir zum verbloggen von Bildern und zum folgen anderer Bildblogs, soweit sie auch auf Tumblr sind.
Und warum diese plötzliche Blogeröffnungswut? Nun, wenn Google aktiv wird, werden es seine "Kunden" eben auch. Ganz aussteigen bei Google werde ich aber nicht, nicht zuletzt um mit meinem Konto auf den Blogs zu kommentieren.
Wer will, wirft schon einen Blick auf tinuwin.tumblr.com.
Sobald auch auf tinuwin.wordpress.com etwas los ist, erfahrt ihr es hier.

Sonntag, 24. März 2013

Der Nachtzug im Bild

Wenn ich mir eine Romanverfilmung anschaue, denke ich immer daran, was Umberto Eco zu Jean-Jacques Annaud gesagt habe soll, als dieser "Der Name der Rose" verfilmt hat: "Mach was du willst, du kannst mich nur betrügen".
So gibt es zu dieser Art Film meist nur zwei mögliche Kritiken. Entweder entfernt er sich zu sehr vom Buch, oder er hält sich allzu fest daran. Bei Bille Augusts "Nachtzug nach Lissabon" herrscht letztere vor. So wollte ich mir ein eigenes Bild machen.

Wenn jemand einen Roman zu einem Drehbuch umschreibt, gilt es wohl als erstes mindestens die Hälfte der Handlung und der Personen raus zu streichen. Was man hier aber nicht rausstreichen konnte, ist, dass wiederum ein Buch eine Hauptrolle spielt. Aus diesem Buch wird vorgelesen und während man den Text hört müssen Bilder her. Schöne Bilder, die aber nicht vom Text ablenken. Das ist für den unvorbereiteten Zuschauer sicher langweilig. Ich war nicht unvorbereitet und freute mich über jedes schöne Bild von Lissabon.
Andererseits hatte ich das Buch nicht mehr so präsent, dass mir gleich jede Änderung aufgefallen wäre. Die Sache mit der Sprache natürlich schon. Der Gymlehrer Gregorius kann im Buch kein Portugiesisch. Er nimmt Lektionen in Lissabon und führt die Gespräche auf Französisch. Der Film ist hingegen einsprachig, Gregorius hat keine Sprachbarrieren. Das ist auch der Grund, warum ich mich für die synchronisierte Version entschieden habe. Es ergibt für mich keinen Sinn, einen englisch gesprochenen Film, wo die Hälfte der Darsteller nicht englische Muttersprachler sind, als "Originalversion" zu betrachten.
Was mir gefiel, war, dass die Rolle der potentiellen Selbstmörderin, die Gregorius auf der Kirchenfeldbrücke rettet, aufgewertet wurde. Gregorius findet das Buch des Amadeo de Prado in ihrem Mantel und sie taucht am Schluss noch einmal auf und erklärt sich. Denn, auch wenn das geheimnisvolle Buch eher ein Philosophiebuch als eine Autobiographie ist, dreht sich die Geschichte in erster Linie um das Leben in der Salazar-Diktatur. Amadeo ist als Sohn eines Richters Teil des Systems, aber durch seine Freunde auch Teil des Untergrunds. Im Film ist dies aber nur ein Teilaspekt und das gefällt wohl vielen Kritikern nicht.
Ebenfalls aufgewertet wurde die Liebesgeschichte von Amadeo und der Verschwörerin Estefania - das entspricht dem Buch - aber auch eine zwischen der Optikerin Mariana und Gregorius wird angedeutet. Es ist die Szene auf dem Plakat, die andeutet, er würde in Lissabon bleiben. Ein Hauch von Happy-End, dem Kinopublikum geschuldet, dem man kein trauriges Ende zutraut, denn im Buch fährt Gregorius nach Bern zurück um einen Tumor untersuchen zu lassen.

Am ersten Abend sitzt Gregorius auf der selben Terrasse, die auch ich an meinem ersten Tag in Lissabon erklommen habe. Beim Anblick dieses quasi vertrauten Panoramas war ich in der richtigen Stimmung. Der Film hat natürlich das Buch betrogen, aber nicht mich.

Samstag, 23. März 2013

Ach, diese Pensionierten

Am Donnerstag Abend nach der Schachpartie gehen ein paar von uns noch in den Seepark ein Bier trinken. Wir sprechen über die gespielten Partien und über den Turnierverlauf. Dann über die Hobbies - der eine geht wieder ein Woche auf Segeltörn. Dann sind plötzlich auch die iPhones auf dem Tisch und der Segler will uns eine Astronomie-App zeigen. Dazu loggt er am besten ins Restauran-Wlan ein und ich zeige ihm wie das geht. Die Kollegin zeigt dann Spiel-SMS, die sie erhalten hat. Ich zeige ihr dann, wie man sie löscht, damit sie nicht noch irrtümlich eines beantwortet.
Was man mit Pensionierten so bespricht...
Am Freitag Abend komme ich um zehn vom Stammtisch nach Hause. Meine Katze ist nirgends zu finden und ich werde nervös, denn die Zeiten in denen sie noch nachts unterwegs war, sind vorbei. Da muss ich unvermittelt an meine pensionierten Nachbarn denken. Was machen die in der Zwischensaison, wenn ihnen langweilig ist? Klar, sie räumen Dinge von der Wohnung in den Keller, anderes von dort auf den Balkon. Sie motten vielleicht schon die Ski ein oder gehen in den Veloraum, vorsorglich die Pneus aufpumpen. Da kommt die Katze ins Spiel. Sie spaziert einmal ums Haus herum, sieht die vielen offenen Türen und muss natürlich nachschauen, was dort drin ist. Dann ist aber gerade Essenszeit und die Nachbarn gehen alle Türen schliessen und verschwinden in ihre Wohnungen.
Mit diesem Szenario im Kopf gehe ich durchs Treppenhaus und tatsächlich - hinter der Tür zum Untergeschoss rumort es. Die Katze wird befreit und erweist sich den Rest der Nacht als besonders anhänglich.
Ob sie meine Pensionierung noch erlebt? Wir werden sehen.

Mittwoch, 20. März 2013

Post von Edwin

Nein, Edwin ist kein reicher Afrikaner, der mit Hilfe meiner Kontodaten seine Millionen in Sicherheit bringen will. Er ist auch kein angeblicher Freund, der ohne Geld in Singapur sitzt. Edwin ist Chef einer Softwarefirma, die innert weniger Tage ein paar hunderttausend neue Kunden, d.h. Anwender einer bestimmten Software erhalten hat, die er jetzt per EMail begrüsst hat. Dabei haben er und seine Leute gar nichts getan.
Das mussten sie auch nicht, denn ein Grosser hat es für sie getan: Unser aller Google hat nämlich den Tod eines ihrer Produkte verkündet - den des Google Readers. Der Google Reader sieht aus wie ein EMail-Programm, nur dass hier keine Mails, sondern Blogartikel herein kommen. So muss man nicht Blog um Blog aufrufen, um zu schauen, ob ein neuer Artikel erschienen ist. Begründung für das Ende des Readers ist, dass er nur noch von wenigen gebraucht wird. Wenige, das sind für Google unter einer Million, die gerne das hier sahen:

Hier kommen jetzt Edwin und Co ins Spiel. Sie haben schon 2008 eine eigene Benutzeroberfläche für Nutzer des Google Reader erstellt: feedly. Sie sieht ein bisschen eleganter aus, als eine Mailbox und man kann abonnierten Blogs auch Magazin-ähnlich darstellen. Feedly ist so der ideale Fluchtort für Google Reader Benutzer und am 1. Juli, wenn Google seinem Reader den Todesstoss gibt, muss Feedly nur noch die Verbindung kappen und ist ein selbständiger Feed-Reader. Der sieht so aus:
Also fast gleich und das will ich auch so.
Google denkt halt, dass, wer etwas zu sagen hat, dies auf seiner Platform Google plus tun soll (Facebook ist in ihrem Sinn auch dieser Meinung). Und gerade darum will ich mich nicht abhängig machen und weiterhin meine Informationen über ein mehr oder weniger neutrales System beziehen.
Dieser Blog erscheint auch auf einem Google-Produkt, nämlich auf Blogger. Dessen Tage seien auch gezählt, wird bereits gemunkelt. Wir werden sehen.
Sacha Lobo vergleicht Googles Verhalten mit dem eines beleidigten Schimpansen.