Mittwoch, 30. Oktober 2024

Die Irlandreise (3/7): Dingle Halbinsel

Die Dingle Halbinsel wird von Reisebussen im Uhrzeigersinn umfahren. Darauf haben sich die Chauffeure geeinigt, um viele Kreuzungsmanöver auf den engen Strassen zu vermeiden. So fuhren wir als erstes der Dingle Bay entlang nach Dingle. Unterwegs machten wir aber Halt am Inch Strand. Dies ist etwas wie eine Düne, die fünfeinhalb Kilometer in die Dingle Bay hineinragt. Ein prachtvoller Badestrand, aber im Oktober keine Badetemperatur. 

Dann aber Dingle. Ein hübsches, typisch irisches Städtchen.
In der Bucht lebte viele Jahre lang ein Delphin, der zum Maskottchen von Dingle wurde. Als er verschwand (vermutlich gestorben war) herrschte Trauer in der Stadt und man erstellte ihm ein Denkmal. Die Delphine bleiben aber allgegenwärtig und wir sahen tatsächlich einige bei der Weiterfahrt. Zu weit weg, um sie mit dem Smartphone zu fotografieren.
Der mit dem Bier ist kein Delphin.

Die Rückfahrt auf der Nordseite der Halbinsel führte uns noch an einem ca. 1300 Jahre alten Oratorium, d.h. einem Gebetshaus vorbei.


Dienstag, 29. Oktober 2024

Die Irlandreise (2/7): Cliffs of Moher, Shannon, Tralee

Am Donnerstag verliessen wir Dublin. Hatten wir dort noch eine einheimische Stadtführerin, waren wir ab jetzt ganz in den Händen des Schweizer Reiseleiters mit Namen Walter Sommer. Während der langen Fahrt von der Ost- an die Westküste der Insel informierte er uns über diverse Aspekte Irlands.
Als kleines Extra zum Programm, machten wir bei einem Grabmal aus der Neusteinzeit Halt:

Das Ganze war vermutlich einst mit Erde überdeckt, aber fünftausend Jahre Erosion haben es wieder freigelegt. Danch kamen wir aber zum Ziel des Tages, den Cliffs of Moher:
Die Cliffs sind beeindruckend und, wie der volle Parkplatz zeigte, ein touristisches Muss. Nicht erst seit heute, denn der Turm auf dem linken Bild ist weder ein Leucht- noch ein Wehrturm. Er wurde bereits in viktorianischer Zeit als Aussichtspunkt für Touristen errichtet.

Die Fahrt der Küste entlang nach Süden, führte durch malerische Fischerdörfer, die heute aber eher Feriendörfer sind. Sie haben kaum eigene Infrastruktur, weil die Jugend in die Städte zieht und nicht mehr zurückkommt.
Schliesslich wurde noch eingeschifft auf eine Autofähre, die über den Shannon übersetzte, wobei der Fluss an dieser Stelle bereits mehr Bucht ist. Vorne rechts unser Bus.
In Tralee bezogen wir unser Lager für die nächsten vier Nächte.  

Montag, 28. Oktober 2024

Die Irlandreise (1/7): Dublin

Es ist auch der achtundzwanzigste, aber August und Mittwoch. Es geht nach Kloten und dort in ein Flugzeug mit einem Kleeblatt auf dem Heck. Eines der Aer Lingus, das die Schweizer Reisegruppe nach Dublin bringt. Dort lernen wir unseren Bus und unseren Busfahrer kennen, der uns durchs Land fährt. Zuerst gab es aber eine Rundfahrt durch Dublin. 
Irland heisst auf Irisch "Eire" und die Pflege dieser keltischen Sprache ist überall präsent. So auch auf diesem Wegweiser:

Nachdem der Bus durch einige traditionelle und moderne Quartier herumkurvte, setzte er uns in der Innenstadt ab. Es war Zeit für eine individuelle Erkundung. Wo Musik spielt, zieht es die Menschen hin und diese Musiker sind nicht zufällig an diesem Ort:
Im Hintergrund steht nämlich die Statue der Molly Malone. Und die Musiker werden natürlich immer wieder aufgefordert, das Lied über die schöne Fischhändlerin und ihr trauriges Schicksal zu spielen. Hier aber noch ein besseres Bild der Dame:
Und schliesslich: Sobald ich mich von der Gruppe entferne, lande ich schnell mal vor einem Bier. Nicht etwas dem, das auf dem Bierdeckel steht, sondern eines aus einer Dubliner Brauerei, wie mir der Barkeeper versicherte.

Sonntag, 27. Oktober 2024

Da war ja noch .... Irland!

 Weil ich die jüngsten Eindrücke sofort verarbeiten wollte, habe ich die älteren zurückgestellt. Aber ich habe natürlich nicht vergessen, dass ich in Irland war und werde auch darüber berichten. 
Es war eine Busreise mit Anfang und Ende in Dublin, wo auch die erste und die letzte Uebernachtung war. Die Koffer ausräumen musste man dazwischen aber nur noch einmal, denn vier Uebernachtungen waren im Städtchen Tralee, welches auf der Karte eingekreist ist. 

Das Programm:
1. Fahrt von Dublin via die Cliffs of Moher (nicht auf der Karte) nach Tralee.
2. Rundfahrt Dingle-Halbinsel.
3. Ring of Kerry.
4. Garinish Island und Killarney.
5. Fahrt via Rock of Cashel und Kilkenny nach Dublin mit Besichtigung der Guiness-Brauerei.


Freitag, 25. Oktober 2024

Die zweite Flussreise (8/8): Heimreise und Fazit

 

Was bleibt von der Reise in Erinnerung, ausser die feine Küche und das prachtvolle Zvieribuffet? (Dieses gibt es zum Glück nur einmal pro Reise.)
Ich habe einige neue Gegenden und Städte kennengelernt. Teile von Deutschland, die ich bestenfalls aus dem Fernsehen kenne. Nach zwei Flussfahrten kurz hintereinander, möchte ich lieber wieder einmal Ferien an Land stationär verbringen.

Donnerstag, 24. Oktober 2024

Die zweite Flussreise (7/8): Münster

 

Die Uhr im Dom von Münster zeigt nicht nur die Zeit, den Tierkreis und den Gang von Sonne, Mond und Planeten - Sie hat auch eine Datumsscheibe (unten dran, leider nicht auf dem Bild). Und diese zeigte, wie auch mein Handy, dass dies der letzte Tag vor dem Ende der Reise war.
Münster ist Bischofssitz und hat darum einen Dom und in der Stadt hat es auch eine imposante Stadtkirche. Ein Münster hingegen gibt es keines. Dieser Begriff wird eher im südlichen Teil des deutschen Sprachraumes verwendet. 
Die (rekonstruierten) Häuser der Altstadt erinnern an die Zeit, als Münster Teil der Hanse war. Die Boutiquendichte verrät, dass Münster auch heute noch zu den wohlhabenden Städten gehört. Und es ist auch eine junge Stadt mit 60'000 Studenten in einer Region mit 300'000 Einwohnern. Flach ist die Gegend auch und somit eine Fahrradregion, was man als Fussgänger gelegentlich auch erschrocken feststellt. 
Die Sonne lachte über Münster und uns lachte sie wohl aus. Ausser in Bernkastel hatte sie sich nur hier an diesem letzten Tag gezeigt.

Mittwoch, 23. Oktober 2024

Die zweite Flussreise (6/8): Düsseldorf

 Das war wohl der "schlechteste" Tag. Die Fahrt von Köln nach Düsseldorf war eher langweilig und die Kälte machte den Aufenthalt auf dem Sonnendeck (von Sonne war natürlich keine Rede) recht unangenehm. Trotzdem freuten wir uns auf den nächsten Ausflug, als sich diese Skyline zeigte:

Die Aufhellung hielt leider nicht lange. Immer hin war die Stadtrundfahrt und ein kurzer Gang durch die Altstadt noch trocken möglich. Endpunkt der Führung war die Narrenskulptur. Eine Art Till Eulenspiegel sitzt auf Büchern und einem Turm aus Köpfen, die allerlei Gutes und Schlechtes symbolisieren.
Gleich um die Ecke konnte ich noch meine persönliche Mission erfüllen: Ein Altbier bei dem "Uerige". Dort haben W., J. und ich 1997 diesem ordentlich gefrönt. Schliesslich ging ich auch noch durch das Gässchen, wo ich 2001 mit A. gegessen habe. Das was die Figur an der Wand dort machte, konnten wir leider nicht. Dieser dritte Besuch in Düsseldorf wird mir leider nicht in guter Erinnerung bleiben.
Auch die nächste Nacht machten wir durch. D.h. die Schiffsmannschaft, nicht die Passagiere.

Dienstag, 22. Oktober 2024

Die zweite Flussreise (5/8): Koblenz

 Als ich frühmorgens erwachte, lag das Schiff still. Ich schaute aus dem Fenster, es war dunkel, und dann fuhr das Schiff wieder los. Kurz darauf sah ich, dass wir in einen grösseren Fluss einbogen: den Rhein. Wir kamen also in Koblenz an und wer Koblenz sagt, denkt an das deutsche Eck, dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel mit dem Denkmal des ersten deutschen Kaisers, Wilhelm I.


In Koblenz hatten wir die originellste Führung. Die Stadtführerin stellte sich als Marktfrau Lisbeth vor und hatte zu allem, was sie uns zeigte, eine Geschichte zu erzählen.
Eine davon ist die des Schängels, des spuckenden Jungen, der auch ein Wahrzeichen der Stadt ist. Er steht für die aufmüpfige Koblenzer Jugend, die sich angeblich nichts gefallen lässt. Der Begriff "Schängel" geht auf "Schang" zurück, was eine Verdeutschung von "Jean" ist. Die Schängel sind somit Kinder, die während der Besetzung durch französische Truppen rund um 1800 entstanden sind. Der Schängelbrunnen steht im Hof des Rathauses.
Der Brunnen oben links, das Mädchen mit den Enten, steht in der Einkaufsstrasse, die tatsächlich "Entenpfuhl" heisst. Das Haus mit den Max-und-Moritz-Bildern steht beim Münzmarkt und unten rechts, die Marktgrau Lisbeth vor einer Madonna in einer kleinen Gasse am Rhein. 
Hier, wie fast überall, war nur wenig Zeit für individuelle Exkursionen, denn wir mussten am Abend in Köln sein. Dort gönnte ich mir dafür einen Schlummertrunk an Land: ein Kölsch.