Für manche ist ja Fasnacht noch die grössere Katastrophe als... aber ich will nicht zu zynisch werden. Jedenfalls ging ich am Samstag Nachmittag nach Bern, um den Fasnachtsumzug an zuschauen. Erst stellte ich mich an die Marktgasse. Langsam kamen die ersten Nummern - Einzelmasken und kleinere Guggen. Gleich viel mir auf, dass nur wenig mit Mottos gearbeitet wurde. Kaum Einheitskostüme, eher individuelle Verkleidungen, die höchstens eine Vorgabe wie rot, blau oder silbern hatten. Die erste Gugge, die mir gefiel, war jene die die Broncos als Motto hatten. Bronco Chef Hofer marschierte mit seiner eigenen Karikatur, dem Tambourmajor, mit.
Ich wechselte meine Position und suchte in der Kramgasse einen neuen Standort. Eine gute Wahl, nicht nur, weil ich dort ein Bier trinken konnte, sondern auch weil, wegen einer Tribüne, die Guggen dort jeweils Halt machten und etwas spielten. Im zweiten Teil des Zuges marschierten auch die besseren Guggen - sowohl was das Spiel, als auch was die Kostümierung betrifft.
Irgendwie gelang es mir, kein Opfer für Konfettiwerfer abzugeben, selbst mit dem Glas in der Hand. Das liegt aber sicher auch daran, dass die Kinder am liebsten die eigenen Eltern bewerfen. Jedenfalls habe ich nicht ein Räppli, wie die Basler sagen, nach Hause gebracht.
Sonntag, 13. März 2011
Freitag, 11. März 2011
Katastrophen-Retweeter
Die virtuelle Welt ist auch nur ein Abbild der realen. So wie es hier Katastrophen-Touristen gibt, gibt es Twitterer, die sich sofort melden, wenn auf der Welt eine Katastrophe geschieht. Es darf auch ein Krieg sein, oder sonst etwas, was so wichtig ist, dass es die Katastrophen-Twitterer beinahe als Affront empfinden, wenn es noch Menschen gibt, die an anderes denken. Heute war es das Erdbeben in Japan. Schon bald jagten sich die Tweets, die die neuesten Nachrichten, erste Filmaufnahmen und Tsunamiwarnungen weiterverbreiteten. Letzteres kann man noch damit begründen, dass man Freunde an der Pazifikküste hat. Ich würde in diesem Falle die Betroffenen eher direkt anschreiben oder anrufen. Was die Nachrichten betrifft - da ärgere ich mich ernsthaft, wenn jemand mit "BBC hat gemeldet..." kommt. Als hätten die nicht dieselben Agenturen abonniert, wie Radio DRS oder SWR etc. Aber BBC hören, tönt scheinbar besser.
Ist ja Wurst, nicht wahr? Man kann diese Leute ja entfolgen - oder doch nicht? Irgendwie ist es ja auch reizvoll, über solche Leute zu lästern! Darum, liebe Twitterer, gebt dem Spötter ruhig weiter sein Futter. Wenn es zuviel wird, weiss ich ja, was zu tun ist. Und, bei aller echter Betroffenheit, wenn eine Katastrophe passiert, hilft es doch niemandem, wenn wir hier vor Schreck erstarren. Unser Leben geht weiter und auf der kleinen Schanze blühen die Krokusse.
Ist ja Wurst, nicht wahr? Man kann diese Leute ja entfolgen - oder doch nicht? Irgendwie ist es ja auch reizvoll, über solche Leute zu lästern! Darum, liebe Twitterer, gebt dem Spötter ruhig weiter sein Futter. Wenn es zuviel wird, weiss ich ja, was zu tun ist. Und, bei aller echter Betroffenheit, wenn eine Katastrophe passiert, hilft es doch niemandem, wenn wir hier vor Schreck erstarren. Unser Leben geht weiter und auf der kleinen Schanze blühen die Krokusse.
Donnerstag, 10. März 2011
Zwei, drei Seelen in meiner Brust
Noch ein letztes Mal etwas zu den Ständeratswahlen, oder besser, zu einem Artikel darüber. Claude Longchamp ist nicht nur der Stadtwanderer, sondern er führt auch noch einen Blog über den Politikzoo. Darin kam er noch einmal auf die Wählerschaft der beiden Kandidaten zurück. Die Tatsachen dürften bekannt sein, mir geht es um einen bestimmten Satz im Text. CL ist bekannt für seine political correctness, insbesondere für den Gebrauch des Binnen-I. Nur hier dürfte es mit ihm durchgegangen sein, als er über Ursula Wyss schrieb:
Sie ist die PolitikerInnen der Dienstleistungsgesellschaft.
Wyss quasi als multiple Persönlichkeit beiderlei Geschlechts - dem sagt man konkordant. Die etwas weniger romantische Erklärung dürfte sein, dass CL zuerst "Sie gehört zu ..." schreiben wollte und die Formulierung von der Kategorisierung zum Sein änderte. Ganz nach dem Motto "Ich denke, also bin ich". A.A. denkt vermutlich auch, denn er ist. Ich auch, aber anders! Und manchmal stecken auch in mir verschiedene (politische) Persönlichkeiten. Die eine Person ist noch immer Kommunist, wie zu Schulzeiten, die andere ist braver Sozialdemokrat, vielleicht sogar etwas grün angehaucht, und eine dritte ist eher konservativ. Das muss aber gar nicht schlecht sein. So habe ich zu jeder Idee einen Gegenpart, der sie kritisch unter die Lupe nimmt.
Sie ist die PolitikerInnen der Dienstleistungsgesellschaft.
Wyss quasi als multiple Persönlichkeit beiderlei Geschlechts - dem sagt man konkordant. Die etwas weniger romantische Erklärung dürfte sein, dass CL zuerst "Sie gehört zu ..." schreiben wollte und die Formulierung von der Kategorisierung zum Sein änderte. Ganz nach dem Motto "Ich denke, also bin ich". A.A. denkt vermutlich auch, denn er ist. Ich auch, aber anders! Und manchmal stecken auch in mir verschiedene (politische) Persönlichkeiten. Die eine Person ist noch immer Kommunist, wie zu Schulzeiten, die andere ist braver Sozialdemokrat, vielleicht sogar etwas grün angehaucht, und eine dritte ist eher konservativ. Das muss aber gar nicht schlecht sein. So habe ich zu jeder Idee einen Gegenpart, der sie kritisch unter die Lupe nimmt.
Mittwoch, 9. März 2011
Badewetter?
Ich habe ja schon letzte Woche den Frühling "besungen". Aber das war noch gar nichts gegen heute. Das war ja schon fast Sommer. So konnte ich nicht anders, als nachzuschauen, wann das Strandbad öffnet. Nun, Eile ist nicht nötig, es ist der 7. Mai. Bis dahin gibt es sicher noch eine Kältewelle oder zwei und die Euphorie wird wieder etwas abflachen. Wie es auch kommen mag, will ich auf jeden Fall wieder ein Saisonabonnement kaufen. Ich überlege mir sogar, eine Kabine zu mieten. Ein teurer Spass - man könnte 200 Franken sicher für Besseres ausgeben, aber auch für Dümmeres. Die Tatsache, dass alles was ich brauche bereits am Ort ist, könnte zusätzlich motivieren. Gleich am Bahnhof in den Bus zum Strandbad steigen, statt erst zum Auto gehen und dort die Sachen holen, denn erst mal beim Auto, steigt man doch ein und fährt heim. Es ist immer das Gleiche. Aber wie gesagt, das kann ich mir noch zwei Monate hin und her überlegen.
So leer sah das Strandbad bei Saisonende aus. Ich bin gespannt, ob die ersten Tage der neuen Saison schon zum Sonnenbaden laden oder nur zum Schwimmen im geheizten Becken.
So leer sah das Strandbad bei Saisonende aus. Ich bin gespannt, ob die ersten Tage der neuen Saison schon zum Sonnenbaden laden oder nur zum Schwimmen im geheizten Becken.
Dienstag, 8. März 2011
Wechseljahre der Männer
Bekanntlich soll man sich antizyklisch verhalten, darum am heutigen Frauentag ein Männerbeitrag. Vor ein paar Tagen hörte ich im Radio ein Gespräch mit dem Wissenschaftsjournalisten Jörg Blech. Eines der Themen waren die erfundenen Krankheiten (hier ein Artikel zu diesem Thema). Dazu gehörten auch die Wechseljahre der Männer. Dabei musste ich auch an meine "Wechseljahre" denken, resp. an eine ärztliche Generaluntersuchung die ich mit vierzig machen liess. Der Dorfarzt untersuchte mich gründlich und schickte mich anschliessend noch zum Urologen. Die Diagnose war schliesslich, dass es sich bei mir um einen gesunden, durschnittlichen Vierzigjährigen handelte. Von Wechseljahren, die nun folgen sollten, war nicht die Rede. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Aerzte im Oberland davon ausgehen, dass Leute verschiedenen Alters - nun ja - verschieden alt sind und das Alter an sich nicht zu therapieren ist. Auch ist unser Dorfarzt kein "Doktor Knock" - mit einer Beschreibung dieses Theaterstücks beginnt der erwähnte Artikel. Es war eine meiner Maturlektüren.
Wer in Goggle nach dem Thema sucht, findet viele Sites wo man Rat in der Sache bekommt. Und Medis. Und natürlich alles gegen gutes Geld. Aber immerhin auch kritische Zeitungsartikel, wie diese in TA oder SZ.
Wer in Goggle nach dem Thema sucht, findet viele Sites wo man Rat in der Sache bekommt. Und Medis. Und natürlich alles gegen gutes Geld. Aber immerhin auch kritische Zeitungsartikel, wie diese in TA oder SZ.
Sonntag, 6. März 2011
Aus dem hohlen Zahn
Vor einer Woche habe ich eine Plombe verloren, diesen Sonntag die Ständeratswahl. Wie die Sache mit dem nun hohlen Zahn zu erledigen ist, ist klar: Zahnarzt avisieren. Dort wird ersetzt was fehlt. Anders in der Politik. Dort fehlt jetzt eine jetzt eine städtische, linke, weibliche Vertretung. Adrian Amstutz, das ist klar, wird nicht wie eine müde Plombe herausfallen und für eine Neue Platz machen. Nein, ich vermute stark, dass bei den Wahlen im Herbst die Sitze, die heute vergeben wurden, denen erhalten bleiben, die ab jetzt darauf sitzen. Auch der Fuchs wird seinen heute gewonnen NR-Sitz halten und kann seinen Platz im Grossen Rat dann weitergeben.
Strampeln muss man, habe ich gesagt und ich werde weiter brav für linke Anliegen und linke Kandidaten stimmen. Ich hoffe nur, dass die Exponenten der Linken noch ein paar Ideen haben, die nicht nur die unverdrossenen Fans überzeugen. Wenn sich alle Parteien nur noch damit profilieren wollen, nicht die SVP zu sein, dann wird er 51%-Traum von Herrn Schlüer doch noch wahr.
Strampeln muss man, habe ich gesagt und ich werde weiter brav für linke Anliegen und linke Kandidaten stimmen. Ich hoffe nur, dass die Exponenten der Linken noch ein paar Ideen haben, die nicht nur die unverdrossenen Fans überzeugen. Wenn sich alle Parteien nur noch damit profilieren wollen, nicht die SVP zu sein, dann wird er 51%-Traum von Herrn Schlüer doch noch wahr.
Samstag, 5. März 2011
Ein halber König.
Heute dachte ich an das Sprichwort "Unter den Blinden ist der Einäugige König". Es geht aber nicht um Blinde und Einäugige, sondern um Schach. Am Nachmittag spielten wir vier Thuner gegen vier Spiezer in der sog. Gruppenmeisterschaft. Einer nach dem anderen musste aufgeben und beim Stand von 3:0 für Spiez, bot ich meinem Gegner remis an. Kein Problem für ihn, anzunehmen, bei diesem Spielstand, zumal die Stellung auf dem Brett tatsächlich nach unentschieden aussah. So kann ich jetzt behaupten, als einziger ungeschlagen zu sein. Gespielt wurde übrigens im Restaurant Seegarten. Ein Restaurant mit grosser Terrasse und tollem Ausblick auf die Spiezer Bucht. Klar dass diese Terrasse bei schönem Wetter immer voll ist.
So endet eine anstrengende Woche für mich mit einem kleinen Erfolg. Ein Release-Wechsel am Montag bescherte uns einen Arbeitstag bis 3 Uhr morgens. Einige Nachwehen raubten mit zwar nicht gerade den Schlaf, aber brachten doch eine gewisse Unruhe. Die nächste Woche verspricht auch noch einiges, aber ich rechne damit, dass wieder alles im üblichen Rahmen verläuft.
So endet eine anstrengende Woche für mich mit einem kleinen Erfolg. Ein Release-Wechsel am Montag bescherte uns einen Arbeitstag bis 3 Uhr morgens. Einige Nachwehen raubten mit zwar nicht gerade den Schlaf, aber brachten doch eine gewisse Unruhe. Die nächste Woche verspricht auch noch einiges, aber ich rechne damit, dass wieder alles im üblichen Rahmen verläuft.
Mittwoch, 2. März 2011
Frühling!
Die Meteorologen lassen den Frühling am 1. März beginnen. Das ist sicher praktisch, für die Statistik. Astronomisch beginnt der Frühling mit der Tag und Nachtgleiche. Aber auch die Blütezeit bestimmter Pflanzen oder die Paarungszeit bestimmter Tiere, lässt sich als Frühlingsbeginn - etwas weniger präzise - betrachten. Aber jeder Mensch hat sicher seine eigenen Kriterien, nach denen er sagen kann. "Jetzt ist Frühling!"
Mein persönlicher Frühlingsbeginn war heute. Der Grund liegt im Moment, als ich das Büro verliess. Es war schon halb sechs, aber die Sonne schien noch. Da war es für mich klar: Frühling, basta!
Mein persönlicher Frühlingsbeginn war heute. Der Grund liegt im Moment, als ich das Büro verliess. Es war schon halb sechs, aber die Sonne schien noch. Da war es für mich klar: Frühling, basta!
Abonnieren
Posts (Atom)