Montag, 2. November 2026

Geteilte Meinungen über Unteilbares

 Ursprünglich war mit "Atom" das kleinste mögliche Teilchen gemeint, das sich nicht weiter teilen lässt. Seit einiger Zeit wissen wir es besser: man kann Atome spalten. Und dabei wird Energie frei... im Guten, wie im Schlechten.
Im historischen Museum Basel findet zu Zeit eine Ausstellung statt, mit dem Titel "Deine Entscheidung". Es geht dabei ums für und wider Atomenergie, resp. Kernkraftwerke. So beginnt sie:

Zum Kernkraftwerk Kaiseraugst kam es nicht, auch wegen der Demo. Zur Zeit ist es nicht erlaubt, ein neues Kernkraftwerk zu bauen, es wird aber wieder darüber gesprochen. 
Da Demos mehr Material hergeben als wissenschaftliche Abhandlungen, sind in der Ausstellung auch in erster Linie Anti-AKW-Artefakte zu sehen. Es geht aber auch allgemein um die Energieversorgung. Z.B. welche Art Energiegewinnung wieviel Platz braucht und wieviel CO2 sie erzeugt.
Wobei mir scheint, dass man auch hier etwas an den Daten geschraubt hat. Gemäss meiner Recherche hat ein Windrad einen Sockel von mind. 20m Durchmesser, also über 300 m2. Die zur Zeit beste Anlage liefert 75 MWh und braucht somit 4 m2 pro MWh und nicht 0.4. Und die Umweltpunkte in der unteren Graphik bleiben unerklärt.
Bei der Frage der radioaktiven Abfälle stiess ich auf einen "alten Bekannten", den Opalinus-Ton. Diesen kenne ich von der Exkursion der Seniorenuni nach St. Ursanne. An dieser Stelle konnte man Vorschläge machen, wie man eine solche Lagerstätte markieren muss, damit man es auch in einer Million Jahren noch versteht. 
Beim Gang durch die Ausstellung konnte man fünf Fragen beantworten, resp. man musste sich jeweils zwischen zwei Aussagen entscheiden. Dies lässt leider wenig Raum für eine differenzierte Betrachtung. Am Schluss erhält man das Gesamtresultat:
Jetzt das Geständnis: Ich habe überall "ja" gesagt, auch wenn ich die einzelnen Aussagen nicht wörtlich übernehmen würde.