5 Samstag
Natürlich ging es auch beim Ausflug am Freitag in erster Linie ums Bier.
Aber weil es gerade so schön am Weg lag, gönnten wir uns erst die
Römer. Nicht „den“, sondern „die“. Wir machten einen Spaziergang auf der
Felsenau-Halbinsel, wo die ersten Siedlungen auf den Gebiet der Stadt
Bern waren.
Es gibt einen beschilderten Weg mit Stationen mit Informationstafeln.
Wir beschränkten uns auf einen Teil des Weges und gingen nur bis zum
Bad.
Wie frustrierend! Kommt man an so einem heissen Tag zu einer Badeanstalt
und dann ist sie seit ca 1800 Jahren geschlossen. Allerdings war es
eher ein Dampfbad und somit auch nicht geeignet.
So haben wir uns zur inneren Abkühlung aufgemacht. Erst zur Felsenau Brauerei gleich in der Nähe, dann zu Wabräu in Wabern.
12 Samstag
So habe ich mir wieder 4 kg Trockenbier, sprich Gerstenmalzschrot
beschafft um es sogleich anzufeuchten. Sieben Stunden später hatte ich
die Würze im Fass und lasse dieses über Nacht auf dem Balkon, damit die
Würze abkühlen kann. Am Sonntag Morgen kommt noch die Hefe dazu.
Auf Twitter wagte ich bereits die Bemerkung: “ Ich braue nach REINheitsgebot und darum muss immer noch Gewürz REIN!“.
Hibiskus, Mate und Orangenzesten. Darum wird dieses Bier auch den
Zusatznamen „HibStar Mate“ haben. Jetzt heisst es noch 6 Wochen zittern,
bis sich zeigt, ob sich die Mischung als geniessbar erweist.
13 Sonntag
Es ist also soweit. Das neue Schulhaus geht am Montag „in Betrieb“. Ich bin schon gespannt, wie das so sein wird.
Heute habe ich auf Twitter von den drei Sieben des Sokrates gelesen. Er
soll empfohlen haben, alle Nachrichten, bevor man sie weiter verbreitet,
dreimal zu sieben, d.h. sich zu fragen, ob die Nachricht wahr ist, ob
sie etwas Gutes enthält und, ob ihre Verbreitung notwendig ist.
Dass Sokrates der Autor dieser Tipps ist, ist nicht belegt, aber ihre
Anwendung scheint mir sinnvoll. Z.B. auch auf obige Nachricht.
Ist sie wahr? – Ja. – Ist sie gut? – Eine neue, modern eingerichtete
Schule ist gut für die Schüler, gut für die Gesellschaft. Etwas weniger
gut für die Gemeindekasse. – Muss man es weitersagen? – Nicht unbedingt,
denn die Betroffenen wissen es ja. Aber mein Blog ist ja als Ganzes
nicht notwendig. Ausser für mein Mitteilungsbedürfnis.
31 Donnerstag
Den letzten Sommertag – also den voraussichtlich letzten Tag dieses
Jahres, an dem die Temperaturen 30 Grad übersteigen – habe ich mit
„Flügerli luege“ verbracht. Nicht zuletzt auch um das GA zu
amortisieren, fuhr ich zum Flughafen. Aber nicht ins Hauptgebäude,
sondern vis-à-vis.
Vor dieser Aussichtsplattform führt die längste Piste des Flughafens
vorbei. Leider starteten die Flugzeuge während meiner Anwesenheit auf
einer entfernteren Piste und ich musste mich mit dem Zoom meines Handys
behelfen, was man an der Qualität des Bildes sieht.
Aber immerhin erwischte ich eine Maschine der „Baltic“ und konnte so den
Erinnerungen an die Baltikumreise von 2009 nachgehen. Dieses Jahr und
vermutlich auch im nächsten gibt es keine Auslandferien.
Am Aussichtspunkt befindet sich ein Militärhelikopter, der zu einer
Snackbar umgebaut wurde und als Heli-Grill in der Region recht bekannt
ist.
Ich marschierte – nach einem Bierchen – noch in Richtung der anderen
Piste, ohne aber ein besseres Bild hinzubekommen. Als Ausgleich
fotografierte ich noch ein glattes Flüsschen … das Flüsschen Glatt.
Dienstag, 1. August 2017
Samstag, 8. Juli 2017
Bluegrass und Seesturm

Am diesjährigen Bluegrass-Festival auf dem Grunderinseli im Thuner See gab es nicht nur Bluegrass, sondern auch Greenwater, also Seewasser. Es stürmte so heftig, dass Wellen aufs Ufer schwappten. Es sammelte sich dadurch Wasser an Land, dass auch ins Festzelt floss und das Publikum schleunigst Taschen und Rucksäcke vom Boden heben musste.
Ein grosses Problem war das aber nicht und da es nicht regnete, blieb es bei hier und da nassen Füssen.
Hier aber die Musik:

Bluedust ist eine italienische Band, die bereits zum vierten Male da war. Sie gruppiert sich um den Leadsänger Perry Meroni (ca. Mitte 70) und singt traditionellen Bluegrass und entsprechend arrangierte italienische und amerikanische Schlager. In der Schlussnummer kombinierten sie biedes mit „It’s now or never“, der Elvis-Version von „O sole mio“.

Die Schweizer Teilnehmer waren Heinz Flückiger & the Cool Bunch. Der Bandleader dominierte die Band nicht nur optisch. Sie spielten Country und Pop und die Sängerin überzeugte mit ihrer Version von „Me and Bobby McKee“. Die Schlussnummer war wieder Chefsache mit einer stimmgewaltigen Interpretation von „Amazing Grace“.

Am Nachmittag standen sie noch im See und traten danach in Shorts und barfuss auf, am Abend dann etwas förmlicher, „Flats & Sharps“ aus Cornwall. Bekannte und eigene Stücke präsentierten sie auf traditionelle Art. Immer mit etwas Schalk, so auch ihre Version von „I wanna be like you“ aus Disneys Dschungelbuch, mit der sie den Abschluss machten.

Die Hillibilly Rockers aus Frankreich mit Sängerin Astrid boten wieder eher popige Country-Musik. Von den traditionellen Instrumente kam lediglich der Geiger häufig zum Zug, so auch bei der Interpretation des Fiedler-Duells mit dem Teufel. Hier kannte ich die Schlussnummer nicht. Es handelte sich, wie Astrid erklärte, um die Ballade einer Trapezkünstlerin.

Noch nie wie diesmal bemerkte ich den Unterschied zwischen eher egalitären Bands und solchen mit einer dominierenden Figur. Erstere waren auch die traditionellen, wo ein einzelnes Mikrofon im Zentrum steht, um das sich die Musiker scharen. Sie bewegen sich deshalb auch viel und wechseln sich beim Gesang ab. Bei den Engländern sang jeder mindestens ein Stück und zwei wechselten sich in der Moderation ab. Bei den Italienern dominierte Perry zwar – diese Dominanz wurde aber gebrochen, indem ein anderer moderierte und Witze über den Seniorchef machte.
Anders bei Heinz und Astrid. Sie bestritten Leadgesang und Moderation und sowohl sie, als auch die restlichen Bandmitglieder standen während der ganzen Vorstellung am selben Ort. Am extremsten zeigt sich der Unterschied in der Aufstellung in der Schlussnummer – und darum habe ich sie auch alle erwähnt. Heinz blieb nur noch mit dem Steel-Guitar-Spieler auf der Bühne. Bei Astrid blieben die anderen zwar auf der Bühne, spielten aber erst bei den letzten Strophe mit. Beides eher schwermütige Auftritte – ganz anders, als die beiden anderen Bands, die zum Schluss noch einmal alle Spielfreude zeigten.
Samstag, 1. Juli 2017
Der Juli 2017
1 Samstag
Kult war für mich lange Jahre nicht die Curry-Wurst, sondern die Bieler Braderie. Später wurde das immer weniger und ich gehe nicht einmal mehr jedes Jahr. Diesmal war es wieder ein kurzer Besuch, aber immerhin: Für ein Bieler Bier und eben eine Curry-Wurst reichte es. Nebst der Wurst war übrigens auch eine Chilischote in den Becher geschnetzelt. Pep hatte sie.
7 Freitag
Am Donnerstag haben sich fünf Bierfreunde aufgemacht, ein Bierchen in Konstanz zu trinken. Mehr als eines. Und zu Essen. Und schliesslich mit dem Schiff nach Schaffhausen zu fahren.
Immerhin vier Stunden geht die Fahrt und das Schönste, so schien es mir, kommt fast am Schluss.

Diessenhofen heisst dieses Dorf mit Holzbrücke.

Das muss ich mir alles mal von Nahem ansehen, habe ich mir gleich vorgenommen.
Schön und immer eine Reise wert ist natürlich auch Schafhausen und wäre einen längeren Aufenthalt Wert gewesen. Wir waren aber abends um 18 Uhr schon etwas müde und nahmen den nächsten Zug, von dem aus wir immerhin noch kurz den Rheinfall sahen.

13 Donnerstag
Es ist tatsächlich so: Heute ist mein sechzigster Geburtstag.

Ich will nicht behaupten, dass mir das ganz egal ist, aber ein Drama mag ich auch nicht daraus machen. Ich will aber gerne die Freiheit geniessen, die einem das Alter gibt. Und diese Freiheit, hoffe ich, kann ich immer mit Freunden geniessen.
So gilt für mich weiterhin: Mit vorsichtigem Optimismus vorwärts!
16 Sonntag
Am Samstag zog es mich wieder einmal nach Interlaken. Ich wollte die Gegend um Unspunnen/Rugen erforschen.
Vom Bahnhof Interlaken West sind es nur wenige hundert Meter und schon ist man auf der Waldstrasse zur Unspunnenwiese. Die aber sparte ich mir noch auf und stieg zu Heimwehfluh hinauf. Die Heimwehfluh ist ein Familienausflugsgebiet mir grossem Spielplatz, Rodelbahn etc. und weniger Wandertüchtige können auch mit der Drahtseilbahn hinauffahren.
Ich bin zum Glück noch gut zu Fuss und war in 20 Minuten oben und bestieg auch gleich den Aussichtsturm.

Man hat hier beste Aussicht z.B. Richtung Thunersee oder über Interlaken.
Von hier aus hätte ich noch auf den grossen Rugen wandern können, wollte mir aber nicht zuviel zumuten und begnügte mich mit dem kleinen. Rund um diesen führt ein Spazierweg, der der Malerin Clara von Rappard gewidmet ist. Ihr Lieblingsmotiv war dies:

Aufgenommen von einer Aussichtsplattform am Spazierweg, wo die Malerin die Jungfrau immer wieder ins „Visier“ nahm. Der kleine Rugen, der Weg rundherum, das Hotel Regina (welches heute eine Hotelschule ist) gehörte einst alles der Famile Rappard. Ausgerechnet ihre Villa steht nicht mehr, dafür aber ein grosser Pavillon – Trinkhalle genannt – der heute als nobler Speisesaal für Gesellschaften dient. Vor dieser Trinkhalle fotografierte ich den grossen Rugen.

Gleich unter der Trinkhalle, aber nicht im Bild, ist die ganz unspektakuläre Unspunnenwiese. Dahinter die Autobahn und die Brauerei, die den Namen von diesem Berg übernommen hat. Das Zwickel trinken wir gerne – die anderen Produkte von Rugenbräu überzeugen uns weniger.
Die Site über Clara von Rappard und auf Wikipedia.
20 Donnerstag
Dass Geldgier das Gehirn ausschaltet, erfährt man immer wieder. Wenn man Glück hat, nur aus der Zeitung oder aus dem Radio, so wie ich
Seit einiger Zeit höre ich ab und zu Bayern 2. Heute zum Beispiel eine Sendung über die Wirtschaftstheoretiker Hayek und Keynes. Als Zückerchen zum Schluss gab es ein Kurzproträt der Finanzbetrügerin Adele Spitzeder. Die hattte im 19. Jahrhundert in München Geldanlagen zu 10 Prozent Zins angenommen. D.h. sie hatte den Zins ausgezahlt und sich mit dem Kapital ein schönes Leben gegönnt. Hunderte haben sich von der angeblichen Rendite blenden lassen und sich nie überlegt, was die Spitzeder mit ihrem Geld anstellt.
Der Witz ist ja, dass es immer wieder Leute gibt, die mit dieser Masche durchkommen. Auch im Berner Oberland ist vor einiger Zeit ein solcher Betrüger aufgeflogen (Hanspeter Streit alias Claudius Alder). Es ist erstaunlich, dass immer wieder Menschen auf solche Versprechen hereinfallen, aber, wie am Anfang gesagt, Geld schaltet das Hirn aus.
Wikipedia zu Adele Spitzeder und ein SRF-Beitrag zu HP Streit, der die Betrügerei nicht lassen konnte.
27 Donnerstag
E Bueb vo Trueb?

Wobei ich nicht weiss, ob es sich hier um einen Kater handelt. Aber in Trub waren wir, die friesischen Feriengäste, J. und ich – und nicht nur erstere zum ersten Mal.
Trub hat ein grosses Restaurant (mittwochs leider geschlossen), eine hübsche Kirche, einen Täuferweg rund um den Friedhof und ein Mini-Ortsmuseum mit alten Fotos, Videoshow und Gedenktafeln an Stefanie Glaser (als Erinnernung an den Film „Die Herbstzeitlosen“).

Der Abstecher nach Trub war Folge einer speziellen Einkaufsfahrt – dem Besuch von Kambly in Trubschachen. Wir waren aber nicht die einzigen, die sich den trüben Tag mit Guetzli degustieren versüssen wollten. Der Fabrikladen war rammelvoll und man musste sich zwischen den Regalen hindurchzwängen. Nicht nur die Kinder geniessen hier, dass man überall zulangen darf.
Eingekauft haben wir natürlich auch. Ich kaufte u.a. die bekannten Kambly-Bretzeli, aber solche mit (welch ein Sakrileg…) Kokosgeschmack. Wie sie früher gemacht wurden, zeigt ein ausgestelltes Bretzeleisen im Vorraum.
30 Sonntag
Unser Bierklub hat schon einige Krächen besucht, um ab-, hoch- und sonstwie gelegene Brauereien zu testen. Letzten Samstag war Grächen unser Ziel.
Wir fuhren mit der Matterhornbahn Richtung Zermatt bis St. Niklaus und mit dem Postauto hinauf. Grächen ist ein typischer Tourismusort mit 1500 Einwohnern und zehnmal sovielen Betten. Sie haben sich auf Familien spezialisiert und zu den entsprechenden Angeboten gehört eine Suonenwanderung.
Die Wege der Suonen entlang sind einfach zu gehen, der Auf- und Abstieg hingegen doch etwas steil für einen Familienspaziergang. Zwei unserer älteren Teilnehmer waren jedenfalls um die Wanderstöcke froh.
Nach zwei Stunden tauschten wir die Flüssigkeit neben dem Weg gegen eine auf dem Tisch. Die Brauer von Sunnegg-Bier tischten uns ihre Produkte auf, die wir zu einer Grillade genossen.
Kult war für mich lange Jahre nicht die Curry-Wurst, sondern die Bieler Braderie. Später wurde das immer weniger und ich gehe nicht einmal mehr jedes Jahr. Diesmal war es wieder ein kurzer Besuch, aber immerhin: Für ein Bieler Bier und eben eine Curry-Wurst reichte es. Nebst der Wurst war übrigens auch eine Chilischote in den Becher geschnetzelt. Pep hatte sie.
7 Freitag
Am Donnerstag haben sich fünf Bierfreunde aufgemacht, ein Bierchen in Konstanz zu trinken. Mehr als eines. Und zu Essen. Und schliesslich mit dem Schiff nach Schaffhausen zu fahren.
Immerhin vier Stunden geht die Fahrt und das Schönste, so schien es mir, kommt fast am Schluss.

Diessenhofen heisst dieses Dorf mit Holzbrücke.

Das muss ich mir alles mal von Nahem ansehen, habe ich mir gleich vorgenommen.
Schön und immer eine Reise wert ist natürlich auch Schafhausen und wäre einen längeren Aufenthalt Wert gewesen. Wir waren aber abends um 18 Uhr schon etwas müde und nahmen den nächsten Zug, von dem aus wir immerhin noch kurz den Rheinfall sahen.

13 Donnerstag
Es ist tatsächlich so: Heute ist mein sechzigster Geburtstag.

Ich will nicht behaupten, dass mir das ganz egal ist, aber ein Drama mag ich auch nicht daraus machen. Ich will aber gerne die Freiheit geniessen, die einem das Alter gibt. Und diese Freiheit, hoffe ich, kann ich immer mit Freunden geniessen.
So gilt für mich weiterhin: Mit vorsichtigem Optimismus vorwärts!
16 Sonntag
Am Samstag zog es mich wieder einmal nach Interlaken. Ich wollte die Gegend um Unspunnen/Rugen erforschen.
Vom Bahnhof Interlaken West sind es nur wenige hundert Meter und schon ist man auf der Waldstrasse zur Unspunnenwiese. Die aber sparte ich mir noch auf und stieg zu Heimwehfluh hinauf. Die Heimwehfluh ist ein Familienausflugsgebiet mir grossem Spielplatz, Rodelbahn etc. und weniger Wandertüchtige können auch mit der Drahtseilbahn hinauffahren.
Ich bin zum Glück noch gut zu Fuss und war in 20 Minuten oben und bestieg auch gleich den Aussichtsturm.

Man hat hier beste Aussicht z.B. Richtung Thunersee oder über Interlaken.
Von hier aus hätte ich noch auf den grossen Rugen wandern können, wollte mir aber nicht zuviel zumuten und begnügte mich mit dem kleinen. Rund um diesen führt ein Spazierweg, der der Malerin Clara von Rappard gewidmet ist. Ihr Lieblingsmotiv war dies:

Aufgenommen von einer Aussichtsplattform am Spazierweg, wo die Malerin die Jungfrau immer wieder ins „Visier“ nahm. Der kleine Rugen, der Weg rundherum, das Hotel Regina (welches heute eine Hotelschule ist) gehörte einst alles der Famile Rappard. Ausgerechnet ihre Villa steht nicht mehr, dafür aber ein grosser Pavillon – Trinkhalle genannt – der heute als nobler Speisesaal für Gesellschaften dient. Vor dieser Trinkhalle fotografierte ich den grossen Rugen.

Gleich unter der Trinkhalle, aber nicht im Bild, ist die ganz unspektakuläre Unspunnenwiese. Dahinter die Autobahn und die Brauerei, die den Namen von diesem Berg übernommen hat. Das Zwickel trinken wir gerne – die anderen Produkte von Rugenbräu überzeugen uns weniger.
Die Site über Clara von Rappard und auf Wikipedia.
20 Donnerstag
Dass Geldgier das Gehirn ausschaltet, erfährt man immer wieder. Wenn man Glück hat, nur aus der Zeitung oder aus dem Radio, so wie ich
Seit einiger Zeit höre ich ab und zu Bayern 2. Heute zum Beispiel eine Sendung über die Wirtschaftstheoretiker Hayek und Keynes. Als Zückerchen zum Schluss gab es ein Kurzproträt der Finanzbetrügerin Adele Spitzeder. Die hattte im 19. Jahrhundert in München Geldanlagen zu 10 Prozent Zins angenommen. D.h. sie hatte den Zins ausgezahlt und sich mit dem Kapital ein schönes Leben gegönnt. Hunderte haben sich von der angeblichen Rendite blenden lassen und sich nie überlegt, was die Spitzeder mit ihrem Geld anstellt.
Der Witz ist ja, dass es immer wieder Leute gibt, die mit dieser Masche durchkommen. Auch im Berner Oberland ist vor einiger Zeit ein solcher Betrüger aufgeflogen (Hanspeter Streit alias Claudius Alder). Es ist erstaunlich, dass immer wieder Menschen auf solche Versprechen hereinfallen, aber, wie am Anfang gesagt, Geld schaltet das Hirn aus.
Wikipedia zu Adele Spitzeder und ein SRF-Beitrag zu HP Streit, der die Betrügerei nicht lassen konnte.
27 Donnerstag
E Bueb vo Trueb?

Wobei ich nicht weiss, ob es sich hier um einen Kater handelt. Aber in Trub waren wir, die friesischen Feriengäste, J. und ich – und nicht nur erstere zum ersten Mal.
Trub hat ein grosses Restaurant (mittwochs leider geschlossen), eine hübsche Kirche, einen Täuferweg rund um den Friedhof und ein Mini-Ortsmuseum mit alten Fotos, Videoshow und Gedenktafeln an Stefanie Glaser (als Erinnernung an den Film „Die Herbstzeitlosen“).

Der Abstecher nach Trub war Folge einer speziellen Einkaufsfahrt – dem Besuch von Kambly in Trubschachen. Wir waren aber nicht die einzigen, die sich den trüben Tag mit Guetzli degustieren versüssen wollten. Der Fabrikladen war rammelvoll und man musste sich zwischen den Regalen hindurchzwängen. Nicht nur die Kinder geniessen hier, dass man überall zulangen darf.
Eingekauft haben wir natürlich auch. Ich kaufte u.a. die bekannten Kambly-Bretzeli, aber solche mit (welch ein Sakrileg…) Kokosgeschmack. Wie sie früher gemacht wurden, zeigt ein ausgestelltes Bretzeleisen im Vorraum.

30 Sonntag
Unser Bierklub hat schon einige Krächen besucht, um ab-, hoch- und sonstwie gelegene Brauereien zu testen. Letzten Samstag war Grächen unser Ziel.
Wir fuhren mit der Matterhornbahn Richtung Zermatt bis St. Niklaus und mit dem Postauto hinauf. Grächen ist ein typischer Tourismusort mit 1500 Einwohnern und zehnmal sovielen Betten. Sie haben sich auf Familien spezialisiert und zu den entsprechenden Angeboten gehört eine Suonenwanderung.
Die Wege der Suonen entlang sind einfach zu gehen, der Auf- und Abstieg hingegen doch etwas steil für einen Familienspaziergang. Zwei unserer älteren Teilnehmer waren jedenfalls um die Wanderstöcke froh.
Nach zwei Stunden tauschten wir die Flüssigkeit neben dem Weg gegen eine auf dem Tisch. Die Brauer von Sunnegg-Bier tischten uns ihre Produkte auf, die wir zu einer Grillade genossen.
Donnerstag, 1. Juni 2017
Der Juni 2017
1 Donnerstag
Den Mittwoch habe ich mit einem Spaziergang in dieser Stadt begangen.
Bevor ich diese Postkartensicht von Freiburg zu sehen bekam, spazierte ich vom Bahnhof westwärts durch den Boulevard de Pérolles mit der Idee, irgendwo zur Saane hinunter zu kommen. Einen passenden Pfad fand ich denn auch – einen recht steilen – der zu einer Staumauer führte. Der gestaute See, der auch ein Naturschutzgebiet ist, ist der Lac de Pérolles. Hier noch von weiter oben:
Von der Staumauer abwärts kam ich zu einer Abtei, wo ich einen steilen Weg hinaufgehen musste und zu meiner Überraschung eine Nonne kreuzte. Wieder abwärts ging es auf einem Strässchen namens Planche Supérieure, von wo ich obige Aussicht genoss.
Diese Strasse endet in einen Platz vor der Kirche St. Jean. Es sieht wie eine eigenes Städtchen aus.
Hier konnte ich den Bus zurück zum Bahnhof nehmen. Ich hatte noch etwas anderes vor: Eine Busfahrt nach Schwarzenburg. Es war eine schöne Überlandfahrt. Ein Bus, der nicht häufig fährt. Nicht verwunderlich, waren doch nur drei Passagiere nach Schwarzenburg.
8 Donnerstag
Wenn ich mein Auto in die Garage bringe, wo wie am Mittwoch um die Sommerreifen zu montieren, kann es sein, dass ich mit Sachen wie Pepperkakor oder Sill im Rucksack zurückkomme. Das liegt daran, dass ich von der Garage in Oberdiessbach beste Verbindung nach Burgdorf und somit zur sogenannten Shoppingmeile Lyssach habe, wo sich u.a. auch eine Ikea-Filiale befindet.
Dort habe ich gefrühstückt, besagte Dinge gekauft und bin dann, weil ich noch übrige Zeit hatte, spazieren gegangen. Auf die andere Seite von Auto- und Eisenbahn.
Hier sieht man das Möbelhaus und den Tunnel, den die SBB auf freiem Feld bauen musste, dass nebenan bei Emmi die Milch nicht sauer wird. Einen Zug wollte ich natürlich auch noch knipsen. Gerade rechtzeitig kam einer.
Sogleich entschwand er in diesem Tunnel und ich entschwand im Wald, denn ich beschloss, nach Fraubrunnen zu gehen.
Es war ein gemütlicher Waldspaziergang. Am Ende eines Weges hielt mich ein Absperrband auf und ich fürchtete schon, ich müsse ein langes Stück zurück. Aber da wurde mit klar, dass es sich nur um eine Markierung handelte, die die Strecke des 100km-Laufes von Biel anzeigte. Dieser Lauf findet am Wocheende statt.
Als ich aus dem Wald kam, bot sich mir eine kleine Laube zum Ruhen an. Gemäss Beschriftung von oder für Anna und Kevin gerrichtet. Mit Gästebuch. Ich wollte aber anonym bleiben und schrieb nicht hinein.
Von dort hatte ich Fraubrunnen bereits in Sicht und war auch eine halbe Stunde später dort. Ein sogenannte Stundenstein informierte mich, dass ich vier Stunden von Bern entfern sei. Ich wählte aber den schnelleren Weg und bestieg den nächsten Zug der RBS. Vorher warf ich aber noch einen Blick in den Schlosspark und aufs Schloss Fraubrunnen.
11 Sonntag
Schach passt ja bestens in ein Schloss und so auch, dass der Schachklub Bümpliz sein Spiellokal im Schloss Bümpliz hat. Dort spielten wir Thuner gestern Samstag. Allerdings fand im Nebenraum eine Versammlung einer „Theologischen Gesellschaft“ statt. Eine Gesellschaft, die ihre Theologie vor allem singend vertrat. Laut singend, damit es der Herr im Himmel auch hört.
Unsere Gastgeber packten somit die Schachbretter wieder ein und wir verlegten das Spiel in den nahegelegenen Pavillon.
Im Bild rechts der Pavillon und im Hintergrund das Schloss. Der Pavillon ist ein hübsches kleines Lokal, wo man sicher gut Feste feiern kann. Für uns wurde es allerdings kein Fest, denn wir verloren mit viereinhalb gegen eineinhalb Punkten. Mit mir konnte ich als einziger Sieger zufrieden sein, als Mannschaftsleiter aber nicht mit dem Gesamtresultat.
18 Sonntag
Es geht wieder ums Essen, denn am Samstag luden meine Nichte und ihr Mann zum Hochzeitsapéro. Wir waren im Restaurant „La Péniche“ am Barkenhafen. Ich packte mir zwischendurch einen Teller, lud eine Bruschetta, einen Caprese-Spiess und ein Lachsröllchen drauf und posierte ihn auf dem Balkon.
Auf der anderen Seite des Barkenhafens – in nobleren Gegenden hiesse das wohl Jachthafen – liegt das Bieler Strandbad. Man sieht genau diese Ecke, wo ich zu Gym- und Studentenzeit manchen Nachmittag verbrachte.
Zurück zum Essen: Der warme Gang bestand aus Egli-Filet, Poulet-Saté mit Erdnusssauce und Gebäcken. Nach alledem mochte man kaum mehr einen Bissen, aber schliesslich war da noch das Dessert:
Aber eigentlich ging es ja noch um eine Hochzeit. Das Paar hatte eine Fotobox aufgestellt, wo sich alle Gäste mit oder ohne Maske porträtieren und diese Bilder in ein Album einkleben konnten.
21 Mittwoch
Beim Aufräumen habe ich noch ein Album mit ein paar alten Fotos entdeckt und auch ein Postkarte von Biel.
Auch wer die Stadt gut kennt, hat wohl Schwierigkeiten, sie zu erkennen. Immerhin ist der Bahnhof gut zu sehen, mit der Linie nach Neuenburg im Vordergrund. Die Strasse rechts schein bei zwei Pappeln zu enden (oder aucht nicht) und dahinter ist eine Fabrik. Auf diesem Gelände würde später der Block errichtet, in dem ich teilweise aufgewachsen bin.
Es handelt sich wahrscheinlich um eine s/w-Foto, das nachträglich koloriert wurde. Dabei hat der Bearbeiter wohl auch das Alpenpanorama etwas nachgebessert.
25 Sonntag
Heute war ich zum ersten Mal in diesem Gebäude
Knapp als Kirche erkennbar – die Kirche von Diemtigen. Gerüstet waren auch wir, J. und ich, nämlich mit zwei Harassen Bier, dem bereits vorgestellten Grut-Bier, das wir für diesen Anlass gebraut hatten.
Als erstes ging es aber nicht um die 500 Jahre Reformation, sondern um das 100-Jahre-Jubiläum dieser Malerei:
Sie stellt Jesu-Himmelfahrt dar und ist ein Werk des Berner Malers Paul Zehnder, der sich auch gerne Pablo nannte. Er war aber kein Picasso, sondern wie man sieht, ein konkreter Maler und seine Arbeit in Diemtigen war der Beginn seiner Spezialisierung auf Kirchenmalerei. Wenn die Darstellung tanzender Frauen, mehrheitlich blau gewandet, an Bilder von Ferdinand Hodler erinnert, ist das kein Zufall, denn diese Tanzszenen waren vor hundert Jahren in der Malerei gross in Mode und gehen auf die damals entdeckten Fresken der Minoer zurück.
Ja, die heutige Predigt war nur zum kleineren Teil eine Predigt und zum grösseren ein Vortrag über Leben und Schaffen des Malers Pablo Zender.
Vor der Kreuzigung und der Himmelfahrt war bekanntlich noch das Abendmal und die Nacht im Garten Gezemaneh. Diese ist im zweiten Werk Zehnders im Chor dargestellt:
Die schlafenden Jünger und Jesus, dem ein Engel erscheint. Dem Thema entsprechend düster und wäre noch düsterer, hätte man die Kuppelwand nicht weiss übermalt, weil jener Teil der Malerei beschädigt war.
Interessant auch das Fenster, welches Scherenschnitt-ähnliche Ornamente enthält, welche möglicherweise auch von Zehnder sind, wozu aber Nachweise fehlen. Das oberste Ornament zeigt einen sechszackigen Stern. Ein Davidsstern, oder auch ein Brauerstern – womit wir beim Apéro im Kirchgemeindehaus wären.
Etwa zwanzig Kirchbesucher kosteten vorsichtig das Grutbier und befanden es mehrheitlich als gut. Ein paar Flaschen blieben übrig (für die nächste Sitzung des Kirchgemeinderates…). Wir können wohl das Experiment als geglückt betrachten und wer weiss, vielleicht entspringt diesem ein neuer Auftrag.
Ganz wenig zu Paul Zehnder auf Wikipedia.
Den Mittwoch habe ich mit einem Spaziergang in dieser Stadt begangen.
Bevor ich diese Postkartensicht von Freiburg zu sehen bekam, spazierte ich vom Bahnhof westwärts durch den Boulevard de Pérolles mit der Idee, irgendwo zur Saane hinunter zu kommen. Einen passenden Pfad fand ich denn auch – einen recht steilen – der zu einer Staumauer führte. Der gestaute See, der auch ein Naturschutzgebiet ist, ist der Lac de Pérolles. Hier noch von weiter oben:
Von der Staumauer abwärts kam ich zu einer Abtei, wo ich einen steilen Weg hinaufgehen musste und zu meiner Überraschung eine Nonne kreuzte. Wieder abwärts ging es auf einem Strässchen namens Planche Supérieure, von wo ich obige Aussicht genoss.
Diese Strasse endet in einen Platz vor der Kirche St. Jean. Es sieht wie eine eigenes Städtchen aus.
Hier konnte ich den Bus zurück zum Bahnhof nehmen. Ich hatte noch etwas anderes vor: Eine Busfahrt nach Schwarzenburg. Es war eine schöne Überlandfahrt. Ein Bus, der nicht häufig fährt. Nicht verwunderlich, waren doch nur drei Passagiere nach Schwarzenburg.
8 Donnerstag
Wenn ich mein Auto in die Garage bringe, wo wie am Mittwoch um die Sommerreifen zu montieren, kann es sein, dass ich mit Sachen wie Pepperkakor oder Sill im Rucksack zurückkomme. Das liegt daran, dass ich von der Garage in Oberdiessbach beste Verbindung nach Burgdorf und somit zur sogenannten Shoppingmeile Lyssach habe, wo sich u.a. auch eine Ikea-Filiale befindet.
Dort habe ich gefrühstückt, besagte Dinge gekauft und bin dann, weil ich noch übrige Zeit hatte, spazieren gegangen. Auf die andere Seite von Auto- und Eisenbahn.
Hier sieht man das Möbelhaus und den Tunnel, den die SBB auf freiem Feld bauen musste, dass nebenan bei Emmi die Milch nicht sauer wird. Einen Zug wollte ich natürlich auch noch knipsen. Gerade rechtzeitig kam einer.
Sogleich entschwand er in diesem Tunnel und ich entschwand im Wald, denn ich beschloss, nach Fraubrunnen zu gehen.
Es war ein gemütlicher Waldspaziergang. Am Ende eines Weges hielt mich ein Absperrband auf und ich fürchtete schon, ich müsse ein langes Stück zurück. Aber da wurde mit klar, dass es sich nur um eine Markierung handelte, die die Strecke des 100km-Laufes von Biel anzeigte. Dieser Lauf findet am Wocheende statt.
Als ich aus dem Wald kam, bot sich mir eine kleine Laube zum Ruhen an. Gemäss Beschriftung von oder für Anna und Kevin gerrichtet. Mit Gästebuch. Ich wollte aber anonym bleiben und schrieb nicht hinein.
Von dort hatte ich Fraubrunnen bereits in Sicht und war auch eine halbe Stunde später dort. Ein sogenannte Stundenstein informierte mich, dass ich vier Stunden von Bern entfern sei. Ich wählte aber den schnelleren Weg und bestieg den nächsten Zug der RBS. Vorher warf ich aber noch einen Blick in den Schlosspark und aufs Schloss Fraubrunnen.
11 Sonntag
Schach passt ja bestens in ein Schloss und so auch, dass der Schachklub Bümpliz sein Spiellokal im Schloss Bümpliz hat. Dort spielten wir Thuner gestern Samstag. Allerdings fand im Nebenraum eine Versammlung einer „Theologischen Gesellschaft“ statt. Eine Gesellschaft, die ihre Theologie vor allem singend vertrat. Laut singend, damit es der Herr im Himmel auch hört.
Unsere Gastgeber packten somit die Schachbretter wieder ein und wir verlegten das Spiel in den nahegelegenen Pavillon.
Im Bild rechts der Pavillon und im Hintergrund das Schloss. Der Pavillon ist ein hübsches kleines Lokal, wo man sicher gut Feste feiern kann. Für uns wurde es allerdings kein Fest, denn wir verloren mit viereinhalb gegen eineinhalb Punkten. Mit mir konnte ich als einziger Sieger zufrieden sein, als Mannschaftsleiter aber nicht mit dem Gesamtresultat.
18 Sonntag
Es geht wieder ums Essen, denn am Samstag luden meine Nichte und ihr Mann zum Hochzeitsapéro. Wir waren im Restaurant „La Péniche“ am Barkenhafen. Ich packte mir zwischendurch einen Teller, lud eine Bruschetta, einen Caprese-Spiess und ein Lachsröllchen drauf und posierte ihn auf dem Balkon.
Auf der anderen Seite des Barkenhafens – in nobleren Gegenden hiesse das wohl Jachthafen – liegt das Bieler Strandbad. Man sieht genau diese Ecke, wo ich zu Gym- und Studentenzeit manchen Nachmittag verbrachte.
Zurück zum Essen: Der warme Gang bestand aus Egli-Filet, Poulet-Saté mit Erdnusssauce und Gebäcken. Nach alledem mochte man kaum mehr einen Bissen, aber schliesslich war da noch das Dessert:
Aber eigentlich ging es ja noch um eine Hochzeit. Das Paar hatte eine Fotobox aufgestellt, wo sich alle Gäste mit oder ohne Maske porträtieren und diese Bilder in ein Album einkleben konnten.
21 Mittwoch
Beim Aufräumen habe ich noch ein Album mit ein paar alten Fotos entdeckt und auch ein Postkarte von Biel.
Auch wer die Stadt gut kennt, hat wohl Schwierigkeiten, sie zu erkennen. Immerhin ist der Bahnhof gut zu sehen, mit der Linie nach Neuenburg im Vordergrund. Die Strasse rechts schein bei zwei Pappeln zu enden (oder aucht nicht) und dahinter ist eine Fabrik. Auf diesem Gelände würde später der Block errichtet, in dem ich teilweise aufgewachsen bin.
Es handelt sich wahrscheinlich um eine s/w-Foto, das nachträglich koloriert wurde. Dabei hat der Bearbeiter wohl auch das Alpenpanorama etwas nachgebessert.
25 Sonntag
Heute war ich zum ersten Mal in diesem Gebäude
Knapp als Kirche erkennbar – die Kirche von Diemtigen. Gerüstet waren auch wir, J. und ich, nämlich mit zwei Harassen Bier, dem bereits vorgestellten Grut-Bier, das wir für diesen Anlass gebraut hatten.
Als erstes ging es aber nicht um die 500 Jahre Reformation, sondern um das 100-Jahre-Jubiläum dieser Malerei:
Sie stellt Jesu-Himmelfahrt dar und ist ein Werk des Berner Malers Paul Zehnder, der sich auch gerne Pablo nannte. Er war aber kein Picasso, sondern wie man sieht, ein konkreter Maler und seine Arbeit in Diemtigen war der Beginn seiner Spezialisierung auf Kirchenmalerei. Wenn die Darstellung tanzender Frauen, mehrheitlich blau gewandet, an Bilder von Ferdinand Hodler erinnert, ist das kein Zufall, denn diese Tanzszenen waren vor hundert Jahren in der Malerei gross in Mode und gehen auf die damals entdeckten Fresken der Minoer zurück.
Ja, die heutige Predigt war nur zum kleineren Teil eine Predigt und zum grösseren ein Vortrag über Leben und Schaffen des Malers Pablo Zender.
Vor der Kreuzigung und der Himmelfahrt war bekanntlich noch das Abendmal und die Nacht im Garten Gezemaneh. Diese ist im zweiten Werk Zehnders im Chor dargestellt:
Die schlafenden Jünger und Jesus, dem ein Engel erscheint. Dem Thema entsprechend düster und wäre noch düsterer, hätte man die Kuppelwand nicht weiss übermalt, weil jener Teil der Malerei beschädigt war.
Interessant auch das Fenster, welches Scherenschnitt-ähnliche Ornamente enthält, welche möglicherweise auch von Zehnder sind, wozu aber Nachweise fehlen. Das oberste Ornament zeigt einen sechszackigen Stern. Ein Davidsstern, oder auch ein Brauerstern – womit wir beim Apéro im Kirchgemeindehaus wären.
Etwa zwanzig Kirchbesucher kosteten vorsichtig das Grutbier und befanden es mehrheitlich als gut. Ein paar Flaschen blieben übrig (für die nächste Sitzung des Kirchgemeinderates…). Wir können wohl das Experiment als geglückt betrachten und wer weiss, vielleicht entspringt diesem ein neuer Auftrag.
Ganz wenig zu Paul Zehnder auf Wikipedia.
Sonntag, 28. Mai 2017
Das Bundesturnier 2017
25. - 28. Mai 2017
Donnerstag
Die Ruhe vor dem Sturm...
Korrekt wäre eigentlich „… vor der nächsten Ruhe“, denn sobald das Schachturnier begonnen hat, ist es wieder ganz still.
Meine erste Partie unter der Ettikette „Schachsenior“ verlief erfolgreich. Allerdings auch ein Pflichtsieg, denn in der ersten Runde eines Turniers spielt systemmässig die obere Hälfte gegen die untere. Am Freitag wird es härter, denn dann werde ich Gegner in vergleichbarer Stärke gekommen.
Das Kongresshotel Arte in Olten ist ein guter Spielort. Fünf Minuten vom Bahnhof weg und neben einem Einkaufszentrum. Dort kann ich die nächsten zwei Tage auch ein Picknick besorgen.
Freitag
Bereits suche nicht nur ich einen Platz am Schatten. Bei diesem Bänklein beim Bahnhof Olten fand ich einen. Ich konnte bereits auf den zweiten Sieg zurückblicken und fragte mich, ob es so weiter gehen konnte. Das zeigte sich schon bald, denn der Freitag ist bei den Senioren der einzige Tag mit zwei Runden.
Und? Ja, ich schaffte es und jetzt bin ich Erster meiner Kategorie. Jetzt bin ich natürlich unter Druck, denn die Führung abgeben tut ja keiner gerne. Morgen wissen wir mehr.
Samstag
Diese Skulptur hier zeugt davon, dass es hier einmal sehr heiss zuging.
„Hier“ ist der Sälipark in Olten, zu dem auch das Hotel Arte gehört, wo das Schachturnier stattfindet und wo einst die Giesserei von Roll stand.
In einem Schachturnier ist die zweitletzte Runde meist die heisseste – nicht nur, wenn es draussen fast 30 Grad ist. Es entscheidet sich, wer noch Chancen auf einen Klassensieg hat und wer seine Ambitionen begraben muss. In meiner Kategorie ist der Sieger noch nicht bestimmt. Ich führe mit einem halben Punkt Vorsprung und spiele voraussichtlich morgen gegen den Zweiten. Somit gilt für mich: Verlieren verboten!
Sonntag
Es ist vollbracht. Ich habe die heutige Partie gewonnen und somit den ersten Platz im Seniorenturnier II gehalten. So darf ich diese Trophäe nach Hause nehmen. Das hatte ich schon lange nicht mehr, was allerdings auch daran liegt, dass ich schon lange kein solches Turnier mehr gespielt habe.
Das ich diese Turnierkategorie gleich beim ersten Mal gewonnen habe, hat auch einen Nachteil. Es ist jetzt wohl Ehrensache, dass ich mich „Grösserem“ stelle und nächstes Jahr in der ersten Seniorenkategorie oder in einer der „normalen“ Kategorien, Hauptturniere genannt, spiele. Wegtechnisch wird es besser gehen als dieses Jahr, denn das Turnier wird in Ittigen stattfinden – im „Haus des Sports“ notabene.
Donnerstag
Die Ruhe vor dem Sturm...
Korrekt wäre eigentlich „… vor der nächsten Ruhe“, denn sobald das Schachturnier begonnen hat, ist es wieder ganz still.
Meine erste Partie unter der Ettikette „Schachsenior“ verlief erfolgreich. Allerdings auch ein Pflichtsieg, denn in der ersten Runde eines Turniers spielt systemmässig die obere Hälfte gegen die untere. Am Freitag wird es härter, denn dann werde ich Gegner in vergleichbarer Stärke gekommen.
Das Kongresshotel Arte in Olten ist ein guter Spielort. Fünf Minuten vom Bahnhof weg und neben einem Einkaufszentrum. Dort kann ich die nächsten zwei Tage auch ein Picknick besorgen.
Freitag
Bereits suche nicht nur ich einen Platz am Schatten. Bei diesem Bänklein beim Bahnhof Olten fand ich einen. Ich konnte bereits auf den zweiten Sieg zurückblicken und fragte mich, ob es so weiter gehen konnte. Das zeigte sich schon bald, denn der Freitag ist bei den Senioren der einzige Tag mit zwei Runden.
Und? Ja, ich schaffte es und jetzt bin ich Erster meiner Kategorie. Jetzt bin ich natürlich unter Druck, denn die Führung abgeben tut ja keiner gerne. Morgen wissen wir mehr.
Samstag
Diese Skulptur hier zeugt davon, dass es hier einmal sehr heiss zuging.
„Hier“ ist der Sälipark in Olten, zu dem auch das Hotel Arte gehört, wo das Schachturnier stattfindet und wo einst die Giesserei von Roll stand.
In einem Schachturnier ist die zweitletzte Runde meist die heisseste – nicht nur, wenn es draussen fast 30 Grad ist. Es entscheidet sich, wer noch Chancen auf einen Klassensieg hat und wer seine Ambitionen begraben muss. In meiner Kategorie ist der Sieger noch nicht bestimmt. Ich führe mit einem halben Punkt Vorsprung und spiele voraussichtlich morgen gegen den Zweiten. Somit gilt für mich: Verlieren verboten!
Sonntag
Es ist vollbracht. Ich habe die heutige Partie gewonnen und somit den ersten Platz im Seniorenturnier II gehalten. So darf ich diese Trophäe nach Hause nehmen. Das hatte ich schon lange nicht mehr, was allerdings auch daran liegt, dass ich schon lange kein solches Turnier mehr gespielt habe.
Das ich diese Turnierkategorie gleich beim ersten Mal gewonnen habe, hat auch einen Nachteil. Es ist jetzt wohl Ehrensache, dass ich mich „Grösserem“ stelle und nächstes Jahr in der ersten Seniorenkategorie oder in einer der „normalen“ Kategorien, Hauptturniere genannt, spiele. Wegtechnisch wird es besser gehen als dieses Jahr, denn das Turnier wird in Ittigen stattfinden – im „Haus des Sports“ notabene.
Montag, 1. Mai 2017
Der Mai 2017
3 Mittwoch
Da habe ich mich kurz in Oey auf die Dorfstrasse gestellt und ein Bild talwärts geschossen. Es präsentieren sich die beiden Charakterberge, das Wiriehorn (rechts) und der Schwarzenberg, an dessen Hang ich wohne. Ganz unten natürlich. Auf Schwarzenberg oben war ich noch nie – auf dem Wiriehorn immerhin schon einmal.
14 Sonntag - ESC
Die beiden ersten - Portugal und Bulgarien - habe ich tatsächlich erwartet. Nicht so gut wie erhofft, schnitt Armenien ab, dessen Lied mir auch gut gefiel. Moderne Musik mit folkloristischem Einschlag kann mich immer wieder begeistern.
Toll fand ich auch den Intervall-Act: Techno-Ladies treffen Volksmusik-Orchester! Das Warten auf die Jury-Abrufe dauerte zwar eine Ewigkeit, aber dieser Interval-Act entschädigte den an neuen Tönen interessierten Zuschauer.
Als dann endlich um halb eins das Resultat bekannt war und schliesslich Salvador mit Schwester Luisa das Siegerlied noch einmal vortrug, da musste auch ich noch ein Tränchen verdrücken.
16 Dienstag
Kürzlich habe ich in der NZZ einen Artikel über den Britischen Journalisten David Goodhart gelesen. Diesen finde ich leider nicht mehr, aber dafür diesen Artikel hier von ihm zum selben Thema, nämlich dem Brexit und der „gespaltenen“ Gesellschaft.
Er stellt die Theorie auf, dass die britische Gesellschaft (und wohl alle westlichen Gesellschaften, wenn nicht gar alle) aus „Anywheres“ und „Somewheres“ bestehen. Erstere, meist wohlhabend und gebildet, fühlen sich in ihren Kreisen überall wohl und sind nicht ortsgebunden, zweitere sind mehrheitlich an den Ort gebunden an dem sie wohnen, arbeiten und ihren (ebenfalls orstgebundenen) Freundeskreis haben. Die Somewheres machen etwa die Hälfte der Bevölkerung aus und diese haben den Brexit beschlossen.
Losgelöst vom Thema Brexit habe ich mir über das Thema ‚Anywheres vs. Somewheres‘ Gedanken gemacht. Dieser Konflikt scheint mir gar nicht so neu. Die ersten Anywheres waren wohl die Mitglieder der katholischen Geistlichkeit, die, in einer Klosterschule ausgebildet, vom Bischof hier- oder dorthin versetzt wurden und in einer Welt der überall gleichen Rituale lebten. Sie sprachen Latein, lasen die selben Bücher und konnten sich unter ihresgleichen überall auf der Welt einleben.
Nach der Aufklärung entwickelte sich auch unter den weltlichen Gelehrten eine solche Kultur, die es heute noch gibt – nur das die Einheitssprache jetzt Englisch ist. Im 20. Jahrhundert entstand dann noch eine andere Anywhere-Kultur. Die der internationalen Konzerne.
Ich erinnere mich, als vor Jahren eine Schweizer Software-Firma von Microsoft gekauft wurde, der Chef in einem Interview freudig berichtete, dass er jetzt nach L.A. , sein Kollege nach Hongkong etc. zur Weiterentwicklung reisten. Da dachte ich sofort, dass es Microsoft wohl nicht nur darum geht, neuen Mitarbeitern tolle Berufsperspektiven zu bieten, sondern auch darum, in der übernommen Firma die alte Betriebskultur zu zerstören und aus den übernommenen Leuten Microsoftmenschen zu machen, die am neuen Ort nur andere Microsoftmenschen kennen.
Zurück zum Ursprungskonflikt: Goodhart zählt sich selbst auch zu den Anywheres und sieht diese in der Pflicht. Sie sind die Stärkeren und müssen darum mehr die Bedürnisse der Somewheres berücksichtigen. Denn, wenn einmal die ganze Welt voller frustrierter Somewheres ist, dann ist sie auch für die Anywheres nicht mehr schön wie heute.
19 Freitag
Schönes Wetter, spontane Reise: Einen neuen See entdecken. Neu für mich jedenfalls. Eigentlich wollt ich faul sein und gemütlich mit der Brünigbahn nach Luzern fahren. Aber als der Zug den Sarner See erreichte, beschloss ich, mir diesen See von Nahem anzusehen und stieg in Sachseln aus.
Nur eine halbe Stunde geht man da dem See entlang und ist schon in Sarnen, resp. beim Strandbad und der Seepromenade, wo ziemlich Betrieb war. Von hier ein Blick zurück.
Schon von Sachseln aus ist mir die Kirche aufgefallen. Dominant, wie es sich bei einem katholischen Ort gehört. Also habe ich sie mir von näher angesehen.
Von der Kirchterasse hat man wiederum Blick über Sarnen und Richtung Obwalden. Ich muss mir doch mal diese Berggipfelerkennungs-App anschaffen.
Hier befindet sich auch ein Gedenkstein für drei französische Soldaten der sog. Bourbaki-Armee (oder ist es das Grab?).
Übrigens: Von und nach Sarnen habe ich via Brünig und via Luzern-Bern gleich lange.
Wikipedia-Artikel zur Kirche Sarnen und zur Bourbaki-Armee.
23 Dienstag
Bei diesem schönen Wetter aufs Schiff gehen, hätte mich durchaus gereizt. Es ist auch schon wieder einige Jahre her, als ich mit diesem Schiff nach Thonon rüber fuhr. Allerdings ist Thonon nicht besonders spektakulär, so dass ich nächste Mal lieber Evian ansteuere. Ich setzte mich also in Ouchy auf ein Bänkchen, ass ein Sandwich und schaute dem Schiff nach, wie es zum gegenüberliegenden Ufer entschwand.
Als ich in Lausanne ankam, hätte ich mit der Metro zum Hafen runterfahren können. Stattdessen ging ich zu Fuss, teils neben, teils über der Trasse. Hier das einzige oberirdische Stück.
Nach dem ich die Strandatmosphäre genossen hatte, ging ich zur Metro zurück und fuhr die ganze Strecke bis zur anderen Endstation „Epalinges-Croisette“. Dort startet der Bus nach Moudon, ein Doppeldecker, den ich damals auf meiner Schweiz-Wanderung für eine Teilstrecke benutzt habe. Er fährt von Epalinges über den Pass Chalet-à-Gobet, fast alles auf der Hauptstrasse Nr 1. Ich sass natürlich im Oberdeck und konnte den Gegenbus knipsen.
Da habe ich mich kurz in Oey auf die Dorfstrasse gestellt und ein Bild talwärts geschossen. Es präsentieren sich die beiden Charakterberge, das Wiriehorn (rechts) und der Schwarzenberg, an dessen Hang ich wohne. Ganz unten natürlich. Auf Schwarzenberg oben war ich noch nie – auf dem Wiriehorn immerhin schon einmal.
14 Sonntag - ESC
Die beiden ersten - Portugal und Bulgarien - habe ich tatsächlich erwartet. Nicht so gut wie erhofft, schnitt Armenien ab, dessen Lied mir auch gut gefiel. Moderne Musik mit folkloristischem Einschlag kann mich immer wieder begeistern.
Toll fand ich auch den Intervall-Act: Techno-Ladies treffen Volksmusik-Orchester! Das Warten auf die Jury-Abrufe dauerte zwar eine Ewigkeit, aber dieser Interval-Act entschädigte den an neuen Tönen interessierten Zuschauer.
Als dann endlich um halb eins das Resultat bekannt war und schliesslich Salvador mit Schwester Luisa das Siegerlied noch einmal vortrug, da musste auch ich noch ein Tränchen verdrücken.
16 Dienstag
Kürzlich habe ich in der NZZ einen Artikel über den Britischen Journalisten David Goodhart gelesen. Diesen finde ich leider nicht mehr, aber dafür diesen Artikel hier von ihm zum selben Thema, nämlich dem Brexit und der „gespaltenen“ Gesellschaft.
Er stellt die Theorie auf, dass die britische Gesellschaft (und wohl alle westlichen Gesellschaften, wenn nicht gar alle) aus „Anywheres“ und „Somewheres“ bestehen. Erstere, meist wohlhabend und gebildet, fühlen sich in ihren Kreisen überall wohl und sind nicht ortsgebunden, zweitere sind mehrheitlich an den Ort gebunden an dem sie wohnen, arbeiten und ihren (ebenfalls orstgebundenen) Freundeskreis haben. Die Somewheres machen etwa die Hälfte der Bevölkerung aus und diese haben den Brexit beschlossen.
Losgelöst vom Thema Brexit habe ich mir über das Thema ‚Anywheres vs. Somewheres‘ Gedanken gemacht. Dieser Konflikt scheint mir gar nicht so neu. Die ersten Anywheres waren wohl die Mitglieder der katholischen Geistlichkeit, die, in einer Klosterschule ausgebildet, vom Bischof hier- oder dorthin versetzt wurden und in einer Welt der überall gleichen Rituale lebten. Sie sprachen Latein, lasen die selben Bücher und konnten sich unter ihresgleichen überall auf der Welt einleben.
Nach der Aufklärung entwickelte sich auch unter den weltlichen Gelehrten eine solche Kultur, die es heute noch gibt – nur das die Einheitssprache jetzt Englisch ist. Im 20. Jahrhundert entstand dann noch eine andere Anywhere-Kultur. Die der internationalen Konzerne.
Ich erinnere mich, als vor Jahren eine Schweizer Software-Firma von Microsoft gekauft wurde, der Chef in einem Interview freudig berichtete, dass er jetzt nach L.A. , sein Kollege nach Hongkong etc. zur Weiterentwicklung reisten. Da dachte ich sofort, dass es Microsoft wohl nicht nur darum geht, neuen Mitarbeitern tolle Berufsperspektiven zu bieten, sondern auch darum, in der übernommen Firma die alte Betriebskultur zu zerstören und aus den übernommenen Leuten Microsoftmenschen zu machen, die am neuen Ort nur andere Microsoftmenschen kennen.
Zurück zum Ursprungskonflikt: Goodhart zählt sich selbst auch zu den Anywheres und sieht diese in der Pflicht. Sie sind die Stärkeren und müssen darum mehr die Bedürnisse der Somewheres berücksichtigen. Denn, wenn einmal die ganze Welt voller frustrierter Somewheres ist, dann ist sie auch für die Anywheres nicht mehr schön wie heute.
19 Freitag
Schönes Wetter, spontane Reise: Einen neuen See entdecken. Neu für mich jedenfalls. Eigentlich wollt ich faul sein und gemütlich mit der Brünigbahn nach Luzern fahren. Aber als der Zug den Sarner See erreichte, beschloss ich, mir diesen See von Nahem anzusehen und stieg in Sachseln aus.
Nur eine halbe Stunde geht man da dem See entlang und ist schon in Sarnen, resp. beim Strandbad und der Seepromenade, wo ziemlich Betrieb war. Von hier ein Blick zurück.
Schon von Sachseln aus ist mir die Kirche aufgefallen. Dominant, wie es sich bei einem katholischen Ort gehört. Also habe ich sie mir von näher angesehen.
Von der Kirchterasse hat man wiederum Blick über Sarnen und Richtung Obwalden. Ich muss mir doch mal diese Berggipfelerkennungs-App anschaffen.
Hier befindet sich auch ein Gedenkstein für drei französische Soldaten der sog. Bourbaki-Armee (oder ist es das Grab?).
Übrigens: Von und nach Sarnen habe ich via Brünig und via Luzern-Bern gleich lange.
Wikipedia-Artikel zur Kirche Sarnen und zur Bourbaki-Armee.
23 Dienstag
Bei diesem schönen Wetter aufs Schiff gehen, hätte mich durchaus gereizt. Es ist auch schon wieder einige Jahre her, als ich mit diesem Schiff nach Thonon rüber fuhr. Allerdings ist Thonon nicht besonders spektakulär, so dass ich nächste Mal lieber Evian ansteuere. Ich setzte mich also in Ouchy auf ein Bänkchen, ass ein Sandwich und schaute dem Schiff nach, wie es zum gegenüberliegenden Ufer entschwand.
Als ich in Lausanne ankam, hätte ich mit der Metro zum Hafen runterfahren können. Stattdessen ging ich zu Fuss, teils neben, teils über der Trasse. Hier das einzige oberirdische Stück.
Nach dem ich die Strandatmosphäre genossen hatte, ging ich zur Metro zurück und fuhr die ganze Strecke bis zur anderen Endstation „Epalinges-Croisette“. Dort startet der Bus nach Moudon, ein Doppeldecker, den ich damals auf meiner Schweiz-Wanderung für eine Teilstrecke benutzt habe. Er fährt von Epalinges über den Pass Chalet-à-Gobet, fast alles auf der Hauptstrasse Nr 1. Ich sass natürlich im Oberdeck und konnte den Gegenbus knipsen.
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