Samstag, 23. Juni 2018

Brauer im Wallis

Der Thuner Heimbrauerklub reiste am Samstag ins Wallis.
Wallis
Das ist aber keine Hopfenplantage. Und das ist auch keine Bierbar:
Wallis
Erste Station war nämlich die Winzerei Du Moulin, wo wir – genau – Wein degustierten. Vorher zeigte uns ein dort „gestrandeter“ Berner (ex Lehrer!) die Anlagen: Lagertanks, Weinpressen und Gärfässer. Metallene und Hölzerne.
Nebst „normalen“ und exklusiven Weinen, präsentierte er uns auch ihren Tischwein. Da Schweizer Weine nun mal teurer sind, als im Tetrapak einkaufte ausländische, liess man sich etwas einfallen: Ein Torpedo.
Wallis
Er schmeckte mir und eignet sich sicher auch gut als originelles Mitbringsel.
Aber dann ging es zum unserem Kerngeschäft:
Wallis
Die Brauerei White Frontier in Martigny. Der Name erinnert noch an die Anfänge in Verbier, wo man sich wohl in erster Linie an Snowboarder richtete. Die Party-Ambiente vor und im Lokal erinnern noch heute daran und dank des schönen Wetters konnten wir uns an Ess- und Trinkstand draussen auf die Führung vorbereiten.
Vor Brauern erklärt man keine grundlegenden Sachen mehr, sondern das Spezielle.
Wallis
Zwischen all den glänzenden Metalltanks stehen diese Holzfässer in denen einst Wein, Whisky oder Rhum lagerten und in denen jetzt diverse Spezialsude reifen. Diese konnten wir noch nicht probieren. Dafür vier andere Sorten.
Wallis
Dieses kleine Monster ist ein liegendes Gärfass, das für Ales gebraucht wird. Ein liegendes Fass bietet dem Sud mehr Oberfläche als ein stehendes, so dass sich der Gärschaum besser verteilen kann.
Es war übrigens den ganzen Tag sehr windig. Hätte Martigny einen See, stünde White Frontier sicher an seinem Ufer und wäre ein Windsurfertreff.

Freitag, 1. Juni 2018

Der Juni 2018

3 Sonntag

„Wie Aussätzige behandeln“ bedeutet soviel wie Kontakt vermeiden. Bei tatsächlich Aussätzigen, also Lepra-Kranken war das früher auch nicht anders möglich und man baute ausserhalb der Stadtmauern ein Siechenhaus.
Burgdorf
Ein solches gibt es auch in Burgdorf. Es liegt immer noch am Stadtrand (an der Strasse nach Wynigen), aber nicht mehr ganz so einsam wie einst. Heute ist das Innere ausgehöhlt und zu einem Verantstaltungssaal umgebaut.

Nach dieser Besichtigung ging es an die GV Burgdorfer Bier.
Burgdorf

6 Mittwoch

Es gibt Lieder über Paris, Rom, Wien… und es gibt eines über
Gstaad
den Lauenensee! Aber im Gegensatz zu den genannte Städten, war ich noch nie dort – bis heute. Und ich habe ihn von allen Seiten angeschaut.
Gstaad
Die Berge dahinter natürlich auch, sowie den Geltenschuss, den Wasserfall. Gross wandern mochte ich nicht, da es eher trüb war und ich beschränkte mich darauf, ins Dorf Lauenen zurückzumarschieren. Auf diesem Weg lassen sich noch schöne Schilfhaufen bewundern. Das Schilf wird als Streu benutzt, nicht etwa um Häuser zu denken, verriet mir der Postautochauffeur.
Gstaad

7 Donnerstag

Gestern in Gstaad habe ich ständig an die Skilager während der Sekundarschulzeit gedacht. Von der 6. bis zur 9. Klasse gingen wir nach Gstaad in den Alpenblick. Es gibt ihn noch:
Gstaad
Er ist immer noch als „Ferienheim Bözingen-Mett“ angeschrieben und so nehme ich an, es gehen auch über 40 Jahr später noch Schüler aus diesen beiden Bieler Stadtteilen dort ins Skilager oder die Landschulwoche.
Das Haus liegt am Dorfrand zu Saanen und somit gerade auf der anderen Seite von Gstaad, als die Skigebiete Wispile und Eggli. Darum mussten wir jeden Morgen und jeden Abend durchs ganze Dorf marschieren. Ich habe den Marsch gestern wieder gemacht und brauchte 40 Minuten – ohne Skischuhen an den Füssen und Ski auf dem Buckel.

16 Samstag

In Bern gibt es viele ruhige Plätze. Einer davon ist der Schosshaldenfriedhof. Gleich dahinter zu sehen sind die Bürohäuser im Galgenfeld, wo ich ein paar Jahre bei der Swisscom gearbeitet habe.
Bern
Würde ich noch in Bern wohnen, könnte ich spöttisch behaupten: Hinten ein ehemaliger Arbeitsplatz, vorne ein zukünftiger Liegeplatz.
Bern
Da man sich hier gleich beim Paul Klee-Museum befindet, sind die Wege im Schosshaldenwald nach Werken dieses Künstlers benannt.

22 Freitag

Gleich zwei Mal habe ich gestern Currywurst gehabt. Die erste hier:


Aber die Geschichte von vorn: Unser Braumeister hat für den harten Kern der Bierfreunde eine kleine Reise organisiert. Zuerst eine Panoramafahrt über den Brünig, dann zum Mittagessen hier in der Baarer Brauerei, resp. im Restaurant, dem rosa Gebäude.
Wir bestellten wie üblich verschiedene Biere und Essen. Ich, wie gesagt, Currywurst. Nun, die Currysauce erwies sich als gut, aber alles andere als Curry. Aber zu einem Amber-Bier liess sich das aushalten.
Bei der einen Brauerei blieb es nicht. Am Nachmittag landeten wir in Wettingen, im Kloster. Genauer gesagt in der Lägere-Brauerei geich unterhalb des Klosters an der Limmat. Dort bestellten wir verschiedene Biere (was den sonst) und einige hatten wieder Hunger. Da auch hier Currywurst auf der Karte war, reizte es mich, zu vergleichen. Und diesmal hielt das Produkt, was der Name versprach – echt scharfe Sauce, wie ich es mag.

27 Mittwoch

Bahnhofbilder
Es scheint, dass die Selecta gerade etliche grosse wie kleine Bahnhöfe mit neuen Automaten ausrüstet. So steht jetzt auch in Oey ein Snack- und ein Kaffeeautomat. Topmoderne Dinger, die so gut wie jedes Zahlungsmittel akzeptieren – sogar Bargeld.
Ob der Kaffee auch schmeckt, habe ich bisher nicht ausprobiert. Sollte es soweit kommen, werde ich berichten.

Dienstag, 1. Mai 2018

Der Mai 2018

4 Freitag
Man(n) ist ja manchmal mit wenig zufrieden. Warum nicht einfach mit der neuen Waschmaschine.


Heute Mittag wurde sie angeliefert und ich habe mich sofort mit ihr beschäftigt. Sie hat, wie befürchtet, noch mehr Programmierpunkte als die alte, aber auch eine bessere Menu-Führung. Ich habe auch gleich die erste Wäsche gemacht – ich werde sie schon noch beherrschen!

9 Mittwoch

So sieht der Thunersee vom Strättlighügel aus.
Thunersee
Weniger schön waren die Aussichten, die mir Garage bot, wo ich mein Auto im Service hatte. Wenn alles repariert würde, das repariert werden kann, würden die Kosten den Verkehrswert des Autos übersteigen. Wir einigten darauf, dass gemacht wird, was eine sicheren Betrieb bis Jahresende ermöglicht. Dann muss ich weiter schauen.
Zwieselberg.
Dieses Auto sah ich in Zwieselberg. Von morgen Auffahrt bis Sonntag winken mir andere Königinnen. Ich spiele Schach.

10 - 13: Bundesturnier

Hier haben nicht nur Swiss-Olympics und andere Sportorganisationen ihren Sitz, sondern auch der Schweizer Schachbund. Da drängt es sich ja auf, auch einmal ein Schachturnier zu veranstalten.
Das Bundesturnier findet immer über Auffahrt statt. Es war ursprünglich die „kleine“ Schweizermeisterschaft, nämlich jene des Arbeiterschachbundes. Nach der Fusion mit dem Schachverband blieb das Turnier und auch die Titelvergabe als „Bundesmeister“ erhalten. Ein solcher bin ich letztes Jahr geworden in der Kategorie Senioren II. Diese Jahr spiele ich bei den Senioren I, wo ich als Nummer 20 von 20 gesetzt bin. Das bedeutet, dass ich nichts zu verlieren habe. Mit Null Punkten will ich aber nicht abschliessen und in der Mitte des Turnieres habe ich tatsächlich schon einen halben Punkt. Noch ein Remis in den folgenden zwei Partien und ich bin zufrieden.


Schliesslich habe ich es geschafft. Mit dem heutigen remis habe ich jetzt wie erhofft einen ganzen Punkt. Beide Unentschieden habe ich mit Schwarz erreicht, so dass diesmal das schwarze Königspaar als Symbolbild herhalten kann. Die Belohnung passt auch.
Nun: Am Sonntag war ich spielfrei. Das ergibt einen Gratispunkt, der mir den 18. statt den 19. Platz beschert, aber für meine Turnierbilanz irrelevant ist.

13 Sonntag

Trauer, Tod, Terrorismus, Flucht, Lebenslust, Homosexualität, Liebe, Selbstbestimmung, Pazifismus und was man sonst noch in einen typisch deutschen Problemfilm verpacken kann...
 Aber es war gar kein solcher Film, sondern der ESC und diese Themen waren zum Glück auf verschiedene Lieder aufgeteilt. Dazwischen gab es immer auch Stücke mit leichterer Kost (ersetze l durch s).
Schliesslich gewann Israel. Vielleicht darum, weil die Sängerin Netta dem Publikum sowohl eine durchgeknallte Show, als auch ein anständiges Thema – eben die Selbstbestimmung – lieferte. Ich hätte am liebsten Österreich (3.) auf dem ersten Platz gesehen, bin aber auch froh, dass die allzu durchsichtig auf Hit getrimmten Beiträge aus Zypern (2.) und Schweden (7.) es nicht geschafft haben.

16 Mittwoch

Wir essen zuviel Salz. Salz gibt hohen Blutdruck. Hoher Blutdruck gibt Herzinfarkt. Wir müssen alle sterben!!!!
Was sagen aber die Jurymitglieder so häufig in der Küchenschlacht oder die Gäste beim Perfekten Dinner? „Da fehlt noch Salz“ oder „Das hätte noch etwas Salz vertragen“.
Zugegeben – die obigen Katastrophenmeldungen beziehen sich meist auf Fertigprodukte, die Beurteilungen hingegen auf frisch zubereitetes.
Ich mag salzig. Mein Blutdruck ist normal, manchmal eher zu tief, vor allem in der zweiten Tageshälfte. Mein Bedürfnis nach Salz hat offenbar seinen Grund und die Antisalzhysterie kommt mir fast als Anschlag auf meine Gesundheit vor. Aber man kann ja nachsalzen.

21 Montag
Wie schon erwähnt, habe ich vor zwei Wochen mein Auto in den Service gebracht. Diesmal nicht nach Oberdiessbach, wo ich es gekauft habe, sondern in die Renault-Garage nach Reutigen. Nachdem ich es abgeliefert hatte, wanderte ich Richtung Thun.
Reutigen
Schon nach wenigen hundert Metern hatte ich einen bisher unbekannten Blick auf das Dorf. Reutigen vorwiegend auf die Stockentalstrasse orientiert und so ist die Fläche bis zur nächsten Erhebung freies Landwirtschaftsland.
Reutigen
Besonders schön sind immer wieder allein stehende Bäume. Gleich über dem Baum, das Stockhorn von der Seite – ein eher ungewohnter Anblick.
Es ist immer wieder ein Erlebnis, Orte, die man schon hundertmal durchfahren hat, als Wanderer zu erforschen.

25 Freitag

Simme-abwärts, an der Grenze zu Wimmis, liegt das Burgholz, das Industriequartier der Gemeinde Diemtigen. Hier wird eine neue Käserei gebaut. Eine Bergkäserei – ausgerechnet am tiefsten Punkt der Gemeinde. Aber verarbeitet werden soll Milch von den Alpen rundherum und als Schaukäserei muss sie natürlich gut zugänglich sein.
Diemtigen Burgholz
Der Ort, an dem ich zum fotografieren stand, ist beim neuen Bahnübergang, der einen fast direkten Zugang von der Simmentalstrasse zur Käserei erlaubt. Dafür wurde ein anderer Übergang weiter oben aufgehoben, so dass diese Strasse jetzt eine Sackgasse ist. Keine Sackgasse ist, so hoffe nicht nur ich, die neue Käserei.
Sackgassenpotential hat hingegen die neue Datenschutzverordnung, die zur Zeit in aller Munde, resp. allen Blogs ist. Als Privatblogger, der kein Geschäft betreibt und keine Leser in der EU aktiv bewirtschaftet, bin ich wohl nicht betroffen. Zudem achte ich bei meinen Bilder stets darauf, keine Personen erkennbar darauf zu haben.

27 Sonntag
Ich bin langsam im Alter, wo man bei schönem Wetter denkt, man müsse doch kurz raus. So habe ich den einen stündigen Rundgang gemacht. Erst ins Tal runter, dann wieder rauf nach Entschwil und von dort nach Hause.
Diemtigtal
Von Entschwil aus hat man besten Blick an die „Schattseite“, d.h. den Nordhang der Niesenkette. Etwas links der Bildmitte ist der Springernboden knapp zu erkennen und sogar der alleinstehende Bergahorn, den ich vor ein paar Tagen beschrieben habe.

Dienstag, 24. April 2018

Wanderlust im Frühling

Heute war Wandertag. So etwa 4 bis 5 Stunden, habe ich mir vorgenommen. Es wurden sieben. Hier schon Mal der Blick über Diemtigen Dorf in Richtung Talausgang mit Simmenfluh und Burgfluh und ganz im Hintergrund das Sigriswiler Rothorn und das Niederhorn.
Diemtigen

Das Diemtigtal ist, auf seiner Hauptachse, ca. 20 km lang, davon sind 14 km befahrbar, von Oey bis zum Ende der Strasse beim Blauseeli. Der Rest ist ein Wanderweg über die Grimmifurggi, das Pässchen, das nach St. Stephan bei Lenk führt.
Ich wohne ziemlich genau in der Mitte, so dass Wanderungen von zu Hause aus stets mit der Frage beginnen: Hinauf oder hinunter? Gestern hiess die Antwort „Hinunter“. Allerdings nur auf den ersten paar Kilometern. Dann begann der Aufstieg zum Diemtigbergli, bei dem ich das gestrige Bild aufnahm.
Auf dem Bergli gibt es ein bekanntes Speiserestaurant, das ich aber trotz Mittagszeit ignoriert habe. Dafür erfreute ich mit an einer Löwenzahnwiese.
Diemtigen

Das Bergli ist der Spickel zwischen Simmental und Diemtigtal, es ist oben ein bisschen flach und hat auch einen See. Der gehört der BKW, die dafür sorgt, dass er nicht verlandet, was er als Teil eines Hochmoors langsam täte. Schäumend und lärmend schiesst Wasser aus der Druckleitung ein den See (links im Bild). Die Leitung kommt aus der Mitte des Tals von einem Wehr ganz in der Nähe vom mir Zuhause.
Diemtigen

Nach dem See schlug ich den Weg nach Erlenbach ein. Von jetzt an hatte ich das Simmental vor Augen. Und eine Kuhweide mit einem markanten Findling samt Baum.
Diemtigen

Wenn ich schon Kuhweide sage, dann noch die passenden Kühe dazu.
Diemtigen

In Erlenbach angekommen, ging ich erstmal zur Stockhornbahn um zu schauen, ob es dort ein Restaurant hat um etwas zu trinken oder ob ich gar…. Weder noch! Die Hin- und Rückfahrt aufs Stockhorn kostet mit Halbtaxabo bereits 29 Franken. Zuviel für eine Laune.
So ging ich denn weiter – Zur Kirche, die voller schöner Fresken ist und dann in den Volg, mir einen Nussgipfel zu kaufen, den ich beim Bahnhof ass. Die Züge liess ich aber weiterfahren. Ich marschierte gestärkt los und war noch einen Blick zurück.
Erlenbach

Keine halbe Stunde marschiert man von Erlenbach nach Oey. Da man hierbei wieder Höhe gewinnt, reizte es mich, noch einmal ins Dorf hinauf bis zur Kirche zu gehen.
Diemtigen

Und noch etwas weiter.
Diemtigen Dorf

Von hier aus gibt es einen direkten Abstieg ins Tal. Ich traute dem aber nicht ganz und ging wieder nach Oey, um den Heimweg auf den Talwanderweg in Angriff zu nehmen. Hierbei stolperte ich fast über eine Sonnenanbeterin.
Diemtigtal

Ich vermute eine Ringelnatter. Nach kurzem Züngeln verzog sie sich in den Büschen.

Sonntag, 1. April 2018

Der April 2018

1 Sonntag

Ich habe Kartoffelsalat gemacht. Nichts besonderes eigentlich, wenn ich mich nicht daran erinnert hätte, wann es das letzte Mal war: vor 14 Jahren! Als meine Eltern das letzte Mal bei mir zu Besuch waren, machte ich Fleischkäse und Kartoffelsalat für sie. Ich holte sie im Altersheim ab und Pfleger Thomas kam mit, mir mit ihnen zu helfen. Thomas war die einzige Pflegeperson, mit der wir per Du waren. Das lag wohl auch daran, dass er nur wenige Monate im Jahr dort arbeitete und so etwas Narrenfreiheit hatte.
Meine Eltern sahen meine Wohnung und das Diemtigtal seither nicht mehr. Mein Vater starb Ende des Jahres und mein Mutter zwei Jahre später. Den Kartoffelsalat mache ich so, wie sie es mich gelehrt hat.

5 Donnerstag

Unsere Waschmaschine hat schlapp gemacht. Zumindest der Einschaltknopf, der sich nicht mehr bewegen lässt. Es geschah, Murphy sei’s geklagt, am Gründonnerstag. So dauerte es fast eine Woche, bis man den Service des Herstellers alarmieren konnte. Diese Leute haben vermutlich auch gerade genug zu tun und so ist der Reperateur für nächsten Dienstag angekündigt.
Da ich zwei Jahre lang in einem riesigen Wohnblock mit lächerlich kleiner Waschküche gewohnt habe, habe ich mir angewöhnt reichlich Unterwäsche und Socken in den Schubladen zu haben. Bis nächste Woche komme ich also noch durch und muss nicht mit dem Waschbrett zum Bach runter.

7 Samstag

Alleine war ich heute in Thun nicht. Weder in der Stadt noch im Schadaupark. Einige badeten ihre Füsse im Wasser, andere lagen spärlich bekleidet auf dem Rasen. Wieder andere waren mit dem Schiff unterwegs:

Normalerweise fahren die Schiffe rückwärts ein. Die „Oberhofen“ ist aber klein genug, im Hafen zu wenden. Hinter dem Schiff übrigens die Kleist-Insel.
Zurück zur Schadau, von wo aus sich wieder die absolute Postkartensicht bot:

Ich war kurzärmlig mit Jacke unterwegs. Die Jacke trug ich allerdings vorwiegend in der Hand. Und im Auto musste ich erstmals dieses Jahr die Klimaanlage anstellen.

18 Mittwoch

Am Mittwoch gehe ich üblicherweise im Fitness auf’s Laufband und anschliessend in die Sauna. Aber…
Oberes Diemtigtal
…warum nicht die Outdoor-Laufstrecke inspizieren. Als Wanderer zwar, aber ins schwitzen kam ich trotzdem. Eine Stunde hin – eine Stunde zurück und, wie immer, eine kleine Rast an meiner Lieblingswendestelle:
Oberes Diemtigtal
Das Blauseeli. Ein Entenpaar und einige Forellen waren auch schon da.
Auf dem Rückweg nahm ich einen erhöhten Pfad und gönnte mir die Aussicht über den hintersten Dorfteil namens Schwenden. Das Paar Wiriehorn und Homad sieht man hier einmal von hinten:
Oberes Diemtigtal
Kilometermässig habe ich mehr gemacht, als auf dem Laufband und das erst noch unter direkter Sonneneinstrahlung.

22 Sonntag
Es war ein heisses Wochenende. Trotzdem fuhr ich am Samstag nach Thun, um etwas herum zu spazieren. So wanderte ich zum Panorama-Center, zum Fussballstadion raus, um mir das Food-Truck-Festival anzuschauen. Der Weg führt an der Allmendingen-Allee entlang, wo die Landschaftsgärtner ein Bächlein geformt haben.
Allmendingenalle Thun
Am Festival gab es allerlei exotische Speisen und ich gönnte mir eine Portion Curry-Wurst.
Dann ging ich wieder stadtwärts für einen kleinen Einkauf und fuhr wieder ins relativ kühle Heim (23 Grad). Im August vor der Hitze der Stadt fliehen ist normal – im April ist es eher weniger.

26 Donnerstag: Solothurner Biertage


Das ist der Leitspruch der Lausanner Brauerei „Dr. Gabs“, die unter den 55 Austellern der Biertage in Solothurn ist. Wie immer besuchten die Bierfreunde die Austellung am Donnerstag und gönnten sich vorher eine kleine Reise. Zum Mittagessen wählen wir natürlich eine Gasthausbrauerei. Diesmal in Schöftland AG.


Einen originellen Namen für seine Brauerei, resp sein Bier zu finden ist nicht leicht. Einige Brauer, wie 523 aus Zollikofen, habe einfach ihre Registernummer bei der Alkoholverwaltung zum Namen gemacht. Darum dachten wir auch hier zuerst an diesen Trick.

Nein, sagte der Brauer, wir sind aus Beromünster! Da schaltete es bei mir, oder besser gesagt, ich emfing die Frequenz: 531 kHz Mittelwelle, unser ehemaliger Landessender.
Und sie machen ganze Sachen, die Leute von Brauhuus531 – gutes Bier und schöne Flaschen. Einwegflaschen, aber zu schön um sie wegzuwerfen.
Auch auf im Brauerhandwerk gibt es Neuigkeiten. Dass man eine Waschmaschine in ein Brauwerkzeug umbauen kann, ist schon bekannt. Ein paar Brauer aus Oesterreich haben sich den Betonmischer zum Vorbild genommen.

Hopfensau nennen sie das Gerät in dem nicht nur das Maischen und das Würze kochen, sondern auch das Kühlen und die Hauptgärung stattfinden. Wie das geht, erklären sie auf ihrer Site Sudkraft. Auf dem Bild ist der Heimbrauerpionier Richi Leder, der das Ding in der Schweiz vertreibt.
Die Biertage in Solothurn waren wieder sehr spannend und wie immer konnten wir nur einen Bruchteil von allem, was uns interessierte versuchen. Nächstes Jahr geht’s weiter.

Donnerstag, 1. März 2018

Der März 2018

3 Samstag


Angesichts unserer neuen Banknoten ist mir der Begriff „Handgeld“ in den Sinn gekommen. Ein Begriff, den man heute nicht mehr viel hört. Gemeint ist ein Geldbetrag, mit dem man eine mündliche Abmachung festigt.
Handgeld ist meistens Bargeld, muss aber nicht, und es gibt auch illegale Varianten davon. Es würde mich darum nicht wundern, wenn die Bargeldverächter diesen Begriff als Schimpfwort entdecken würden. Das „Handgeld“ auf dem Bild ist aber ganz sauber!

8 Donnerstag


Kollege A. arbeitet zur Zeit in Frutigen, so dass unsere gemeinsamen Mittagessen dort stattfinden. Nachdem ich ihn wieder in seinem Büro abgeliefert hatte, machte ich noch einen Spaziergang und fotografierte bei dieser Gelegenheit die Widi-Brücke, die über die Lotschberg-Bahnlinie führt.
Im Hintergrund eine Bergkette, die ich von mir zu Hause auch sehe, aber von der anderen Seite. Es ist die Niesenkette, die ab ebendiesem das Kander- und Engstlental vom Simmen- und Diemtigtal trennt. Ein paar Kilometer Luftlinie, aber 30 km mit dem Auto.

30 Freitag
Was feiern wir an Ostern?

Der Termin ist nach dem ersten Vollmond im Frühling, also der Tag und Nacht-Gleiche. Symbole sind Hase und Ei, andernorts auch Lamm und Hahn, alles Fruchtbarkeitssymbole. Eigentlich widersinnig, dass die Kirche daraus eine Trauerwoche zum Tod des Religionsgründers gemacht hat. Ok, die Auferstehung kommt auch noch.
Wie im Schach. Nachdem der König geschlagen ist, werden alle Figuren wieder aufgestellt und es ist wie vorher. Nur der Schoggi-Hase, der ist – na, ihr wisst schon!

31 Samstag

Ein Ei-rrangement:

Da hat mir meine Nachbarin gestern eine Schachtel Ostereier in die Hand gedrückt. Ihre Schwägerin, die öfters ihre Wohnung für Wanderferien mietet, hat so viele Eier gefärbt, dass sie nicht mehr wusste wohin damit. So befand sie, sie könnte auch ihre termporären Nachbarn im Diemtigtal beschenken.
Da Eier im Eierkarton etwas langweilig aussehen, habe ich sie ein bisschen arrangiert.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Der Februar 2018

6 Dienstag
Summ, summ, summ...

Wobei summen bei Militärflugzeugen arg beschönigend ist. Gestern gönnte uns die beste aller Luftwaffen sogar einen Überschallknall. Heute morgen waren sie mehr am herumkreisen, wie das Bild zeigt.

11 Sonntag

"Katze sitzend"
Was tönt wie der Titel eines millionenschweren Gemäldes, ist lediglich die wörtliche Übersetzung von „catsitting“. Genau das ist es, was ich zur Zeit mache: Ich hüte die Nachbarskatze.

Ich habe sie der Einfachkeit halber mitsamt Kistchen (wichtig) und Futternäpfchen (sehr wichtig) in meine Wohnung transferiert. Sie hat sich einigermassen eingelebt und setzt sich gerne überall hin. Noch lieber liegt sie.

15 Donnerstag
Heute hatte ich die Ehre, den Bierstammtisch in unserem Hause zu organisieren, da der Braumeister abwesend ist. So habe ich unseren Festraum präpariert, damit die Biertrinker kommen konnten.

Wir waren eine kleine Runde, denn einige Bierclubmitglieder sind zwar im Haus, haben aber Besuch, denn es ist ja auch Skiferienzeit. Es regnete zwar, aber gerade dann, kann man seine Besucher nicht auf der Piste lassen und zum Bier verschwinden.
So hiess es halt zu Vieren bieren!