Freitag, 30. November 2012

Freitagsblick

Da mich montags die lästige Pflicht des Geldverdienens von zu Hause fernhält, kann ich nicht, wie "Wilde Henne" einen Montagsblick anbieten, denn ich verlasse das Haus fast immer im Dunkeln. Dasselbe gilt für die drei folgenden Tage, aber am Freitag ist Frei-Tag und ich sehe meine Wohnumgebung erstmals in der laufenden Woche im Morgenlicht. Darum also der Freitagsblick - nicht jeden Freitag, aber heute:
Gemütlicher Sonnenaufgang um zehn. So ist das in den Bergen. Ich bin gespannt, ob diese Winterlandschaft so erhalten bleibt, oder ob das berüchtigte Dezembertauwetter noch einmal aufräumt. 
An derselben Stelle, an der das Bild entstand, wird in einem Monat aufs neue Jahr angestossen. Erst geniessen wir aber den Dezember.
Das ist der Blog von Wilde Henne
und ihr vielbeachteter Kochblog Wildes Poulet.

Donnerstag, 29. November 2012

Gebrauchsanweisung

Gebrauchsanweisungen sind ja eher eine trocken Sache. Aber ich habe kürzlich eine Serie von Gebrauchsanweisungen entdeckt, die alles andere als trocken sind. Es handelt sich um eine Reihe von Reisebüchern. Schon bald habe ich mir solche Gebrauchsanweisungen gekauft. Für Paris, für Wien, für Schweden. Jetzt habe ich noch einen draufgelegt und eine für die ganze Welt.
Die Bücher sind jeweils von jemandem geschrieben, der am entsprechenden Ort lebt, d.h. von dort kommt oder dorthin ausgewandert ist. Für die ganze Welt, so hat sich der Verlag wohl gedacht, nehmen wir Andreas Altmann. Eine gute Wahl - von ihm habe ich schon ein paar Bücher gelesen und bin restlos begeistert. Nun lese ich also Altmanns Anweisungen, wie man sich in der Welt herumtreiben soll (oder darf, oder kann).
Ich habe das Buch erst gerade angefangen und bin gespannt, wieviele Tipps für die Welt ich gebrauchen kann. Und vor allem, ob diese Tipps auch für Reisen direkt vor der Haustür anwendbar sind.

Die Site von Andreas Altmann.

Mittwoch, 28. November 2012

Madame, Monsieur.

Diese geheimnisvollen Figuren fand ich vor zwei Jahren unter den Autobahnbrücke in Ittigen. Wobei, "geheimnisvoll" ist etwas übertrieben. Ich hatte und habe nach wie vor keine Ahnung, wozu die beiden dienten. Ausserdem sind sie längst weg.
Es ist einfach so: seit zwei Jahren suche ich einen Grund, dieses Bild zu veröffentlichen, fand aber nie einen. So muss der alleinige Grund, dass ich einen bebilderten Artikel schreiben will, mir aber kein Thema einfällt, genügen.
Hier sind sie also. Lasst eure Phantasie spielen!

Dienstag, 27. November 2012

Etwas mit Tomme

"Soll ich uns mal einen 'Chèvre chaud' machen?", fragte ich Nachbar J. am Sonntag. "Lieber einen normalen Tomme", sagte er, "aber warum machst du nicht Zwiebelkuchen, am Tag nach dem Zibelemärit?" Ich liess die Antwort etwas auf mich wirken und fand ein Rezept, das beide Ideen kombinierte: "Tarte aux oignons et tomme de savoie".
Französische Rezepte scheinen ziemlich trickreich zu sein. Nicht dass ich "pâte brisée" für zerbrochene Teigwaren halten würde - es handelt sich natürlich um Kuchenteig - aber die Mengenangaben sind eher etwas für den improvisierfreudigen Koch. Drei Eier, drei Zwiebeln - ok - aber vier Stück Tomme de Savoie? Das lässt vom Splitter bis zum Käselaib alles zu. Nicht zuletzt, weil dieser offenbar ein anderes Format als unsere Rahm-Tommes hat. Des Weiteren ist auch einfach von Rahm und Speck die Rede. Aber schliesslich bin ich ein "cuisinier futé" und mischelte heute folgendes zusammen:

Drei Rahm-Tommes in Vierteln malerisch auf dem Kuchen verteilt. Kleinere Stücke und etwas weniger Speckwürfel wären die Tipps für die nächste Auflage. Das abgebildete Kuchenstück ist jedenfalls sehr nahrhaft und mit ein bisschen Salat nimmt man höchstens noch ein Achtelchen Supplement.
Zwei Mädchen am Backofen posteten dieses Rezept. Der Kuchen schmeckt auch dienstags.

Montag, 26. November 2012

Dasselbe in grün

Ich nenne das mal lindengrün:
Vor diesen Hintergrund hat am letzten Samstag Barbara (@pictura), quasi die Hoffotografin der Schweizer Twitter- und Bloggerwelt, zum 4. Avatarday eingeladen. Im Gemeinschaftsbüro "Parterre" an der Lorrainestrasse war auch ein Kosmetikerinnen-Team bereit, die vor Aufregung glänzenden Gesichter der Fotokandidaten zu pudern. Allerlei Getränke und essbares waren auch vorhanden. So Bier von @burgdorferbier oder Speckmütschli von Markus (@senfwurst). 
Was ich für einen Ruf bei den Berner Twitterern geniesse, merkte ich, als ich, kaum in den Laden eingetreten von René (@nachtmeister) ein Bier in die Hand gedrückt erhielt. So wurde erst einmal etwas geplaudert und getrunken, bevor ich mich zum Fotografieren anstellte. 
So also das neue Profilbild, das jetzt auf  Twitter und Facebook von mir zu sehen ist.
Als ich ging, warf ich noch einen Blick zurück. Nachdem sich die Sonne bereits hinter der Gewerbeschule versteckt hatte, standen nur noch ein paar Unentwegte mit Zigarette und/oder Bierflasche vor der Tür.
Die ganze Bande ist auf picturas Site zu sehen.

Sonntag, 25. November 2012

Fleur de Glace

Wie im vorherigen Artikel angekündigt, waren A. und ich am Freitag Abend im Restaurant Eisblume in Worb. Wir entschieden uns für das komplette 6-gängige Menu mit Weinbegleitung. Letzteres heisst, dass wir zu jedem Gang den passenden Wein (1 Glas =1dl) serviert erhielten.
Nach Rehterrine und Kürbissuppe, wurde Thunfisch auf Belugalinsen serviert. Die neckischen Rädchen sind Chips aus Lotuswurzel.
Das Poulet wurde von Schupfnudeln und einem geheimnisvollen Gemüse namens Catalonia begleitet. Nicht die grossen Blätter, sondern eine unscheinbare Blattrispe, die bitter schmeckte und für mich die erste kleine Enttäuschung des Abends darstellte. Auch die beiden letzten Gänge hatten Meckerpotential. Zum Käse gab es "angekohlten Topinambur", den man getrost auch verkohlt hätte nennen dürfen. Hauptdarsteller des Desserts war ein feines Savarin. Dazu ein salziges Carameleis. Dieses schmeckte mir überhaupt nicht, da konnte meinetwegen auch "Fleur de Sel" drin sein.
Tja, dieses Jahr gibt es also kein uneingeschränktes Loblied von meiner Seite. Das Essen in der Eisblume bleibt aber ein Erlebnis. Ich konnte auf Nachfrage bestätigen - so klein die einzelnen Gänge wirken, ist das ganze Menu doch sättigend. Zudem sind es mit Amuse-Bouche und Zwischendessert eigentlich acht Gänge. Wir gehen sicher wieder, nur "angekohltes" nehmen wir keines mehr.

Freitag, 23. November 2012

Öppis Rächts

Bleiben wir beim Thema Essen. Als ich klein war, habe ich einmal Besuch und Eltern überrascht, mit der Aussage "Wenn wir Besuch haben, dann gibt es endlich wieder 'öppis Rächts' zu essen". Natürlich meinte ich nicht, dass meine Mutter für meinen Vater und mich schlecht kochte. Wenn Besuch kam, kochte sie aber aufwändiger. Ich freute mich dann auf Rôti à l'Orange oder Rahmgeschnetzeltes, auf selbst gemachten Kartoffelstock oder gar Pommes Frites.
Alles Sachen, die ich in meinen dreissig Jahren eigenen Haushalts ein bis drei Mal gemacht habe - den Braten noch gar nie. Aufwendig kochen spart man sich gerne für grössere Gruppen. Und wenn man dann wirklich Besuch hat ... entschliesst man sich für eine Grillade oder für Raclette.
So bleibt halt der Genuss köstlicher Mehrgänger den Restaurant-Besuchen vorbehalten. Ein solcher ist heute Abend: Essen mit A. im Restaurant Eisblume in Worb. Dort wird sehr phantasievoll gekocht - manchmal fast zu phantasievoll, denn nicht immer erschliesst sich einem der Sinn einer Kombination. Aber meine Neugier ist gross und ich werde, aller Mässigungsvorsätze zum Trotz, wohl auch diesmal das komplette Menu bestellen. Ein Blogeintrag dazu ist zu befürchten.
Vor zwei Jahren habe ich ein solches Essen ausführlich dokumentiert.
Das aktuelle Menu auf der Homepage der Eisblume.

Mittwoch, 21. November 2012

Cogito ergo Subito!

Heute, dachte ich, mache ich mir etwas ganz schnelles. Es war mir einfach zu kalt für einen Mittagsspaziergang, bei dem ich mir normalerweise ein Sandwich kaufe. Also griff ich zum Notvorrat in der Schreibtischschublade und zog dieses hier raus:

Diese Käsehörnli werden mit heissem Wasser übergossen und sollen nach fünf Minuten weich sein. Die meisten waren es auch. Mein Wasserkocher kam nach langer Zeit wieder zum Einsatz und ich konnte ein paar Kollegen überraschen, denn ich war seit fast einem Jahr nicht mehr über Mittag in der Cafeteria.
Da es in den nächsten Wochen kaum wärmer wird, werde ich wohl wieder häufiger "im Hause" Mittag essen und damit es weiterhin subito geht, werde ich öfter etwas zuhause vorbereiten.
Der Titel ist in dieser Form sogar noch geklaut. Das Original endet natürlich mit: ... sum!