Freitag, 1. September 2017

Der September 2017

11 Montag

Unter „Form einfetten“ versteht man ja nur in den seltensten Fällen dieses.
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Aber wenn man danach das Ganze noch mit Wirz-Blättern polstern und mit Hackbrät füllt…
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und schliesslich entsprechend wieder zudeckt, wirkt es doch ganz plausibel. Man könnte von einer Riesenkohlroulade sprechen. Wenn sich dann zwei gefrässige Brauer darüber hergemacht haben, bleibt noch ein kümmerlichers Restchen übrig.
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Dieses gönnt sich dann der Koch und schon ist es weg.

12 Dienstag
Am Montag Abend schaute ich auf ARD-One (ja, diesen Sender gibt es) den Film „Hectors Reise“. Da ich das Buch über Hectors Suche nach dem Glück habe, war ich gespannt, wie die Geschichte filmisch umgesetzt wurde.
Der Film gefiel mir nur mässig. Im Gegensatz zum Buch ist der Film-Hector ein ziemlich schusseliger Typ. Er wird als Psychiater, der andern Menschen hilft, selbst aber nicht alleine lebensfähig ist, dargestellt. Clichée, clichée! Klar, der Film muss sich auf das Wesentliche und auf „Action“ beschränken. Die Suche nach dem Glück kommt dabei doch etwas zu kurz und das Fazit erschöpft sich darin, dass Hector nach der Rückkehr endlich seine Freundin heiratet. Aber das ist natürlich auch sehr schön.

15 Freitag
Da hat es mich wieder nicht zuhause gehalten und ich wollte den Teil dieser Stadt anschauen, den ich verrückterweise noch nicht kenne: Das Zentrum!
Grösser als erwartet und fast alles Fussgängerzone. Hier sogar bunt gedeckt:
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Das ist die Rue des Chavannes in Neuenburg. Und ich war auch noch nie beim Schloss oben. Das zu fotografieren ist schwer, wenn man davor steht. darum hier die Aussicht.
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Die Kathedrale und alten Schlossturm sah ich erst von der Seepromenade ganz.
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Der See zeigte sich stürmisch. Der kräftige Westwind liess Brandung aufkommen und zerrte an meinem Handy, wenn ich Bilder machen wollte.
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Freude am Wind, hatten definitiv die Surfer.
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Ich surfte mit dem Zug nach Hause und kam gleich ins schwitzen, denn ab Bern schien die Sonne.

19 Dienstag
Wo ein Wil ist … ist auch ein Bahnhof. Jedenfalls bei jenem im Kanton St. Gallen. Da ich bisher tatsächlich nur den Bahnhof kenne, machte ich mich auf, den Rest anzuschauen. Z.B. den Rathausplatz.
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Das ist auch der höchste Punkt der Altstadt. Von dort sieht man hinunter.
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Versteckt unter den Lauben befindet sich eine Treppe, die zum Stadtweiher führt.
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Was es mit dem „h“ auf sich hat, muss ich noch herausfinden. Erstaunt hat mich, dass sich auf dem höchsten Punkt das Rathaus befindet und nicht eine Kathedrale, wie in den meisten katholischen Städten. Die Stadtkirche befindet sich auf halber Höhe neben dem Schulhaus.
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In der Kirche befindet sich ein Katakomben-Heiliger. Was das ist, liest man in diesem Wiki-Artikel, wo der Wiler als Beispiel darin ist.
Natürlich gibt es auch einen Eintrag über die Stadt Wil.

Dienstag, 1. August 2017

Der August 2017

5 Samstag
Natürlich ging es auch beim Ausflug am Freitag in erster Linie ums Bier. Aber weil es gerade so schön am Weg lag, gönnten wir uns erst die Römer. Nicht „den“, sondern „die“. Wir machten einen Spaziergang auf der Felsenau-Halbinsel, wo die ersten Siedlungen auf den Gebiet der Stadt Bern waren.
Es gibt einen beschilderten Weg mit Stationen mit Informationstafeln. Wir beschränkten uns auf einen Teil des Weges und gingen nur bis zum Bad.

Wie frustrierend! Kommt man an so einem heissen Tag zu einer Badeanstalt und dann ist sie seit ca 1800 Jahren geschlossen. Allerdings war es eher ein Dampfbad und somit auch nicht geeignet.
So haben wir uns zur inneren Abkühlung aufgemacht. Erst zur Felsenau Brauerei gleich in der Nähe, dann zu Wabräu in Wabern.

12 Samstag

So habe ich mir wieder 4 kg Trockenbier, sprich Gerstenmalzschrot beschafft um es sogleich anzufeuchten. Sieben Stunden später hatte ich die Würze im Fass und lasse dieses über Nacht auf dem Balkon, damit die Würze abkühlen kann. Am Sonntag Morgen kommt noch die Hefe dazu.
Auf Twitter wagte ich bereits die Bemerkung: “ Ich braue nach REINheitsgebot und darum muss immer noch Gewürz REIN!“.

Hibiskus, Mate und Orangenzesten. Darum wird dieses Bier auch den Zusatznamen „HibStar Mate“ haben. Jetzt heisst es noch 6 Wochen zittern, bis sich zeigt, ob sich die Mischung als geniessbar erweist.

13 Sonntag
Es ist also soweit. Das neue Schulhaus geht am Montag „in Betrieb“. Ich bin schon gespannt, wie das so sein wird.

Heute habe ich auf Twitter von den drei Sieben des Sokrates gelesen. Er soll empfohlen haben, alle Nachrichten, bevor man sie weiter verbreitet, dreimal zu sieben, d.h. sich zu fragen, ob die Nachricht wahr ist, ob sie etwas Gutes enthält und, ob ihre Verbreitung notwendig ist.
Dass Sokrates der Autor dieser Tipps ist, ist nicht belegt, aber ihre Anwendung scheint mir sinnvoll. Z.B. auch auf obige Nachricht.
Ist sie wahr? – Ja. – Ist sie gut? – Eine neue, modern eingerichtete Schule ist gut für die Schüler, gut für die Gesellschaft. Etwas weniger gut für die Gemeindekasse. – Muss man es weitersagen? – Nicht unbedingt, denn die Betroffenen wissen es ja. Aber mein Blog ist ja als Ganzes nicht notwendig. Ausser für mein Mitteilungsbedürfnis.

31 Donnerstag
Den letzten Sommertag – also den voraussichtlich letzten Tag dieses Jahres, an dem die Temperaturen 30 Grad übersteigen – habe ich mit „Flügerli luege“ verbracht. Nicht zuletzt auch um das GA zu amortisieren, fuhr ich zum Flughafen. Aber nicht ins Hauptgebäude, sondern vis-à-vis.

Vor dieser Aussichtsplattform führt die längste Piste des Flughafens vorbei. Leider starteten die Flugzeuge während meiner Anwesenheit auf einer entfernteren Piste und ich musste mich mit dem Zoom meines Handys behelfen, was man an der Qualität des Bildes sieht.

Aber immerhin erwischte ich eine Maschine der „Baltic“ und konnte so den Erinnerungen an die Baltikumreise von 2009 nachgehen. Dieses Jahr und vermutlich auch im nächsten gibt es keine Auslandferien.
Am Aussichtspunkt befindet sich ein Militärhelikopter, der zu einer Snackbar umgebaut wurde und als Heli-Grill in der Region recht bekannt ist.

Ich marschierte – nach einem Bierchen – noch in Richtung der anderen Piste, ohne aber ein besseres Bild hinzubekommen. Als Ausgleich fotografierte ich noch ein glattes Flüsschen … das Flüsschen Glatt.

Samstag, 8. Juli 2017

Bluegrass und Seesturm

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Am diesjährigen Bluegrass-Festival auf dem Grunderinseli im Thuner See gab es nicht nur Bluegrass, sondern auch Greenwater, also Seewasser. Es stürmte so heftig, dass Wellen aufs Ufer schwappten. Es sammelte sich dadurch Wasser an Land, dass auch ins Festzelt floss und das Publikum schleunigst Taschen und Rucksäcke vom Boden heben musste.
Ein grosses Problem war das aber nicht und da es nicht regnete, blieb es bei hier und da nassen Füssen.

Hier aber die Musik:

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Bluedust ist eine italienische Band, die bereits zum vierten Male da war. Sie gruppiert sich um den Leadsänger Perry Meroni (ca. Mitte 70) und singt traditionellen Bluegrass und entsprechend arrangierte italienische und amerikanische Schlager. In der Schlussnummer kombinierten sie biedes mit „It’s now or never“, der Elvis-Version von „O sole mio“.
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Die Schweizer Teilnehmer waren Heinz Flückiger & the Cool Bunch. Der Bandleader dominierte die Band nicht nur optisch. Sie spielten Country und Pop und die Sängerin überzeugte mit ihrer Version von „Me and Bobby McKee“. Die Schlussnummer war wieder Chefsache mit einer stimmgewaltigen Interpretation von „Amazing Grace“.
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Am Nachmittag standen sie noch im See und traten danach in Shorts und barfuss auf, am Abend dann etwas förmlicher, „Flats & Sharps“ aus Cornwall. Bekannte und eigene Stücke präsentierten sie auf traditionelle Art. Immer mit etwas Schalk, so auch ihre Version von „I wanna be like you“ aus Disneys Dschungelbuch, mit der sie den Abschluss machten.
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Die Hillibilly Rockers aus Frankreich mit Sängerin Astrid boten wieder eher popige Country-Musik. Von den traditionellen Instrumente kam lediglich der Geiger häufig zum Zug, so auch bei der Interpretation des Fiedler-Duells mit dem Teufel. Hier kannte ich die Schlussnummer nicht. Es handelte sich, wie Astrid erklärte, um die Ballade einer Trapezkünstlerin.
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Noch nie wie diesmal bemerkte ich den Unterschied zwischen eher egalitären Bands und solchen mit einer dominierenden Figur. Erstere waren auch die traditionellen, wo ein einzelnes Mikrofon im Zentrum steht, um das sich die Musiker scharen. Sie bewegen sich deshalb auch viel und wechseln sich beim Gesang ab. Bei den Engländern sang jeder mindestens ein Stück und zwei wechselten sich in der Moderation ab. Bei den Italienern dominierte Perry zwar – diese Dominanz wurde aber gebrochen, indem ein anderer moderierte und Witze über den Seniorchef machte.
Anders bei Heinz und Astrid. Sie bestritten Leadgesang und Moderation und sowohl sie, als auch die restlichen Bandmitglieder standen während der ganzen Vorstellung am selben Ort. Am extremsten zeigt sich der Unterschied in der Aufstellung in der Schlussnummer – und darum habe ich sie auch alle erwähnt. Heinz blieb nur noch mit dem Steel-Guitar-Spieler auf der Bühne. Bei Astrid blieben die anderen zwar auf der Bühne, spielten aber erst bei den letzten Strophe mit. Beides eher schwermütige Auftritte – ganz anders, als die beiden anderen Bands, die zum Schluss noch einmal alle Spielfreude zeigten.

Samstag, 1. Juli 2017

Der Juli 2017

1 Samstag


Kult war für mich lange Jahre nicht die Curry-Wurst, sondern die Bieler Braderie. Später wurde das immer weniger und ich gehe nicht einmal mehr jedes Jahr. Diesmal war es wieder ein kurzer Besuch, aber immerhin: Für ein Bieler Bier und eben eine Curry-Wurst reichte es. Nebst der Wurst war übrigens auch eine Chilischote in den Becher geschnetzelt. Pep hatte sie.

7 Freitag
Am Donnerstag haben sich fünf Bierfreunde aufgemacht, ein Bierchen in Konstanz zu trinken. Mehr als eines. Und zu Essen. Und schliesslich mit dem Schiff nach Schaffhausen zu fahren.
Immerhin vier Stunden geht die Fahrt und das Schönste, so schien es mir, kommt fast am Schluss.
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Diessenhofen heisst dieses Dorf mit Holzbrücke.
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Das muss ich mir alles mal von Nahem ansehen, habe ich mir gleich vorgenommen.
Schön und immer eine Reise wert ist natürlich auch Schafhausen und wäre einen längeren Aufenthalt Wert gewesen. Wir waren aber abends um 18 Uhr schon etwas müde und nahmen den nächsten Zug, von dem aus wir immerhin noch kurz den Rheinfall sahen.
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13 Donnerstag

Es ist tatsächlich so: Heute ist mein sechzigster Geburtstag.
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Ich will nicht behaupten, dass mir das ganz egal ist, aber ein Drama mag ich auch nicht daraus machen. Ich will aber gerne die Freiheit geniessen, die einem das Alter gibt. Und diese Freiheit, hoffe ich, kann ich immer mit Freunden geniessen.
So gilt für mich weiterhin: Mit vorsichtigem Optimismus vorwärts!

16 Sonntag
Am Samstag zog es mich wieder einmal nach Interlaken. Ich wollte die Gegend um Unspunnen/Rugen erforschen.
Vom Bahnhof Interlaken West sind es nur wenige hundert Meter und schon ist man auf der Waldstrasse zur Unspunnenwiese. Die aber sparte ich mir noch auf und stieg zu Heimwehfluh hinauf. Die Heimwehfluh ist ein Familienausflugsgebiet mir grossem Spielplatz, Rodelbahn etc. und weniger Wandertüchtige können auch mit der Drahtseilbahn hinauffahren.
Ich bin zum Glück noch gut zu Fuss und war in 20 Minuten oben und bestieg auch gleich den Aussichtsturm.
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Man hat hier beste Aussicht z.B. Richtung Thunersee oder über Interlaken.
Von hier aus hätte ich noch auf den grossen Rugen wandern können, wollte mir aber nicht zuviel zumuten und begnügte mich mit dem kleinen. Rund um diesen führt ein Spazierweg, der der Malerin Clara von Rappard gewidmet ist. Ihr Lieblingsmotiv war dies:
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Aufgenommen von einer Aussichtsplattform am Spazierweg, wo die Malerin die Jungfrau immer wieder ins „Visier“ nahm. Der kleine Rugen, der Weg rundherum, das Hotel Regina (welches heute eine Hotelschule ist) gehörte einst alles der Famile Rappard. Ausgerechnet ihre Villa steht nicht mehr, dafür aber ein grosser Pavillon – Trinkhalle genannt – der heute als nobler Speisesaal für Gesellschaften dient. Vor dieser Trinkhalle fotografierte ich den grossen Rugen.
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Gleich unter der Trinkhalle, aber nicht im Bild, ist die ganz unspektakuläre Unspunnenwiese. Dahinter die Autobahn und die Brauerei, die den Namen von diesem Berg übernommen hat.  Das Zwickel trinken wir gerne – die anderen Produkte von Rugenbräu überzeugen uns weniger.
Die Site über Clara von Rappard und auf Wikipedia.

20 Donnerstag
Dass Geldgier das Gehirn ausschaltet, erfährt man immer wieder. Wenn man Glück hat, nur aus der Zeitung oder aus dem Radio, so wie ich
Seit einiger Zeit höre ich ab und zu Bayern 2. Heute zum Beispiel eine Sendung über die Wirtschaftstheoretiker Hayek und Keynes. Als Zückerchen zum Schluss gab es ein Kurzproträt der Finanzbetrügerin Adele Spitzeder. Die hattte im 19. Jahrhundert in München Geldanlagen zu 10 Prozent Zins angenommen. D.h. sie hatte den Zins ausgezahlt und sich mit dem Kapital ein schönes Leben gegönnt. Hunderte haben sich von der angeblichen Rendite blenden lassen und sich nie überlegt, was die Spitzeder mit ihrem Geld anstellt.
Der Witz ist ja, dass es immer wieder Leute gibt, die mit dieser Masche durchkommen. Auch im Berner Oberland ist vor einiger Zeit ein solcher Betrüger aufgeflogen (Hanspeter Streit alias Claudius Alder). Es ist erstaunlich, dass immer wieder Menschen auf solche Versprechen hereinfallen, aber, wie am Anfang gesagt, Geld schaltet das Hirn aus.
Wikipedia zu Adele Spitzeder und ein SRF-Beitrag zu HP Streit, der die Betrügerei nicht lassen konnte.


27 Donnerstag

E Bueb vo Trueb?


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Wobei ich nicht weiss, ob es sich hier um einen Kater handelt. Aber in Trub waren wir, die friesischen Feriengäste, J. und ich – und nicht nur erstere zum ersten Mal.
Trub hat ein grosses Restaurant (mittwochs leider geschlossen), eine hübsche Kirche, einen Täuferweg rund um den Friedhof und ein Mini-Ortsmuseum mit alten Fotos, Videoshow und Gedenktafeln an Stefanie Glaser (als Erinnernung an den Film „Die Herbstzeitlosen“).
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Der Abstecher nach Trub war Folge einer speziellen Einkaufsfahrt – dem Besuch von Kambly in Trubschachen. Wir waren aber nicht die einzigen, die sich den trüben Tag mit Guetzli degustieren versüssen wollten. Der Fabrikladen war rammelvoll und man musste sich zwischen den Regalen hindurchzwängen. Nicht nur die Kinder geniessen hier, dass man überall zulangen darf.
Eingekauft haben wir natürlich auch. Ich kaufte u.a. die bekannten Kambly-Bretzeli, aber solche mit (welch ein Sakrileg…) Kokosgeschmack. Wie sie früher gemacht wurden, zeigt ein ausgestelltes Bretzeleisen im Vorraum.
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30 Sonntag
Unser Bierklub hat schon einige Krächen besucht, um ab-, hoch- und sonstwie gelegene Brauereien zu testen. Letzten Samstag war Grächen unser Ziel.

Wir fuhren mit der Matterhornbahn Richtung Zermatt bis St. Niklaus und mit dem Postauto hinauf. Grächen ist ein typischer Tourismusort mit 1500 Einwohnern und zehnmal sovielen Betten. Sie haben sich auf Familien spezialisiert und zu den entsprechenden Angeboten gehört eine Suonenwanderung.

Die Wege der Suonen entlang sind einfach zu gehen, der Auf- und Abstieg hingegen doch etwas steil für einen Familienspaziergang. Zwei unserer älteren Teilnehmer waren jedenfalls um die Wanderstöcke froh.
Nach zwei Stunden tauschten wir die Flüssigkeit neben dem Weg gegen eine auf dem Tisch. Die Brauer von Sunnegg-Bier tischten uns ihre Produkte auf, die wir zu einer Grillade genossen.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Der Juni 2017

1 Donnerstag
Den Mittwoch habe ich mit einem Spaziergang in dieser Stadt begangen.
Bevor ich diese Postkartensicht von Freiburg zu sehen bekam, spazierte ich vom Bahnhof westwärts durch den Boulevard de Pérolles mit der Idee, irgendwo zur Saane hinunter zu kommen. Einen passenden Pfad fand ich denn auch – einen recht steilen – der zu einer Staumauer führte. Der gestaute See, der auch ein Naturschutzgebiet ist, ist der Lac de Pérolles. Hier noch von weiter oben:
Von der Staumauer abwärts kam ich zu einer Abtei, wo ich einen steilen Weg hinaufgehen musste und zu meiner Überraschung eine Nonne kreuzte. Wieder abwärts ging es auf einem Strässchen namens Planche Supérieure, von wo ich obige Aussicht genoss.
Diese Strasse endet in einen Platz vor der Kirche St. Jean. Es sieht wie eine eigenes Städtchen aus.
Hier konnte ich den Bus zurück zum Bahnhof nehmen. Ich hatte noch etwas anderes vor: Eine Busfahrt nach Schwarzenburg. Es war eine schöne Überlandfahrt. Ein Bus, der nicht häufig fährt. Nicht verwunderlich, waren doch nur drei Passagiere nach Schwarzenburg.

8 Donnerstag
Wenn ich mein Auto in die Garage bringe, wo wie am Mittwoch um die Sommerreifen zu montieren, kann es sein, dass ich mit Sachen wie Pepperkakor oder Sill im Rucksack zurückkomme. Das liegt daran, dass ich von der Garage in Oberdiessbach beste Verbindung nach Burgdorf und somit zur sogenannten Shoppingmeile Lyssach habe, wo sich u.a. auch eine Ikea-Filiale befindet.
Dort habe ich gefrühstückt, besagte Dinge gekauft und bin dann, weil ich noch übrige Zeit hatte, spazieren gegangen. Auf die andere Seite von Auto- und Eisenbahn.
Hier sieht man das Möbelhaus und den Tunnel, den die SBB auf freiem Feld bauen musste, dass nebenan bei Emmi die Milch nicht sauer wird. Einen Zug wollte ich natürlich auch noch knipsen. Gerade rechtzeitig kam einer.
Sogleich entschwand er in diesem Tunnel und ich entschwand im Wald, denn ich beschloss, nach Fraubrunnen zu gehen.
Es war ein gemütlicher Waldspaziergang. Am Ende eines Weges hielt mich ein Absperrband auf und ich fürchtete schon, ich müsse ein langes Stück zurück. Aber da wurde mit klar, dass es sich nur um eine Markierung handelte, die die Strecke des 100km-Laufes von Biel anzeigte. Dieser Lauf findet am Wocheende statt.
Als ich aus dem Wald kam, bot sich mir eine kleine Laube zum Ruhen an. Gemäss Beschriftung von oder für Anna und Kevin gerrichtet. Mit Gästebuch. Ich wollte aber anonym bleiben und schrieb nicht hinein.
Von dort hatte ich Fraubrunnen bereits in Sicht und war auch eine halbe Stunde später dort. Ein sogenannte Stundenstein informierte mich, dass ich vier Stunden von Bern entfern sei. Ich wählte aber den schnelleren Weg und bestieg den nächsten Zug der RBS. Vorher warf ich aber noch einen Blick in den Schlosspark und aufs Schloss Fraubrunnen.

11 Sonntag
Schach passt ja bestens in ein Schloss und so auch, dass der Schachklub Bümpliz sein Spiellokal im Schloss Bümpliz hat. Dort spielten wir Thuner gestern Samstag. Allerdings fand im Nebenraum eine Versammlung einer „Theologischen Gesellschaft“ statt. Eine Gesellschaft, die ihre Theologie vor allem singend vertrat. Laut singend, damit es der Herr im Himmel auch hört.
Unsere Gastgeber packten somit die Schachbretter wieder ein und wir verlegten das Spiel in den nahegelegenen Pavillon.

Im Bild rechts der Pavillon und im Hintergrund das Schloss. Der Pavillon ist ein hübsches kleines Lokal, wo man sicher gut Feste feiern kann. Für uns wurde es allerdings kein Fest, denn wir verloren mit viereinhalb gegen eineinhalb Punkten. Mit mir konnte ich als einziger Sieger zufrieden sein, als Mannschaftsleiter aber nicht mit dem Gesamtresultat.

18 Sonntag
Es geht wieder ums Essen, denn am Samstag luden meine Nichte und ihr Mann zum Hochzeitsapéro. Wir waren im Restaurant „La Péniche“ am Barkenhafen. Ich packte mir zwischendurch einen Teller, lud eine Bruschetta, einen Caprese-Spiess und ein Lachsröllchen drauf und posierte ihn auf dem Balkon.

Auf der anderen Seite des Barkenhafens – in nobleren Gegenden hiesse das wohl Jachthafen – liegt das Bieler Strandbad. Man sieht genau diese Ecke, wo ich zu Gym- und Studentenzeit manchen Nachmittag verbrachte.
Zurück zum Essen: Der warme Gang bestand aus Egli-Filet, Poulet-Saté mit Erdnusssauce und Gebäcken. Nach alledem mochte man kaum mehr einen Bissen, aber schliesslich war da noch das Dessert:

Aber eigentlich ging es ja noch um eine Hochzeit. Das Paar hatte eine Fotobox aufgestellt, wo sich alle Gäste mit oder ohne Maske porträtieren und diese Bilder in ein Album einkleben konnten.

21 Mittwoch
Beim Aufräumen habe ich noch ein Album mit ein paar alten Fotos entdeckt und auch ein Postkarte von Biel.

Auch wer die Stadt gut kennt, hat wohl Schwierigkeiten, sie zu erkennen. Immerhin ist der Bahnhof gut zu sehen, mit der Linie nach Neuenburg im Vordergrund. Die Strasse rechts schein bei zwei Pappeln zu enden (oder aucht nicht) und dahinter ist eine Fabrik. Auf diesem Gelände würde später der Block errichtet, in dem ich teilweise aufgewachsen bin.
Es handelt sich wahrscheinlich um eine s/w-Foto, das nachträglich koloriert wurde. Dabei hat der Bearbeiter wohl auch das Alpenpanorama etwas nachgebessert.

25 Sonntag
Heute war ich zum ersten Mal in diesem Gebäude

Knapp als Kirche erkennbar – die Kirche von Diemtigen. Gerüstet waren auch wir, J. und ich, nämlich mit zwei Harassen Bier, dem bereits vorgestellten Grut-Bier, das wir für diesen Anlass gebraut hatten.
Als erstes ging es aber nicht um die 500 Jahre Reformation, sondern um das 100-Jahre-Jubiläum dieser Malerei:

Sie stellt Jesu-Himmelfahrt dar und ist ein Werk des Berner Malers Paul Zehnder, der sich auch gerne Pablo nannte. Er war aber kein Picasso, sondern wie man sieht, ein konkreter Maler und seine Arbeit in Diemtigen war der Beginn seiner Spezialisierung auf Kirchenmalerei. Wenn die Darstellung tanzender Frauen, mehrheitlich blau gewandet, an Bilder von Ferdinand Hodler erinnert, ist das kein Zufall, denn diese Tanzszenen waren vor hundert Jahren in der Malerei gross in Mode und gehen auf die damals entdeckten Fresken der Minoer zurück.
Ja, die heutige Predigt war nur zum kleineren Teil eine Predigt und zum grösseren ein Vortrag über Leben und Schaffen des Malers Pablo Zender.
Vor der Kreuzigung und der Himmelfahrt war bekanntlich noch das Abendmal und die Nacht im Garten Gezemaneh. Diese ist im zweiten Werk Zehnders im Chor dargestellt:

Die schlafenden Jünger und Jesus, dem ein Engel erscheint. Dem Thema entsprechend düster und wäre noch düsterer, hätte man die Kuppelwand nicht weiss übermalt, weil jener Teil der Malerei beschädigt war.
Interessant auch das Fenster, welches Scherenschnitt-ähnliche Ornamente enthält, welche möglicherweise auch von Zehnder sind, wozu aber Nachweise fehlen. Das oberste Ornament zeigt einen sechszackigen Stern. Ein Davidsstern, oder auch ein Brauerstern – womit wir beim Apéro im Kirchgemeindehaus wären.
Etwa zwanzig Kirchbesucher kosteten vorsichtig das Grutbier und befanden es mehrheitlich als gut. Ein paar Flaschen blieben übrig (für die nächste Sitzung des Kirchgemeinderates…). Wir können wohl das Experiment als geglückt betrachten und wer weiss, vielleicht entspringt diesem ein neuer Auftrag.
Ganz wenig zu Paul Zehnder auf Wikipedia.