Donnerstag, 2. April 2026

Launige Tage

 

Ich hätte nicht gedacht, dass mir diese späten Schneetage die Laune so verderben können. Aber ich war wirklich in jeder Hinsicht unmotiviert - auch im Blog. Immerhin war am Samstag Brautag. Ich versuchte mich erstmals seit acht Jahren wieder mit einem Safran-Bier. Ich bin gespannt.
Nachdem ich auch den Montag übellaunig zuhause verbracht habe, konnte ich mich am Dienstag immerhin zum Besuch bei Kieser aufraffen. Am Mittwoch schliesslich war wieder Schach angesagt. Noch bevor ich den Namen meines Gegners kannte, war mit klar, dass ich jetzt wieder zurechtgestutzt wurde, denn mit 3 aus 4 Punkten war ich etwas überbewertet. Jetzt dürfte es wieder stimmen.
Ach ja, ich könnte wieder häufiger Symbolbilder mit den Schachfiguren erstellen.

Freitag, 27. März 2026

Schon wieder

 Ich hätte nicht gedacht, dass ich  schon wieder ein aktuelles Schneebild zeigen kann:

Und der Donnerstag Morgen zeigte nicht nur dieses Bild, sondern bot noch eine andere Überraschung: Einen Stromausfall! Wieder zeigte sich, wie abhängig wir von der Stromversorgung sind. Kein Licht (das ging noch), kein Radio, kein Kaffee und das Wichtigste: keine Heizung. Zum Glück habe ich einen Schwedenofen und auch ein paar Briketts hatte ich noch im Vorrat. So heizte ich ein und konnte sogar etwas warmes Wasser machen. Muss ich doch noch raus und in die Landi fahren, um Briketts nachzukaufen? Nein! Um halb elf hörte ich ein Geräusch, das mich sonst eher nervt - den Kompressor des Kühlschranks. 

Donnerstag, 26. März 2026

Baden - Burgdorf - Basel

 


Da ich letztes Jahr mit einem Partner des Reiseunternehmers Twerenbold gereist bin, habe ich eine Einladung zu ihrer Ferienmesse erhalten. So ging ich am Freitag nach Baden oder genauer nach Rütihof, wo sie ihr Hauptquartier haben. Die Präsentationen waren durchaus interessant, aber möblierte Garagen sind halt weniger "heimelig" als echte Sitzungssäle, wie ich sie am Wochenende vorher besuchte. Aber das Wetter war besser. Dass ich keine Reise gebucht habe, liegt aber nicht daran. Mein Reisebudget hat zur Zeit nicht das Volumen meiner Reiselust.
Am Samstag war Burgdorf an der Reihe. Da konnte ich durch die Bierwelt reisen und neue Geschmäcker entdecken. Bekannte und bekannte Geschmäcker auch und alle freuen sich schon auf die Solothurner Biertage.
Nicht nach Davos, das das obige Gemälde zeigt, war Ziel am Dienstag, sondern Basel. Die neue Passerelle im Bahnhof war bereits Thema gestern und demnächst berichte ich von meinen Eindrücken im Kunstmuseum.
Am Mittwoch war wieder Bier das Thema. Der Thuner Heimbrauer Club hielt seine GV ab. Hauptthema war, dass man dieses Jahr kein "Craft Beer Festival" organisieren werden. D.h. der Klub wird wieder einen Stand an der Neuland-Messe haben und andere Brauereien einladen, dies auch zu tun, aber es gibt keine separate Etikettierung und Werbung dafür. 
Als ich um zehn in Thun losfuhr schneite es und das tat es zuhause noch mehr. Schnee ist also nicht nur auf obigem Bild ein Thema, sondern auch im nächsten Artikel.

Mittwoch, 25. März 2026

Geisterpasserelle

 

Gestern war ich in Basel (warum erzähle ich noch). Da ich in einer Zeitschrift einen Artikel über die angebliche Geisterpasserelle am Bahnhof gelesen hatte, wollte ich mich noch persönlich davon überzeugen. Dass es diese neue Passerelle gibt, habe ich gewusst und ich ging darum vor dem Bahnhofgebäude nach rechts, wo ich den Aufgang dazu vermutete. Sinnvollerweise müsste man doch von diesem neuen Geschäftshaus vis-à-vis der Markthalle zur Passerelle kommen ... aber weit gefehlt. So musste ich rund ums Bahnhofgelände ins Gundeldinger Quartier gehen um auf die Passerelle zu kommen. Das andere Ende der Passerelle geht nur bis zum französischen Bahnhof. Immerhin kommt man von dort ebenerdig in die Bahnhofhalle.
Kaum gebraucht wird diese Passerelle sicher auch, weil selbst die langen Züge nicht bis zu ihr fahren. Lediglich die S3 nach Olten stand, als ich dort war, exakt zwischen beiden Passerellen. 

Montag, 23. März 2026

Fansprüche

 

An einer Biermesse findet man nicht nur viele Biere, sondern auch T-Shirts zum Thema. So konnte ich letzten Samstag zwei Besucher abknipsen, die ihre Liebe zum Hopfensaft auf witzige Weise kundtun.
Aber in erster Linie habe ich natürlich Bier degustiert. Saures und herbes, fruchtiges und malziges - und mit den Brauern darüber diskutiert. Ich suche hierbei nach Bieren, die dem durchschnittlichen Biertrinker mit Sicherheit einen kalten Schauer über den Rücken jagen. So z.B. probierte ich eines mit Mango, eines mit Heidelbeere, eines mit Curry und sogar eines, das mit einem ganzen Tannenbaum gebraut wurde. Das ist echte Vielfalt!

Donnerstag, 19. März 2026

Kein Scherz - Schnee im März

 

Endlich habe ich das Tripel geschafft: Drei Mal zu Kieser in derselben Woche. Also auch am Freitag und erst noch bei einigermassen schönem Wetter. Damit war's am Samstag vorbei, als ich zur Ferienmesse nach Sursee fuhr. Ich buchte trotzdem die Reise nach Kroatien.
Auf dem Weg zurück zum Bahnhof ging ich noch ins dortige Coop und besorgte mit ein anderes Tripel: Drei Innerschweizer Biere, die ich am Sonntag meinen Nachbarn vorsetzen konnte. 
Mit Kieser gings am Montag weiter und am Dienstag war wieder eine Exkursion der Senioren Uni angesagt. Mit einem ganzen Punkt schloss die Wochenmitte, denn ich gewann die Schachpartie im Vereinsturnier am Mittwoch Abend. Die nächste Partie ist am 1. April. Aber dann wird mir wohl nicht nach scherzen zu Mute sein, denn ich rechne mit einem starken Gegner.

Mittwoch, 18. März 2026

Im Archiv

 


Das sind alle Telefonbücher, die je in der Schweiz gedruckt wurde, resp. je ein Exemplar davon. Vom ersten Telefonverzeichnis von Zürich, 3 Seiten A5, über die dicken Wälzer, die wir alle noch kennen, bis zu all den Lokalverzeichnissen im Vordergrund, die auf privater Basis hergestellt wurden.
Gerne hätte ich nach meinen Telefoneinträgen gesucht, aber ich war ja an einer Führung der Seniorenuni. Keine Museumsführung diesmal, sondern eine Archiv-Führung. In Köniz im PTT-Archiv.
Als Bundesbetrieb war die PTT verpflichtet, alle Dokumente zu archivieren und Post und Swisscom als Rechtsnachfolger tun dies weiterhin. Etliche Karten dokumentieren die Entwicklung von Post und Telefondiensten in der Schweiz. Wenig verwunderlich startet beides in Zürich, zog sich durch die Ost-West-Achse des Mittellandes, sowie die Gotthardroute von Basel ins Tessin. Tal um Tal wurde davon aus erschlossen, mit Telefonleitungen, Postkutschen und schliesslich Postautos. So erfuhr ich, dass die Postautolinie 100 von Bern nach Aarberg, damals nur bis Dettligen, die erste der Schweiz war. 
Interessant war auch die Werbung, so z.B. wie die damalige PTT-Telecom den SMS-Dienst bewarb:
Als Telegramm für das Handy wollte man es den Kunden näherbringen, weil die Abkürzung SMS noch unbekannt war. Heutzutage müsste man wohl eher das Telegramm als SMS für die Schreibmaschine anpreisen...

Montag, 16. März 2026

Ferienlaune

 Das schöne Wetter letzte Woche konnte einen ja wirklich in Ferienlaune versetzen. So ging ich den am Samstag nach Sursee, wo das Reiseunternehmen "Car-Tours" seine Kundschaft zum Fest einlud. Leider musste das Fest fast ausschliesslich drinnen stattfinden.

Es regnete nämlich den ganzen Tag. Wer den Gutschein für ein Glas Walliser Wein einlösen wollte - und das wollten natürlich alle - spurtete zum Weinstand und mit einem oder zwei vollen Gläsern wieder zurück. Ich trank meinen Wein aber gleich beim Stand, denn sie spielten gute Musik.
Die anderen Gutscheine für Kaffee und für ein Mittagessen (Ghackets und Hörnli) konnte man im Kongresszentrum einlösen. Ich war auch auf einem Stadtrundgang durch Sursee. Trotz nassen Füssen sehr interessant. 
Den ganzen Tag gab es Vorträge zu verschiedenen Reisen. In drei Sälen und im obigen Bus. Dort gab es keine Leinwand, sondern Tablets.
Dort fand auch jener Vortrag statt, der mich am meisten interessierte. Diese Reise habe ich dann auch gebucht und von 100 Franken Messerabatt profitiert. Am 19. April geht es für eine Woche nach Kroatien. 

Freitag, 13. März 2026

Museum (12/50)

 In Freiburg habe ich auch das Kunsthistorische Museum besucht. Dort hiess es erstmal "Augen auf!":

Wobei dieses Bild aus der modernen Abteilung ist. Hier aber etwas Historisches:
Ein Triptychon, ein Flügelaltar. In diesem Museum hat es sehr viele Heiligenfiguren und bei allen musste ich die Beschreibung konsultieren.
Zum Glück ist die Tafel noch lesbar und ich sehe, es ist derselbe - der Heilige Bartholomäus. Ihm wurde gemäss Legende die Haut abgezogen und so stellt man ihn, mal mit der Haut, mal mit dem Messer dar. Ich muss mich wohl mal mit sakraler Kunst befassen, damit ich die jeweiligen Attribute der Heiligen kenne.
Kommen wir noch zu etwas weniger blutigem:
Die Latrine. Nicht dass es eine solche hat, ist das besondere, sondern der Weg dahin. Ein Gang über die Laubenbogen mit prachtvollen Fenstern auf beiden Seiten. 

Donnerstag, 12. März 2026

Hin und zurück

 Am Samstag verabschiedete sich das Nachbarspaar HP und E zum Camping nach Spanien. Am Sonntag Abend stellten sie das Bild einer Pizza in den Whatsapp-Status. Am Montag Nachmittag kam die Nachricht, dass E verunfallt ist und sie wieder zurückkommen und am Dienstag Abend schliesslich tranke J. und ich wieder ein Bier mit ihnen. D.h. nur mit HP, denn E kann wegen Medikamenten keinen Alkohol trinken. Immerhin ist sie zuhause und musste nicht im Spital bleiben.
Noch vor dem Bier war ich mit der Seniorenuni im Historischen Museum Bern, wo eine Spezialausstellung zur Murtenschlacht stattfindet. Dorthin werde ich noch einmal alleine hingehen und dann darüber berichten.

Sonntag, 8. März 2026

Melodimasken

 Gewagter Titel für einen der kein Schwedisch kann....
Ich habe also das schwedische Finale zur Quali für den ESC geschaut. Und gleich bei zwei Acts war Maskierung im Spiel. Eine Rockband hatte einen voll maskierten Schlagzeuger und die Siegerin, Felicia, trug eine Art Mundschutz. Keinen medizinischen, sondern einen aus schwarzen Spitzen. Eine Maske als Bühnenkostüm, warum nicht, aber permanente Maskierung, auch in den Vorfilmen und in den Interviews, nervt mich. Aber vielleicht macht Felicia ja das, was vor ein paar Jahren der australische ESC-Teilnehmer machte: Er sang mit Maske, liess sie aber bei den letzten Takten fallen.
Nun, auch das Lied gefällt mir nicht, aber auf meine fehlende Stimme wird es im Mai nicht ankommen. Gut gefiel mit die Pausenshow, wo KAJ ein Medley bisheriger ESC-Beiträge sangen und zum Schluss natürlich ihr Sauna-Song. 
Wie wichtig das Schwedische Fernsehen den ESC nimmt, sieht man auch daran, dass alle Teilnehmer eine ESC-Reife Bühnenshow bekommen: Lichtshow, LED-Wand, Tänzer, Pyrotechnik und Feuer. Und mit letztem will ich den Artikel beenden. Sie sehen aus wie Feuerwehrmänner und sind es auch, die "Brandsta City Släckers". Eine fröhliche Altherrenband, die sichtbar Spass haben, an dem was sie machen:


Donnerstag, 5. März 2026

Brötli und Döner

Am Freitag war es soweit: die eine Woche vorher in Worb abgefüllten Flaschen wurden geleert. Nachbar J. hatte Geburtstag und lud Nachbarn und Freunde zu Bier und selbstgemachten Brötchen ein. Eine Höllenarbeit hat er sich gemacht und wir haben alle gerne zugegriffen.
Mal wieder ganz auf den öV vertrauen, habe ich mir am Samstag gesagt und bin mit Postauto und Bahn nach Thun zu Kieser gefahren. Am Abend wollte ich ursprünglich die deutsche ESC-Ausscheidung schauen, aber nach den ersten Minuten verlor ich die Lust und hörte lieber ein paar Podcasts.
Die Nachbarn HP. und E. verabschieden sich bald für 3 Monate nach Spanien, so dass wir am Sonntag mit ihnen das Abschiedsbier tranken. Ich konnte hierbei noch mein neues Frühlingsbier vorstellen, dass sehr positiv aufgenommen wurde.
Am Montag bei Kieser war am Nachmittag bereits viel los. Offenbar spüren auch die Pensionierten den Frühling und wollen sich in Form bringen. Anderweitig in Form bringen konnte ich mit am Dienstag, als ich am Stammtisch unseres Heimbrauerklubs mein Lebkuchenbier vorstellte. Die letzten beiden Flaschen, die ich für diesen Anlass aufbewahrt habe. Alles andere wurde in den letzten zwei Monaten konsumiert. Vorher aber trafen sich J. und ich in einem kleinen Dönerladen, wo wir uns ein gut gewürztes Abendessen gönnten.
Dem öV vertrauen wollte ich auch am Mittwoch. Der RE1, der von Zweisimmen und Brig her kommt und in Spiez zusammengekoppelt nach Thun, Münsingen und Bern fährt, ist eigentlich eine tolle Sache. Wenn die Kupplung aber versagt, heisst es in den IC umsteigen und dann noch in die S-Bahn, weil der IC in Münsingen nicht hält. Zum Glück hatte ich das Auto in Spiez und nicht zu Hause, so wechselte ich das Fahrzeug und verliess mich wieder auf mein Auto. 
Dieses brauchte ich auch am Abend wieder um in den Schachklub zu fahren. Ich gewann. Zugegeben, mein Gegner spielte nicht besonders gut, aber ein Punkt ist ein Punkt.

Dienstag, 3. März 2026

Museum (11/50)

Soweit Jean Tinguely. 
Gelesen habe ich dies im "Espace Jean Tinguely - Niki de Saint Phalle" in Freiburg. Es ist kein grosses Museum, eigentlich nur eine Halle, wo Werke des Künstlerpaares ausgestellt sind. Vor allem natürlich die berühmten "Tinguely-Maschinen".

Altar des Konsums, nannte Tinguely diese Installation, wo allerlei zu Gerümpel gewordene Gegenstände sich bewegen und dabei entsprechenden Lärm verursachen. Nike de Saint Phalle hat auch grosse Gegenstände geschaffen, z.B. im Zürcher HB, hier sind eher kleine Werke vertreten.

War nicht leicht zu fotografieren. Darum hier noch eine Figur von nahem:
Natürlich eine ihrer berühmten "Nanas". 
Der "Espace" ist, wie der Name sagt, einfach ein (zusätzlicher) Raum für die beiden Künstler. Eine kleine Überraschung hält er noch bereit, nämlich eine Gedenkecke für einen anderen bekannten Freiburger, für Joe Siffert.


Donnerstag, 26. Februar 2026

Erst kommt Schach, dann die Fasnacht


 Auch diesen Freitag waren wir in Worb auf der Rampe. Diesmal nicht nur für zwei Flaschen, sondern für sechs! Eine für das Bier am Sonntag, aber da kommt noch etwas anderes.
Die Berner Fasnacht wollte ich am Samstag schauen gehen, aber ich für schliesslich in die Gegenrichtung, nach Zweisimmen. Der Mannschaftsleiter unserer dritten Mannschaft bat mich (nicht gerade auf den Knien, aber fast) mitzukommen, da er erst drei Leute hatte. So spielte ich denn - nicht schlecht, aber auch nicht gut genug und ich konnte einer Mannschaft nicht zum Sieg verhelfen. Aber dem Klub blieb wenigstens die Busse erspart, die man zahlen muss, wenn man unvollständig anreist.
Doch noch Fasnacht, aber in Basel, konnte ich am Montag geniessen und habe darüber am Dienstag einen Artikel geschrieben. Nach dem Krafttraining und vor einer Crème-Schnitte.

Dienstag, 24. Februar 2026

Fröhlich mit düsteren Komponenten

 Nachdem ich die Luzerner Fasnacht am TV geschaut habe und die Berner Fasnacht wegen Schach verpasst habe, konnte ich doch noch eine Fasnacht live geniessen: Basel!

Aber warum düster? Das sieht doch alles ganz fröhlich aus. Aber es gibt ein Thema, das alles andere dominiert:
Der, der hier herumtumpelt war auf vielen Laternen ein Thema. Aber es ist nicht nur der amerikanische Adler, der die Eurohasen hetzt, auch der russische Bär und der chinesische Drache machen mit, wie die Laterne rechts zeigt. Einige machten sogar ganz auf Krieg und Weltuntergang. 
Aber auch um die Schweiz machte man sich Sorgen:
Woher die Gefahr kommt, blieb hier, soweit ich es sehen konnte, offen. Sei es die Politik, Social Media, Gewalt und Krieg oder vielleicht auch die eigene Dummheit. Dabei gibt es gerade gegen letzteres eine Gegenmassnahme: 
Eine Bibliothek! Hier zwar nur eine aufgemalte. Aber sich informieren und neugierig bleiben, das sollte man nicht vergessen, denn es hält geistig jung und flexibel. 
Zum Abschluss aber noch ein paar fröhliche Bilder:
Der Wikinger, der gerade eine Orange geworfen hat, hat mich zum Glück nicht getroffen. Aber von einem andern Wagen habe ich eine erwischt und die spendet mir jetzt die Vitamine zum bloggen.


Donnerstag, 19. Februar 2026

Belohnung


 Letzten Herbst habe ich bekanntlich am Craft Beer Festival mitgeholfen. Am Freitag gab es nun die Belohnung, d.h. der Klub lud die Helfer zum Abendessen in Bern ein. Erst gab es Apero bei den Simmentalern (wohlverstanden: nur das eine Bier ist meines) im Bahnhof, anschliessend Essen im alten Tramdepot. 
Das Wochenende verlief routinemässig mit Kieser am Samstag und Zvieri-Bier am Sonntag. Dies gefolgt von einem faulen Montag, an dem ich den Luzerner Fasnachtsumzug im Fernsehen verfolgte. 
Weniger faul verlief der Dienstag mit einem weiteren Besuch bei Kieser. So sehr es mir widerstrebt, bei Schneetreiben das Haus zu  verlassen, wo sehr befriedigt es mich doch, wenn ein Training absolviert ist. Zur Belohnung fiel der Schneefall kurz aus, um mich in Ruhe nach Hause fahren zu lassen.
Befriedigend fiel auch der Schachabend am Mittwoch aus - mit einem Sieg. 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Museum (10/50)

 Das alte Zeughaus in Solothurn zeigt, was man von einem Zeughaus erwartet: Waffen.

Stechen, hauen, schlagen einst, schiessen später. Und das ist das Resultat:
Diese Schädel "erzählen" uns von der Schlacht von Laufenburg 1443. Ich schaue, während ich hier schreibe die Liste der Kriege und Schlachten der Schweiz an und bin erschreckt, wie viele es sind.
Gut geschützt waren sie sicher, die Eidgenossen und auch ihre Gegner. Aber das alles nützte nichts mehr, als diese kamen:
Da gab es noch eine Sonderausstellung zur ehemaligen Waffenfabrik Solothurn. Diese stellte natürlich modernere Waffen her und sie war im 2. Weltkrieg auch in Waffenlieferungen an Deutschland verwickelt. 
Mit leicht gedämpfter Laune verliess ich das Zeughaus. Aber schon an der nächsten Strassenecke sah ich etwas, was mich wieder aufheiterte:

Montag, 16. Februar 2026

Museum (9/50)

 Das Kunstmuseum Solothurn hat zur Zeit eine Spezialausstellung Videokunst. Das meiste beeindruckte mich nicht besonders. Aber dies hier war wirklich originell:

Der Projektor zeigt abwechselnd Tageshimmel, Sonnenaufgang und -Untergang. Aber vor der Leinwand steht allerlei Gerümpel, so dass sich in der Projektion eine Skyline ergibt. 
Sonst hielt ich mich an die bekannten Künstler, die hier auch ausgestellt werden. Z.B. Gertsch:
Oder Hodler:
Denn anders als zuhause, habe ich im Museum nicht die Geduld, auf einen Bildschirm zu starren. Das tat hier ein Buddha für mich:

Freitag, 13. Februar 2026

Mangez des Tomates!

 Salat ist gesund. Darum esse ich auch viel Salat, aber aus Bequemlichkeit meist vorgeschnittenen Blattsalat. Wenn es mir nach Abwechslung ist, kaufe ich auch mal eine Salat-Bowl, die aber auch zur Hälfte aus Schnittsalat besteht. Und dieser Schnittsalat sieht häufig so aus, als wäre man einfach mit dem Rasenmäher über das Salatbeet gefahren. Darüber sinnierend fuhr es plötzlich wie ein Blitz durch meinen Kopf:

Gut, zuerst dachte ich an Tomaten und dann an dieses Lied, das ich vor Jahren in einer französischen Oldie-Sendung gehört habe. Natürlich: eine Tomate ist innert einer halben Minute zurecht geschnitten, ein paar Scheiben Mozzarella oder anderer Käse ebenso. Dann noch Basilikum darüber und fertig ist die Insalata Caprese. Kommen noch Oliven und etwas Gurke dazu, habe wir einen Griechischen Salat und wenn noch ein paar andere Sachen dazukommen, ein üppiges Menu. Und immer in der Mitte des Tellers leuchtet rot die Lieferantin von Wasser, Ballaststoffen, Vitamin C, Folsäure und Kalium. 
Darum: Mangez des Tomates!

Donnerstag, 12. Februar 2026

Von der Rampe an den Jasstisch

 Am Freitag zogen wir zu dritt nach Worb. Dort gibt es freitags auf der ehemaligen Laderampe der Brauerei Egger die Möglichkeit seine Zwei-Liter-Flaschen abzufüllen. Dazu gibt es jeweils einen Jeton für ein Chübeli also 3 dl. Da es immer noch recht kalt ist, gingen wir mit unseren Chübeli in die einzige sonnige Ecke, gleich neben einem Tisch, wo zwei Männer miteinander diskutierten. Ah, Holländer, dachte ich. Oder doch nicht? Ich fasst mir ein Herz und fragte nach. Sie seien aus Südafrika, erklärte mir der eine, sie sprachen also Afrikaans.
Am Samstag hiess es wieder: ans Brett! Ans Schachbrett. Die Gruppenmeisterschaft ist ein Wettbewerb, wo vier oder fünf Spieler eines Klubs gegen ebenso viele Spieler eines andern Klubs je eine Partie spielen. Der Rösslisaal war ziemlich voll, denn gleich vier Thuner Mannschaften hatten Heimspiel. Meine Mannschaft war mit 0.5-3.5 Punkten leider nicht sehr erfolgreich. Auch ich musste einen Nuller beisteuern. Immerhin konnte ich meinen Gegner fast vier Stunden lang beschäftigen.
Wieder ums Bier ging es am Sonntag. Da kam auch eine der in Worb gefüllten Flaschen zum Zug, sowie ein Kastanienbier, welches Nachbar HP mitgebracht hatte. Er hatte auch einen Neffen zu Besuch, der eine Fischzucht leitet. So gab es noch geräuchertes Forellenfilet zum Bier.
Zu Kieser gings am Montag und am Dienstag dachte ich, dass ein Regentag ein idealer Museumstag ist. So reiste ich nach Solothurn, was mir wieder Material für weitere Artikel lieferte.
Der Mittwoch endete mit dem Stichwort im Titel. Unser Schachklub führt jedes Jahr ein Jassturnier durch. Leider waren nur gerade acht Leute dabei, aber es war trotzdem lustig. Als Siebter und somit Zweiter von hinten konnte ich mir noch ein Päckli Guetzli vom Gabentisch holen.

Montag, 9. Februar 2026

Museum (8/50)

 

Im Kunstmuseum Bern gibt es auch moderne Kunst, z.B. von Meret Oppenheim. Um mehr davon zu zeigen, planen sie einen Neubau. Der ist aber sehr teuer und es steht ein Referendum wegen des Kantonsbeitrags an. 
So bleibt vorläufig der Schwerpunkt auf den bekannten Schweizer Künstlern. Allen voran Ferdinand Hodler:
Besonders beeindruckt hat mich das Bild "die enttäuschten Seelen". Nicht in der Kleidung, aber in der Haltung erinnert mich diese Gruppe an frisch Pensionierte, die sich nie an das Leben danach vorbereitet haben. Zum Glück geht es mir auch nach jetzt zehn Jahren nicht so.
Ein wichtiger Teil ist auch die "Genre"-Malerei. Das sind idealisierte Szenen mit, imposanten Landschaften, Zur Schweiz passend also vor allem Berge. 
Franz Niklaus König heisst der Maler, der diese gar nicht so romantische Szene schuf. Aber in den Stuben des Bürgertums sah man wohl in erster Linie die tolle Landschaft und verschwendete keine Gedanken daran, was der Verlust eines Lammes für den Schafhirten bedeutet. 
Nun, ich verlor weder ein Lamm noch sonst etwas und freue mich aufs nächste Museum.

Donnerstag, 5. Februar 2026

Alte Ideen recyceln

 Man solle alle 7 Jahre etwas Neues anfangen, habe ich mal gelesen. Ich hole jetzt eine 7-jährige Idee wieder hervor. Im Jahre 2019 habe ich jeden Mittwoch einen Wochenbericht geschrieben. Ein Artikel für die kleinen Dinge, die ich festhalten will. Und da ich neuerdings den Donnerstag zu meinem Wochenbeginn erkoren habe, erscheinen diese Artikel auch am Donnerstag - aber nicht mit dem schnöden Titel "Wochenbericht", sondern einem, der ein Ereignis aufnimmt. Andere Artikel gibt es natürlich weiterhin, z. B. meine Museumsbesuche oder Ausflüge, also solche Artikel mit vielen Bildern.

Freitag

Unsere Hausbrauerei braucht wieder Material. So fuhren Brauer J. und ich mit Nachbar HP in den Aargau zu "Brau und Rauch" nach Densbüren. Sattelegg heisst der Pass, der von Aarau nach Frick führt und an dieser Strasse liegt unser Ziel. Da war aber die Strasse von der Polizei gesperrt und wir mussten auf der Karte einen alternativen Weg suchen. So lernten wir einen anderen Pass, die Saalhöhe kennen. Die Rückfahrt konnten wir aber wieder auf dem üblichen Weg antreten.
Zum Dank für die Mithilfe lädt der Brauen jeweils zum Abendessen ein. Diesmal waren wir zuhinterst in unserem Tal im Restaurant Spilgerten. Dort gibt es freitags ein Indisches Buffet und dies ist wirklich empfehlenswert.

Samstag

Heute bei Kieser das neue Programm. Vor einer Woche hat mich eine Trainerin kontrolliert und mir bei einigen Geräten geringeres Gewicht und, vor allem, geringere Geschwindigkeit verordnet. Das braucht etwas mehr Konzentration, tut aber gut.

Mittwoch

Heute beginnt im Schachklub wieder das jährliche Vereinsturnier. Einige Junioren nehmen teil und so kann ich feststellen, dass sich unser Klub wieder etwas verjüngt hat. Mein Gegner in der ersten Runde ist aber ein alter Hase und der hat mich schnell am Wickel. Aber meistens ist es gar nicht so schlecht, die erste Partie zu verlieren.

Mittwoch, 28. Januar 2026

Museum (7/50)

 Grönland hier, Grönland dort... da trifft es sich ja gut, dass das Alpine Museum in Bern seit September eine Grönlandausstellung zeigt. 
Ich beginne gleich mit meinem Eindruck: Sie hat mich enttäuscht. Das waren lauter dunkle Räume, wo an einer grossen Leinwand eine Art Stimmungsbilder gezeigt wurden.

An der Seite hatte es Bildschirme und einen Sitzklotz davor mit vier Kopfhöreranschlüssen, je einen pro Sprache. Steckte man den Kopfhörer, den man am Eingang mitnehmen musste, ein, so lief auf dem Schirm ein Interview mit einem Grönländer mit Untertiteln in der gewählten Sprache. Eine Museumsleiterin, eine Ministerin, ein Ingenieur, ein Student... etc. Einzig in einem Raum gab es auch ein paar Gegenstände mit Erklärungen. Allerdings in weissen Plastikkisten, die man erst öffnen musste. Ein normaler Dokumentarfilm hätte mir wohl mehr gebracht. 

Montag, 26. Januar 2026

Den Marsch geblasen...

 ...haben uns letzten Mittwoch zwar nicht die Schachfiguren, aber die Blasmusik im Nebensaal. 


Der Schachklub Thun hat zur Hauptversammlung eingeladen und so sassen wir im Rösslisaal (passt ja) um uns durch die 20 Traktanden durchzuarbeiten. Im grossen Saal daneben befand sich besagte Blaskapelle, die, nicht wie versprochen erst um 20 Uhr mit üben begann, sondern eine halbe Stunde früher. So mussten wir die Versammlung fast komplett mit Musikbegleitung abhalten. Glücklicherweise hatten wir keine kontroversen Themen, so dass das meiste in "stillem" Einverständnis abgehandelt werden konnte.
(KI-Prompt: Schachfiguren spielen Blasmusik)

Montag, 12. Januar 2026

Museum (6/50)

 Die Technik entwickelt sich immer schneller. Auch diese für den Privathaushalt: Radio, TV, Küchengerät, Telefon, Fotoapparat, Computer. Findet man beim aufräumen dann so ein altes Gerät, denkt sich mancher: Das ist doch ein richtiges Museumsstück und spendet es tatsächlich einem Museum. Dieses Museum heisst "Enter" und steht in Derendingen bei Solothurn, wo ich kürzlich war. Und so stehen sie dann da:

So einige Geräte hätte ich am liebsten mitgenommen. Nur: ich habe keinen Platz dafür und die Frequenzen, die sie empfangen, sind heute aufgegeben.
Und wie rechnet man 1+1 ? Z.B. mit den Rechenmühlen, mir denen ich in der Gymerzeit Bekanntschaft gemacht habe.
Wer so eine hat, denkt sich: Was für eine Rarität. Die Wahrheit aber ist: Es gibt noch massenhaft davon. Ebenso originelle Rechner und Apple Computer aus allen Generationen und allen Designs. Da kann Steve Jobs nur staunen.
Da auch der Keller des Museums zugänglich ist, konnte ich mich davon überzeugen, dass da noch kistenweise Rechner, Handys, Fotoapparate etc vorhanden sind, die ev. nie ausgestellt werden.
Das "Enter" enthält noch zwei weitere Ausstellungen: Das Gutenbergmuseum mit Schaustücken aus der Geschichte des Druckes und im Keller ein Raum mit Autos, die in einem Film eine Rolle gespielt haben. Z. B. dieses:


Montag, 5. Januar 2026

Schneetreiben

 

Ja da lacht die Mittagssonne über dem Wiriehorn. Lachen können die Pistenleute erst, wenn aller Schnee, den die Kanone produziert verteilt ist. Am letzten Wochenende waren die Pisten voll und die Skischule ist gut besucht. Wenn jetzt die Sonne weiterhin nur lacht, aber nicht heizt, dürfte die Skisaison erfolgreich sein.

Freitag, 2. Januar 2026

Radiophil

 

Lang-, Kurz- und Mittelwelle, Telefonrundspruch, UKW, Satellit, Internet, DAB.
Alle diese Empfangsmöglichkeiten habe ich genutzt oder nutze sie noch heute. Soweit möglich, denn unser Landessender hat ja UKW aufgegeben. Aber wer weiss, vielleicht kommen sie zurück, denn viele Hörer sind zu den Privaten abgewandert, die eine Sendeverlängerung erhalten haben. Einer meiner Lieblingssender war das Berner Radio Förderband, wo u.a. Sven Epiney seine Karriere startete. Dieser Sender, der am Silvester vor 43 Jahren sein Programm aufnahm, wurde leider im Jahre 2001 in einen Mainstream Hitsender umgewandelt und ging später in Radio Energy auf. Ein Radiofan, mit anderen Sendern, bin ich immer noch. Es ist aber wie mit vielem: So wie früher wird es nicht mehr.
Die Bilder sind aus dem Technik-Museum "Enter", über das ich auch noch schreiben werde.