Ich weiss nicht, ob es generell zutrifft, dass mit zunehmendem Alter auch mehr an Geschichte interessiert ist. Vielleicht deshalb, weil man ab etwa vierzig sich an selbst erlebte Zeiten erinnern kann, die anders waren, als die Gegenwart. Bei mir lief das jedenfalls so. Immer häufiger griff ich in den letzten Jahren nach historischen Büchern - erst Sachbücher, später auch Romane - oder schaute mir Dokumentationen im Fernsehen an. Und natürlich auch Spielfilme. Darum verwundert es wohl nicht, dass ich mir die Serie 'Die Tudors' hereingezogen habe.
Das spannende an der Serie gegenüber anderen Henry VIII-Filmen ist, dass hier nicht die ganze Serie von sechs verbrauchten Frauen vorkommt. Es beginnt mit der Entfremdung Henrys von seiner ersten Frau Katharina von Aragon, die keinen Sohn geboren hat, über den Bruch mit der Kirche, um Anne Boleyn zu heiraten, bis zur Einführung von Jane Seymour und der Hinrichtung von Anne. Somit sah man auch nicht den alten, dicken Henry, sondern den jungen, (noch) schlanken, der zur Freude der Zuschauerinnen auch mal das Hemd auszieht.
Gut herausgearbeitet ist auch, dass die ganze Frauenwechslerei nicht nur Sache eines geilen Königs war, sondern auch Teil der Karriereplanung der Familien Boleyn und Seymour. Papa Boleyn hat sogar erst die ältere Tochter Mary dem König ins Bett gelegt und, als dies misslang, Anne nachgeschoben. Diese aber war ehrgeizig und wollte Königin werden und verursachte ganz nebenbei eine Kirchenspaltung. Als sie aber nach Tochter Elisabeth nur noch Fehlgeburten hatte, wollte Henry sie wieder loswerden, zumal ihm bereits eine passende Nachfolgerin angeboten wurde. Die Seymours hatten allerdings von Anne gelernt. Karriereziel für Jane war Königin - was nach dem Tod von Katharina sogar mit Billigung der Kirche möglich war.
Nur Anne war noch im Weg, aber dafür hat der König einen Kanzler: Thomas Cromwell. Auch das schön im Film. Wenn man die Hofdamen nur lange genug fragt, werden sie früher oder später erklären, was man hören will. Dass einige Herren unbeaufsichtigt bei der Königin waren, oder dass sie ihren Bruder so herzhaft küsste. Fertig ist die Anklage auf Ehebruch und Inzest: Ab aufs Schafott!
Ja, das waren sie, die guten, alten Zeiten. Und vor allem, schön anzusehen in 'Die Tudors'.
Sonntag, 11. Januar 2009
Freitag, 9. Januar 2009
Grippewelle
Drei weitere Leute in unserer Firma sind auch krank, hat mir mein Chef gestern am Telefon gesagt. Und so, wie meine Stimme töne, erwarte er mich auch am Freitag nicht. Ich hatte schon am Dienstag etwas Fieber, aber mit etwas Chemie, dachte ich... Aber die Viren wollen mich flach sehen. Sobald ich aber liege, werde ich nervös und muss wieder aufstehen. Jetzt geht es langsam besser und ich kann eine halbe Stunden vor den Compi sitzen. Schnelle gebe ich noch die Lottotipps ab. Dann bin ich morgen vielleicht schon reich und gesund.
Dienstag, 6. Januar 2009
CDs der Woche
Natürlich fahre ich auch in der ersten Arbeitswoche des Jahres mit Musik zur Arbeit. Mit meinen Lieblingen des Berner Rocks. Schon lange nicht mehr gehört habe ich die CD Matterrock, mit den rockig-popigen Versionen des Chansons des legendären Mani Matter. Besonders gut gefallen mir der Alpenflug, als Duett mit Kuno Lauener und Stefan Eicher, oder 'Ferdinand' mit 'Midnight to Six'.
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Montag, 5. Januar 2009
Das rechte Knie
A. hat sich letzten Samstag das rechte Knie verdreht. Es schmerzt immer noch, klagt er mir beim Mittagessen und es erinnert ihn an einen ähnlichen Vorfall vor drei Jahren. Er weiss nur nicht mehr, ob es damals auch das rechte Knie war, oder doch das linke. Ich kann ihm da nicht weiterhelfen. Aber sollte A. sich in drei Jahren wieder das Knie verdrehen, kann er jetzt hier nachlesen, welches es am 3. Januar 2009 war: Das rechte!
Sonntag, 4. Januar 2009
Wieder Lesen: Caravan
Heute habe ich im Büchergestell gestöbert und ein paar Bücher wieder in die Hand genommen. Zum Beispiel Caravan von Marina Lewycka. Ich habe mir überlegt, wie ein deutscher oder schweizer Autor wohl diese Geschichte schreiben würde. Alles kommt vor: Ausbeutung, Emigration, Verfolgung, Prostitution, Diebstahl und Mord. Das Buch geriete wohl so himmeltraurig, dass man als gewöhnlicher, männlicher Westeuropäer mit Job und Wohnung nur noch mit einem 'Mea Culpa' vom Balkon springen könnte.
Anders bei der Ukrainerin Marina Lewycka. Ihre Figuren, Erdbeerpflücker aus Polen, der Ukraine, Malawi und China erleben auch allerlei Schlimmes, aber auch Lustiges oder Fremdartiges. Jeder flieht vor oder sucht nach etwas anderem. Alle finden etwas, auch die, die ihnen helfen oder sie betrügen. Die Geschichte ist aus verschieden Perspektiven geschrieben, auch aus der des Hundes, der die Gruppe begleitet und am Schluss eine wichtige Rolle spielt.
Ein tolles Buch, das ich nur empfehlen kann.
Anders bei der Ukrainerin Marina Lewycka. Ihre Figuren, Erdbeerpflücker aus Polen, der Ukraine, Malawi und China erleben auch allerlei Schlimmes, aber auch Lustiges oder Fremdartiges. Jeder flieht vor oder sucht nach etwas anderem. Alle finden etwas, auch die, die ihnen helfen oder sie betrügen. Die Geschichte ist aus verschieden Perspektiven geschrieben, auch aus der des Hundes, der die Gruppe begleitet und am Schluss eine wichtige Rolle spielt.
Ein tolles Buch, das ich nur empfehlen kann.
Donnerstag, 1. Januar 2009
Neujahr!
Montag, 29. Dezember 2008
Der unvermeidliche Jahresrückblick
Es ist ja nicht übel. Eine Woche, die aus Montag, Dienstag, zweimal Samstag und dreimal Sonntag besteht. An eine 2-Tage-Woche könnte man sich gewöhnen. Allerdings wäre wohl eine Lohnanpassung zu befürchten. So holt einen die Realität ein.
Zur Realität gehören auch die diversen Jahresrückblicke, die uns in allen Medien geboten werden. Je nach Zielpublikum, Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft (dieses Jahr besonders), Sport, Showbiz ... und wenn wir schon in einem Blog sind, die Bloghitparade. Von mir gibt es aber noch keine grosse Blogkritik, dazu lasse ich mir noch etwas Zeit.
Mein persönliches 2008 zeichnet sich durch etwas ganz Unspektakuläres aus: Mein erstes Jahr mit Abwaschmaschine! Vierzig Jahre nach der Mondlandung ist also der Fortschritt auch bei mir angekommen. Der kleine Küchenumbau hat mir auch zusätzliche Ablagefläche beschert, die natürlich längst überstellt ist.
Dieses Jahr wurde ich auch zum Autopendler. Eher widerwillig zuerst, aber es hat sich bewährt. Eineinhalb Stunden Zeitersparnis sind nunmal etwas Wert.
Schliesslich bin ich dieses Jahr unter die Blogger gegangen. Immer noch etwas zurückhaltend. Noch liegt es mir nicht, mich zu allem und jedem zu äussern, wie andere es tun. Es fällt mir nicht leicht, einen Artikel freizugeben, denn ich bin ja auch streng mit den anderen. Meine Freunde lauern nur darauf, mir einen Fallfehler nachzuweisen. Nicht zu reden von einem inhaltlichen. Aber fürs nächste Jahr nehme ich mir vor, etwas frecher zu sein!
Zur Realität gehören auch die diversen Jahresrückblicke, die uns in allen Medien geboten werden. Je nach Zielpublikum, Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft (dieses Jahr besonders), Sport, Showbiz ... und wenn wir schon in einem Blog sind, die Bloghitparade. Von mir gibt es aber noch keine grosse Blogkritik, dazu lasse ich mir noch etwas Zeit.
Mein persönliches 2008 zeichnet sich durch etwas ganz Unspektakuläres aus: Mein erstes Jahr mit Abwaschmaschine! Vierzig Jahre nach der Mondlandung ist also der Fortschritt auch bei mir angekommen. Der kleine Küchenumbau hat mir auch zusätzliche Ablagefläche beschert, die natürlich längst überstellt ist.
Dieses Jahr wurde ich auch zum Autopendler. Eher widerwillig zuerst, aber es hat sich bewährt. Eineinhalb Stunden Zeitersparnis sind nunmal etwas Wert.
Schliesslich bin ich dieses Jahr unter die Blogger gegangen. Immer noch etwas zurückhaltend. Noch liegt es mir nicht, mich zu allem und jedem zu äussern, wie andere es tun. Es fällt mir nicht leicht, einen Artikel freizugeben, denn ich bin ja auch streng mit den anderen. Meine Freunde lauern nur darauf, mir einen Fallfehler nachzuweisen. Nicht zu reden von einem inhaltlichen. Aber fürs nächste Jahr nehme ich mir vor, etwas frecher zu sein!
Montag, 1. Dezember 2008
Vernissage
| Letzten Freitag ging für einmal Kunst vor Bier. Die Stammtischrunde traf sich an einer Vernissage. Austellerin war Karin Hofer aus Münsingen, wo auch die Vernissage stattfand. Beim grössten Teil der ausgestellten Bildern würde ich von astronomische Malereien sprechen: Sonne, Planeten und Galaxien (siehe das Bild). Einer der Planeten hat seinen Weg in Diemtigtal gefunden und hängt nun in einer Nachbarwohnung. Daneben gab es auch abstrakte Sachen, Landschaften (grün) und Skizzen. Ganz auf unser Lieblingsthema mussten wir aber nicht verzichten, denn der Getränkelieferant war u.a. Wiriebier! Natürlich sollten die anderen Besucher nicht zu kurz kommen und wir zogen uns zu E. zurück, wo wir dem neuesten Produkt aus dem Hause Burgdorfer Bier zusprachen. Ein Bockbier mit dem Namen "Gretli". Eine Anspielung darauf, dass Burgdorf in Goethes Faust erwähnt wird. |
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