Montag, 13. April 2026

Museum (14/50)

 Wie versprochen habe ich das Historische Museum in Bern noch einmal besucht, um mir die Sonderausstellung zum 650. Jahr der Schlacht bei Murten anzuschauen. Der Titel "Ausgeschlachtet" irritiert ein bisschen, wenn man das eigentliche Thema der Ausstellung nicht kennt. Gemeint ist die Art, wie in den letzten Jahrhunderten der Schlacht bei Murten gedacht wurde. 
Das wichtigste Beispiel dafür, ist das Murtenpanorama, das 1894 erstmals in Zürich ausgestellt wurde.

Einer der vier Stoffbahnen ist hier zu sehen, vor der Vergrösserung einer Skizze, die den Zürcher Heerführer Hans Waldmann zeigt. Diese Darstellung ist kein Zufall, denn die Zürcher waren die Hauptauftraggeber des Panoramas. 
Das Panorama ist zwar nicht physisch anwesend, aber virtuell. In einem Rundumprojektionsraum kann man es nicht nur als Ganzes anschauen, sondern man kann es mit einem Joystick drehen und bis auf einzelne Pinselstriche vergrössern.
Auch diverse Gemälde sind ausgestellt:

Wobei, wie wohl bei allen Schlachtgemälden, nicht die Abbildung der Wirklichkeit, wichtig ist, sondern die Aussage. So steht an der Wand neben diesem Bild der Spruch: Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Das ist richtig und zeigt auch, in welche Richtung die Kuratoren der Ausstellung arbeiten. Sie wollen auch in Erinnerung rufen, dass ein Krieg immer etwas schreckliches ist und dessen Heroisierung immer fragwürdig. 

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