Donnerstag, 28. Februar 2013

Die verflixte Wahl

Nein, nicht jene in Italien.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Show "Die verflixte Sieben" mit Rudi Carell. Es ging darum, dass der Kandidat sukzessive sieben Symbole für Preise erhielt und immer wieder welche weggeben musste. Wenn er dann ein solches Symbol weggab, öffnete sich ein Vorhang und der Moderator sprach: "Das wäre ihr Preis gewesen". Jede Ausgabe stand unter dem Motto eines Landes und die Preise hatten damit zu tun. Sechs der Preise waren wertvoll - meist war auch ein Auto dabei - einer war eine Niete. Ich erinnere mich noch an die Show zum Thema Italien (um doch noch darauf zu kommen), wo es u.a. einen Fiat zu gewinnen gab und, als Niete, 77 kg Spaghetti. Immerhin liess sich mit dieser Niete etwas anfangen, was nicht immer der Fall war.
Vor knapp 13 Jahren habe ich meinen Job bei der Swisscom "weggegeben". Im Blick auf heute hätte der Showmaster sagen können. "Hier wäre bald ihr Büro":
Bald, denn das zukünftige IT-Zentrum der Swisscom ist noch nicht fertig. Jetzt bin ich halt schon vor meinen ehemaligen Kollegen in Ittigen und schaue die Autobahn von unten an. Nächstes Jahr kann ich ihnen zuwinken.
Die Mitteilung der Swisscom zum neuen Gebäude.

Dienstag, 26. Februar 2013

Vergammelte Speisen

Wieder mal ein Video. Die Prinzen habe schon vor Jahren ihren Kommentar zum Dauerbrenner in den Medien abgegeben: Vergammelte Speisen zu überhöhten Preisen sind zurückzuweisen!

Wobei der überhöhte Preis heute weniger in dem besteht, das der Konsument bezahlt, als im "Preis" der Herstellung. Bei jedem dieser Skandale geht sofort ein fröhliches Verantwortung hin und her schieben los. Die Produzenten sagen, der Konsument "wolle es" so, diese wiederum, fühlen sich betrogen, weil sie "nichts gewusst" haben. 
Dazu ein Spruch, den ein FB-Freund aus Peru kürzlich gepostet hat: "Ein Volk, das korrupte Politiker wählt, ist nicht Opfer, sondern Komplize!". Das gilt nicht nur für Lateinamerika und nicht nur für die Politik.


Montag, 25. Februar 2013

Von 0 auf 100 und langsam wieder zurück

Gestern Nachmittag habe ich von einem Klubkollegen ein Mail erhalten, welches einen persönlichen Angriff auf mich enthielt, weil er mit einem Entscheid von mir nicht einverstanden war, mit über 20 weitere Kollegen in Verteiler. Sofort rumorte es in mir und ich formulierte schon schärfste Entgegnungen.
Dann konnte ich mich doch noch beruhigen und ich schrieb nicht ein Mail, sondern einen Tweet: "Vielleicht ist es besser, ein Mail, das einen ärgert, 24 Stunden unbeantwortet zu lassen...".
Zwei Sternchen erhielt ich dafür (Das ist das "gefällt mir" auf Twitter). Zweimal Zustimmung also. Und schon bald erfuhr ich, dass ich richtig gehandelt (resp. nicht gehandelt) hatte. Mehrere Klubkollegen widersprachen dem Angreifer und heute Morgen kam auch eine Entschuldigung von ihm an. So konnte ich heute Abend in aller Ruhe noch einmal meinen Standpunkt erläutern und den Blick wieder auf den Zweck unsers Klubs richten.
Der Sturm im Wasserglas ist überstanden!

Sonntag, 24. Februar 2013

Sonntag am Herd

Gleich in zwei Pfannen musste ich heute Mittag rühren.
Zum einen in einer grossen Pfanne, wo ich die bereits vorgestellte Thurgauer Knoblauchsuppe kochte. Je ein Liter Wasser und Milch aufkochen und dann - kurz wegschauen - und schon überkocht es. Danach ganz cool die Pfanne vom Herd nehmen, aufputzen und weitermachen. In die nun besser überwachte Pfanne die Mischung einrühren und eine halbe Stunde blubbern lassen. Endlich serviert, sieht es dann so aus:
Es sieht aus und schmeckt wie eine gewöhnliche Gemüsesuppe. Der Knoblauchgeschmack ist eher dezent. Ich habe nachher noch die Katze angehaucht, aber sie ist nicht in Ohnmacht gefallen.
Während die Suppe kochte, bereitete ich auch noch etwas Milchreis zu. Aus gemahlenem Reis, denn es sollte die Grundmasse für meine Kuchenfüllung werden. Also noch Butter, Zucker, Weinbeeren und Eier zufügen. Das Resultat ist mein erster Osterfladen seit einigen Jahren.
Beide Sachen sind recht nahrhaft. Ich werde also die nächsten Tage nicht verhungern.

Samstag, 23. Februar 2013

So cremig

Vor langer Zeit als das Bieler Lokalradio noch jung war (und ich auch), wurde auf diesem Sender ein Mann interviewt, der Musik für Radiospots komponierte. Ein paar Beispiele wurden vorgespielt, darunter eines für einen Weichkäse. Man hörte eine laszive Frauenstimme "toujours crémeux" vor sich hin hauchen. Der Interviewer konnte nicht anders, als zu kommentieren "cremiger geht's wirklich nicht mehr".
Am Freitag Abend war unser Bierstamm in Faulensee. Im alten Schulhaus hat Gerry seine Brauerei und am letzten Freitag jedes Monats ist sein "Restaurant" offen.
Etwas besonderes könne er uns empfehlen, sagte er, sein "Biére de Garde", ein Belgisches Ale. Wie es sich für Belgisches Bier gehört, servierte er es in Tulpen, nicht in Stangen. Es schmeckt sehr gut und es ist nicht gewürzt, obwohl man es glauben könnte. Der Geschmack kommt alleine von der speziellen Ardennen-Hefe.
Es schmeckt aber nicht nur, es fliesst auch geschmeidig über die Zunge ... cremig eben! Und hiermit wäre der Zusammenhang zur oberen Geschichte hergestellt. Kein Käse!
Die Homepage von FaulenseeBier.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Suppe aus dem Osten

Heute nach Feierabend - für mich Beginn des Wochenendes - bin ich noch etwas in Bern herumspaziert. Ziel war der Lebensmittel-Loeb. In einem Feinkostgeschäft herumstöbern, ist einfach etwas tolles.
Da gibt gibt es immer viele Marken und Produkte, die man bei den Grossverteilern nicht findet. Teurer zwar, aber man sagt ja immer, man solle sich auch mal war gönnen.
Zugegriffen habe ich bei den Joghurts, beim Brot, beim Bier und dann...
... fand ich im Suppenregal eine Serie spezieller Fertigsuppen. Nicht Knorr oder Maggi, sondern eine Art Edelversion. Und bei dieser Suppe hier wurde ich schwach, denn "Thurgovie oblige" oder so. Wobei mir mein Heimatscheinkanton gar nicht als Knoblauchanbaugebiet bekannt ist. Aber Mostsuppe wäre wohl zu naheliegend. So werde ich mir am Sonntag meinen Atem efrischen.

Dienstag, 19. Februar 2013

Röueli dra!

Es gibt ein Lied von Stiller Has, wo einem Arbeiter u.a. gesagt wird, er solle "Röueli dra" tun. Auch an den Blog gehört meiner Meinung nach ein "Röueli". Die Blogroll nämlich.
Klar, das Herz des Blogs sind natürlich die eigenen Artikel. Aber wenn einen mal das bloggen gepackt hat, will man nicht nur schreiben, sondern auch viel lesen und neue Blogs entdecken. Darum freut man sich, wenn man auf anderen Blogs eine grosse Blogroll findet. Die kann man durchchecken und neue interessante Blogs in seinen Reader aufnehmen. Auf diesen Blogs untersucht man wiederum die Blogroll und so geht das weiter. Leider sind diese Blogrolls oft etwas dürftig.
Um ein gutes Beispiel zu sein, habe ich meine Blogroll noch einmal vergrössert - auf genau 60 Blogs mit allerlei Themen: Politik, Wissenschaft, Comics und viel Leben. Auch wählte ich die Darstellung, die den Titel und das Datum des letzten Artikels zeigt, so dass ersichtlich ist, ob auf diesem Blog etwas läuft. Ich hoffe, dass meine Leser den einen oder anderen interessanten Blog finden.
Hier das Video zum erwähnten Stück: Znüni nä.

Sonntag, 17. Februar 2013

Der Frühstückskuchen

Oder Ontbijtkoek auf Niederländisch. Bei uns, wie ich schon geschrieben habe, eine teure Spezialität. Darum habe ich beschlossen, mir einen selbst zu backen. Es gibt diverse Rezepte - die meisten mit Honig, was ich nicht so schätze. Darum habe ich eines mit Rohzucker ausgesucht:
225 g Mehl, 1/2 TL Salz, 2 TL Backpulver, 200 g Rohzucker, 1 TL Zimt, 1/2 TL Muskatnuss, 1/4 TL Nelkenpulver, 100 g weiche Butter, 2.5 dl Buttermilch. Aus einem anderen Rezept habe ich noch 1/4 TL Korianderpulver dazugefügt. Mit der nötigen Übung kann man auch andere Gewürze, Weinbeeren, Apfelstücke etc beifügen.
Das Ganze gibt einen geschmeidigen Teig, der die Cake-Form kaum halbhoch füllt. Einmal im Ofen bei 180 Grad ändert sich das aber schon nach zehn Minuten. Nach gut 50 Minuten Backzeit macht man den Holznadeltest. Bleibt sie feucht, mindestens zehn Minuten weiter backen.
So sollte das Ding am Schluss nicht aussehen:
So brüchig nämlich. Jetzt fragt sich: Mehr Backzeit? Mehr Mehl? Vielleicht sogar weniger Backpulver, denn brüchig ist der Kuchen wohl auch, weil er nach dem erkalten zusammengesunken ist. Nun denn, wenn ich jetzt jeden Sonntag einen backe, wird der dritte oder vierte sicher perfekt.