In Peru, so habe ich gelernt, ist es üblich, beim Trinken auch der Mutter Erde - Pacha Mama - einen Schluck zu gönnen. Hierzulande ist mir solches nicht bekannt, aber heute Mittag wurde ich an diesen Brauch erinnert. Ich gönnte mir bei Coop ein so genanntes Spicy-Meat-Balls-Sandwich, also ein Sandwichbrötchen gefüllt mit drei Mini-Hamburgern, Tomatenscheiben und würziger Sauce. Dieses Sandwich ass ich auf dem Rückweg ins Büro. Bei einem Biss, flutschte mir dann der dritte Hamburger mitsamt Tomatenscheibe raus und auf den Boden. Da musste ich daran denken, dass sich vielleicht Mutter Erde hier ihren Anteil geholt hat. Das Fleisch lag nun aber auf dem Strassenbelag. Es brauchte jetzt wohl noch eine gierige Krähe oder einen Truppe Ameisen als Zwischenwirt. Das restliche Brot opferte ich auch noch und war froh, dass sich nicht gleich ein Loch im Boden geöffnet hatte, um mich ganz zu verschlingen. Aber ich bin ja auch nicht so spicy!
Und dann war doch noch etwas... genau!
Mittwoch, 16. Juni 2010
Montag, 14. Juni 2010
Tröööt oder, wenn der Reporter nichts mehr sagt
Ein einziger Artikel zur Fussball WM muss noch sein. Sonst vermeide ich alles, was damit zu tun hat. Ich höre morgens sogar Nonstopmusiksender, um mir das ganze Elend nicht im 5-Minuten-Takt anhören zu müssen. Im Auto sieht es halt anders aus. So liess ich am Sonntag Abend das Sportmagazin auf DRS3 laufen. Umbringen werden mich die paar Fussballresultate ja nicht, dachte ich. Aber Radio DRS will nicht nur Resultate bringen, sondern auch den so genannten Hintergrund.
So ging es denn in einem Bericht um den unglücklichen englischen Goalie Adam Green, der einen Ball hineingelassen hatte. Als erstes erklärte uns der Radiomann, dass der italienische TV-Reporter satte 7 Sekunden sprachlos gewesen sei. Um das zu illustrieren, spielte er gar einige Sekunden (zum Glück nicht ganze sieben) Tröten ein - eben ohne Kommentar. Was der Italiener dann doch noch sagte wurde auch noch berichtet, sowie die Meinung zweier deutschsprachiger Reporter. Zum Abschluss wurde auch noch darüber spekuliert, ob die Karriere des Goalies jetzt ernsthaft geschädigt wäre.
Da sieht man wieder, das Unwichtigste bleibt einem schliesslich am besten in Erinnerung. Was am Sonntag sonst noch in den Nachrichten zu hören war, habe ich vergessen. Hiermit endet meine Berichterstattung über die Fussball WM.
So ging es denn in einem Bericht um den unglücklichen englischen Goalie Adam Green, der einen Ball hineingelassen hatte. Als erstes erklärte uns der Radiomann, dass der italienische TV-Reporter satte 7 Sekunden sprachlos gewesen sei. Um das zu illustrieren, spielte er gar einige Sekunden (zum Glück nicht ganze sieben) Tröten ein - eben ohne Kommentar. Was der Italiener dann doch noch sagte wurde auch noch berichtet, sowie die Meinung zweier deutschsprachiger Reporter. Zum Abschluss wurde auch noch darüber spekuliert, ob die Karriere des Goalies jetzt ernsthaft geschädigt wäre.
Da sieht man wieder, das Unwichtigste bleibt einem schliesslich am besten in Erinnerung. Was am Sonntag sonst noch in den Nachrichten zu hören war, habe ich vergessen. Hiermit endet meine Berichterstattung über die Fussball WM.
Sonntag, 13. Juni 2010
Sieg und Niederlage
Zuerst zum Sieg: Am Samstag Nachmittag war wieder eine Runde in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft angesagt (im Schach natürlich) und Thun 3 durfte in Köniz antreten. Ich hatte diesen Spielort noch in schlechter Erinnerung, da ich letztes Jahr recht schnell meine Partie verloren hatte. Diesmal war alles anders. Kein einziger Nuller war zu beklagen, wie man hier sehen kann (4. Runde). Meine persönliche Bilanz sieht mit 2.5 Punkten aus 4 Runden auch positiv aus. Den Sieg feierten wir beim Essen im Restaurant Campagna. Trotz Bewölkung war es noch warm genug, draussen zu sitzen und der reissenden Aare zuzuschauen.
Eine Niederlage erleide ich dieses Wochenende in meiner Rolle als Superstaatsbürger. Gerne brüste ich mich damit, in über 30 Jahren nur drei Abstimmungen verpasst zu haben. Jetzt kommt eine vierte dazu - die erste, seit Einführung der brieflichen Stimmabgabe. Sie findet nur im Oberland-West statt und es geht um die Einführung einer Regionalkonferenz. Sicher, das Thema hat für mich etwa die gleiche Wichtigkeit, wie die Erhöhung der Hundesteuer, die ich damals in Ostermundigen ignoriert habe. Trotzdem, dass ich das Stimmmaterial nur auf einen Haufen geworfen habe, ohne es anzuschauen, ist mir etwas peinlich.
Eine Niederlage erleide ich dieses Wochenende in meiner Rolle als Superstaatsbürger. Gerne brüste ich mich damit, in über 30 Jahren nur drei Abstimmungen verpasst zu haben. Jetzt kommt eine vierte dazu - die erste, seit Einführung der brieflichen Stimmabgabe. Sie findet nur im Oberland-West statt und es geht um die Einführung einer Regionalkonferenz. Sicher, das Thema hat für mich etwa die gleiche Wichtigkeit, wie die Erhöhung der Hundesteuer, die ich damals in Ostermundigen ignoriert habe. Trotzdem, dass ich das Stimmmaterial nur auf einen Haufen geworfen habe, ohne es anzuschauen, ist mir etwas peinlich.
Freitag, 11. Juni 2010
Apero macht alle froh
Agenden, vor allem elektronische, sind eine tolle Sache. Jedenfalls, wenn man auch reinschaut. Wenn nicht, geht es einem, wie mir am Donnerstag: Am Morgen war ich noch überzeugt, abends einen Schachmatch zu haben und war verärgert, weil die Paarungsliste immer noch nicht in meinem Mailbriefkasten war. Bis ich eindlich mein iPhone konsultierte, wo ich alle Matchdaten erfasst habe und feststellen musste, dass der Match erst in einer Woche sein würde. Nun gut - dann würde ich wenigstens am Abend wieder mal laufen gehen. Vernünftigerweise habe ich die Ausrüstung immer im Auto und kann mich so spontan entscheiden.
In der Mittagspause boebachtete ich einen Kollegen bei ungewöhnlichen Tätigkeiten. Er bereitete Apérohäppchen zu. Da erinnerte ich mich: Er hatte ja zu einem Apéro eingeladen! Es steht in Outlook, aber, wie schon gesagt, wenn man nicht reinschaut...
So bestand denn mein Donnerstagabendsport in Essen und Trinken. Mit Plaudern und mit Zuhören, denn die Kolleginnen und Kollegen tun nichts lieberes, als an Apéros alte Geschichten erzählen. Und ich, als Einziger, der nicht schon überhundert zehn Jahre dabei ist, kann nur hören und staunen.Ich ging spät, aber nicht als letzter. Gestaunt habe ich auch, als der Zug voller junger Leute mit Bier und Rucksäcken war. Stichwort "Greenfield". Sie gingen bereits ihre Plätze einnehmen und fuhren natürlich weiter als ich, nicht nur bis Thun.
Die letzte Etappe muss ich bekanntlich mit dem Auto fahren. In Oey, als dem Taleingang stand ein junger Mann und hielt den Daumen raus. Wohin? Diemtigen. Das ist zwar ein Umweg für mich, aber ich war gut gelaunt und lud ihn auf. Eigentlich hasse ich die Hangstrasse, die von Diemtigen ins Tal hineinführt, denn sie ist einspurig und im Dunkeln fahre ich solche Strassen erst recht nicht gerne. Andererseits hat die Dunkelheit auch den Vorteil, dass man die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Autos früh sieht.
Zuhause angekomment, hatte ich noch keine Lust Schlafen zu gehen und machte noch einen Mitternachtsspaziergang. Im Sternenlicht! Nur direkt ums Haus hat es Wegbeleuchtung. So spazierte ich die oberen Strasse entlang, erschreckte ein paar schlafende Kühe und genoss die Sommernacht. Um nicht denselben Weg zurückzugehen, wollte ich einen Waldweg benutzen. Den Weg fand ich problemlos, musste aber gleich feststellen dass am Rande Brennesseln wucherten, ideal für kurze Hosen. So war ich doch schnell wieder zurück auf der Strasse.
In der Mittagspause boebachtete ich einen Kollegen bei ungewöhnlichen Tätigkeiten. Er bereitete Apérohäppchen zu. Da erinnerte ich mich: Er hatte ja zu einem Apéro eingeladen! Es steht in Outlook, aber, wie schon gesagt, wenn man nicht reinschaut...
So bestand denn mein Donnerstagabendsport in Essen und Trinken. Mit Plaudern und mit Zuhören, denn die Kolleginnen und Kollegen tun nichts lieberes, als an Apéros alte Geschichten erzählen. Und ich, als Einziger, der nicht schon über
Die letzte Etappe muss ich bekanntlich mit dem Auto fahren. In Oey, als dem Taleingang stand ein junger Mann und hielt den Daumen raus. Wohin? Diemtigen. Das ist zwar ein Umweg für mich, aber ich war gut gelaunt und lud ihn auf. Eigentlich hasse ich die Hangstrasse, die von Diemtigen ins Tal hineinführt, denn sie ist einspurig und im Dunkeln fahre ich solche Strassen erst recht nicht gerne. Andererseits hat die Dunkelheit auch den Vorteil, dass man die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Autos früh sieht.
Zuhause angekomment, hatte ich noch keine Lust Schlafen zu gehen und machte noch einen Mitternachtsspaziergang. Im Sternenlicht! Nur direkt ums Haus hat es Wegbeleuchtung. So spazierte ich die oberen Strasse entlang, erschreckte ein paar schlafende Kühe und genoss die Sommernacht. Um nicht denselben Weg zurückzugehen, wollte ich einen Waldweg benutzen. Den Weg fand ich problemlos, musste aber gleich feststellen dass am Rande Brennesseln wucherten, ideal für kurze Hosen. So war ich doch schnell wieder zurück auf der Strasse.
Dienstag, 8. Juni 2010
Strandszenen
Der letzte Sonntag begann für mich wieder, wie es im Sommer sein sollte, mit dem Kilometerschwimmen im Strandbad. Anschliessend gönne ich mir noch einen Kaffee und schaue zu, wie sich langsam auch die Liegewiese füllt. Es gibt eben zweierlei Klientel hier. Die Schwimmer und die Sünneler. Ich zähle ich zu ersteren und verlasse gegen neun die Badi wieder, um nach Hause zu gehen. Jetzt im Frühsommer kann man jeweils diese kleine Familienszene sehen. Die jungen Schwäne vergnügen sich gleich neben dem Weg. Ihnen zu nahe zu kommen empfiehlt sich nicht.
Zuhause gibt es Frühstück auf dem Balkon und der gemütliche Sonntag fängt an.
Strandfeeling anderer Art war am Montag Abend angesagt. Der Blgmndybrn fand diesmal auf der grossen Schanze statt. Dort befindet sich dieses Jahr erstmals der Summerbeach. Das ganze ist gleich neben dem Lift und recht gut gemacht. Sitzgruppen, Liegestühle und Himmelbetten. Die Musikbeschallung aber enttäuschend - Latino zwar, aber meist in Stampfversionen. Interessant hingegen der Essstand, wo man Komponenten aussuchen kann, die der Koch anschliessen im Wok zubereitet. Ich konnte jedenfalls nicht widerstehen. Gemessen an den Getränkepreisen, war das Essen sogar günstig. Diskussionsthema war natürlich das neue iPhone. Es soll, nebst vielen anderen Funktionen, nach wie vor zum Telefonieren geeignet sein.
Zuhause gibt es Frühstück auf dem Balkon und der gemütliche Sonntag fängt an.
Strandfeeling anderer Art war am Montag Abend angesagt. Der Blgmndybrn fand diesmal auf der grossen Schanze statt. Dort befindet sich dieses Jahr erstmals der Summerbeach. Das ganze ist gleich neben dem Lift und recht gut gemacht. Sitzgruppen, Liegestühle und Himmelbetten. Die Musikbeschallung aber enttäuschend - Latino zwar, aber meist in Stampfversionen. Interessant hingegen der Essstand, wo man Komponenten aussuchen kann, die der Koch anschliessen im Wok zubereitet. Ich konnte jedenfalls nicht widerstehen. Gemessen an den Getränkepreisen, war das Essen sogar günstig. Diskussionsthema war natürlich das neue iPhone. Es soll, nebst vielen anderen Funktionen, nach wie vor zum Telefonieren geeignet sein.
Montag, 7. Juni 2010
Gedanken zum Bild des Monats Juni
Diesmal habe ich als Bild des Monats kein frisch geknipstes, sondern ein "altes" gewählt. Alt im Sinne von letztjährig. Die Aussicht vom Rosengarten erinnert mich immer an mein erstes Studienjahr. Ich studierte am damaligen Sekundarlehramt und begann mit Mathematik und Geographie. In letzterem wurden auch fünf Exkursionen angeboten. Stadt Bern, Umgebung Bern, Mittelland, Oberland und Jura, waren die Themen. Die erste Exkursion startete an diesem Aussichtspunkt, an dem man sehr schön die verschiedenen Entwicklungsstufen der Stadt erkennt. Der Blick schweift vom Untertor über die Nydegg zum Zytglogge, zur Heiliggeistkirche und schliesslich zur grossen Schanze. Das ganze machten wir auch noch zu Fuss und anschliessend erkundeten wir noch den Breitenrain und das Tscharnergut.
Geographie war im ganzen Studium mein Lieblingsfach und ich denke, ich hätte damals den Mut haben sollen, zu wechseln. Es ist einer von vielen Punkten in meinem Leben, wo ich mich im Rückblick frage, was wohl gewesen wäre, wenn. Aber auch für Geographen war die Stellensituation nicht besonders gut. Wahrscheinlich wäre ich trotzdem in der Informatik gelandet.
Geographie war im ganzen Studium mein Lieblingsfach und ich denke, ich hätte damals den Mut haben sollen, zu wechseln. Es ist einer von vielen Punkten in meinem Leben, wo ich mich im Rückblick frage, was wohl gewesen wäre, wenn. Aber auch für Geographen war die Stellensituation nicht besonders gut. Wahrscheinlich wäre ich trotzdem in der Informatik gelandet.
Samstag, 5. Juni 2010
Zebrasch.....treifen
oder, gib nicht überall deinen Sch... ab!
Wir alle gieren ständig nach Informationen in unserer Informationsgesellschaft. Eine Nachricht jagt die andere und diejenigen, die diese Nachrichten besorgen müssen, schnappen sich alles, was irgendwie wie eine Nachricht aussieht. Am besten verkaufen sich Nachrichten, die so nahe am Konsumenten sind, dass sie jeder beurteilen kann oder dies zumindest glaubt. Ein immer wieder beliebtes Thema ist der Amtsschimmel, also die nicht immer verständlichen amtlichen Vorschriften. So haben sich die Medien diese Woche auf eine Broschüre des Berner Stadtkanzlei gestürzt. Natürlich kann man sich zu dieser Broschüre allerlei Fragen stellen. Warum diese, offenbar internen Vorschriften, überhaupt an die Oeffentlichkeit gekommen sind, oder warum es nötig ist, diese Weisungen als graphisch durchgestylte Broschüre zu erstellen und nicht einfach im Intranet festzuhalten. Damit macht man aber keine Schlagzeilen und wer weiss, ob die Kanzlei diesen Sturm im Wasserglas nicht sogar mit inszeniert hat.
Es geht also um Begriffe in amtlichen Dokumenten, die das Potenzial haben, Frauen zu diskriminieren. Der absolute Star unter diesen Begriffen ist der Fussgängerstreifen, respektive die vorgeschlagene Alternative, der Zebrastreifen. Da jeder schon mal so ein Ding gesehen hat, kann auch jeder mitreden und, obwohl es sich ja um eine verwaltungsinterne Weisung handelt, fühlen sich alle betroffen. In hunderten von Kommentaren wird jetzt dieses Zebra besprochen und auch die Twitterwelt - zumindest in der Schweiz - lebte am Freitag von diesem Thema. Weil die anderen Begriffe wohl zu harmlos waren, grub der Blick noch eine analoge Weisung der Bundeskanzlei aus und wurde fündig: Elter, als Einzahl von Eltern, anstelle von Mutter oder Vater. Bald schon schwirrte auch dieses Wort in den Kommentaren herum und wurde bald auch den Bernern unterschoben.
Warum beschäftigt eigentlich so ein Thema zwei Tage lang die Deutschschweizer Oeffentlichkeit? Ich kann es auch nicht erklären. Schliesslich habe ich, um die Irrelevanz dieses Themas zu erklären, bereits eine längeren Artikel geschrieben, anstatt es zu ignorieren. Zurück zum ersten Satz!
Wir alle gieren ständig nach Informationen in unserer Informationsgesellschaft. Eine Nachricht jagt die andere und diejenigen, die diese Nachrichten besorgen müssen, schnappen sich alles, was irgendwie wie eine Nachricht aussieht. Am besten verkaufen sich Nachrichten, die so nahe am Konsumenten sind, dass sie jeder beurteilen kann oder dies zumindest glaubt. Ein immer wieder beliebtes Thema ist der Amtsschimmel, also die nicht immer verständlichen amtlichen Vorschriften. So haben sich die Medien diese Woche auf eine Broschüre des Berner Stadtkanzlei gestürzt. Natürlich kann man sich zu dieser Broschüre allerlei Fragen stellen. Warum diese, offenbar internen Vorschriften, überhaupt an die Oeffentlichkeit gekommen sind, oder warum es nötig ist, diese Weisungen als graphisch durchgestylte Broschüre zu erstellen und nicht einfach im Intranet festzuhalten. Damit macht man aber keine Schlagzeilen und wer weiss, ob die Kanzlei diesen Sturm im Wasserglas nicht sogar mit inszeniert hat.
Es geht also um Begriffe in amtlichen Dokumenten, die das Potenzial haben, Frauen zu diskriminieren. Der absolute Star unter diesen Begriffen ist der Fussgängerstreifen, respektive die vorgeschlagene Alternative, der Zebrastreifen. Da jeder schon mal so ein Ding gesehen hat, kann auch jeder mitreden und, obwohl es sich ja um eine verwaltungsinterne Weisung handelt, fühlen sich alle betroffen. In hunderten von Kommentaren wird jetzt dieses Zebra besprochen und auch die Twitterwelt - zumindest in der Schweiz - lebte am Freitag von diesem Thema. Weil die anderen Begriffe wohl zu harmlos waren, grub der Blick noch eine analoge Weisung der Bundeskanzlei aus und wurde fündig: Elter, als Einzahl von Eltern, anstelle von Mutter oder Vater. Bald schon schwirrte auch dieses Wort in den Kommentaren herum und wurde bald auch den Bernern unterschoben.
Warum beschäftigt eigentlich so ein Thema zwei Tage lang die Deutschschweizer Oeffentlichkeit? Ich kann es auch nicht erklären. Schliesslich habe ich, um die Irrelevanz dieses Themas zu erklären, bereits eine längeren Artikel geschrieben, anstatt es zu ignorieren. Zurück zum ersten Satz!
Mittwoch, 2. Juni 2010
Muss man jeden Blödsinn mitmachen?
Eine Frage, die man sich schon manchmal stellen sollte, wenn man sich im Netz herumtreibt. Facebook, Blogs und Twitter sind ja nur die bekanntesten Spielzeuge der Web-Afficionados. Einige Blogger, denen ich folge, betreiben noch ein anderes Spiel: Die tägliche Schaubude - Dailybooth. Es geht darum, möglichst jeden Tag ein Bildchen von sich zu schiessen, um seinen aktuellen Zustand zu dokumentieren. Mal mit Grimasse, mal mit einem Gegenstand, was einem so in den Sinn kommt. Das Ganze ist auch sehr einfach, da man gleich die eingebaute Webcam benutzt.
Hier also mein Eröffnungsbild. Noch mit etwas kritischem Blick. Wo ist der Cursor zum Abdrücken? Gefunden! Jetzt kann ich anfangen, ein paar Leute zu verfolgen. Viel Phantasie muss ich nicht aufwenden - es sind dieselben, die ich auch auf Twitter verfolge. Die wenigsten liefern übrigens täglich ein Bild, ich sicher auch nicht. Ich werde mir aber Mühe geben, ab und zu meinen Kopf oder irgendeinen Gegenstand in die Kamera zu halten. Notfalls halte ich mich an den Titel eines früheren Artikels: "Katze geht immer!"
Hier also mein Eröffnungsbild. Noch mit etwas kritischem Blick. Wo ist der Cursor zum Abdrücken? Gefunden! Jetzt kann ich anfangen, ein paar Leute zu verfolgen. Viel Phantasie muss ich nicht aufwenden - es sind dieselben, die ich auch auf Twitter verfolge. Die wenigsten liefern übrigens täglich ein Bild, ich sicher auch nicht. Ich werde mir aber Mühe geben, ab und zu meinen Kopf oder irgendeinen Gegenstand in die Kamera zu halten. Notfalls halte ich mich an den Titel eines früheren Artikels: "Katze geht immer!"
Abonnieren
Posts (Atom)