Mittwoch, 21. April 2010

Frühes Wochenende

Warum nicht einmal das Wochenende am Mittwoch Abend einläuten, denn diese Woche ist bereits der Donnerstag Frei-tag. Freitag natürlich auch. Morgen geht der harte Kern des Bierklubs auf Reisen. Ziel ist nichts weniger als das Zentrum der Finsternis: Rheinfelden!
Tja, so viel Bosheit muss sein, denn der grösste aller Bierbrauer - Feldschlösschen - ist so etwas wie der natürliche Feind aller Freunde der Kleinbrauereien. Aber ich will nicht dramatisieren. Feldschlösschen hat im Wachstumsrausch viele Traditionsbrauereien vernichtet, das ist wahr. Aber wer weiss, ob sich der eine oder andere Altbrauer nicht seiner zu sicher war und ausser dem guten Namen nichts mehr hatte. Die Konzentration hat auf der anderen Seite auch ein Oedland hinterlassen, auf dem sich wieder neue Pionierpflanzen, sprich innovative Kleinbrauereien, entwickeln konnten.
So werden wir ohne weitere Ressentiments die Brauerei besichtigen und erfahren, wie Bier quasi industriell hergestellt wird. Wer weiss, ob uns die Schlossbrauer nicht sogar mit einer Spezialität überraschen, die wir dort gar nicht erwartet haben.
Das Bild zeigt aber keinen Feldschlösschengläser. Sie tragen das Logo der Solothurner Biertage, die dieses Wochenende stattfinden. Die sind das Ziel des Donnerstag Abends. Dort werden wir, neben ein paar grossen, auch wieder all die kleinen aus Nah und Fern antreffen. Dann gilt es auch wieder, Auswahl zu treffen, denn genug Bier wird es haben! Ganz nebenbei werde ich an diesem Tag mein GA einweihen. Ab nächster Woche bin ich wieder Zugpendler.

3 Kommentare:

  1. Leider säuft der durchschnittliche Schweizer Biertrinker nach wie vor die Industriegülle Feldschlösschen. Für mich ein Akt der Barbarei. Zur Ehrenrettung von Feldschlösschen: Die hatten früher auch mal eine Bierbrauerehre und damals war das Gebräu auch noch fein. Heute jedoch ist Feldschlösschen so austauschbar geworden wie alle Industriebrauereien. Doch eben: Ähnliches ist in allen Branchen auszumachen.

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  2. tja: das Böse siegt immer - und dabei ist - oder besser gesagt war - verantwortlich für das Brauereisterben, Feldschlösschen ja nur eine kleine Nummer.
    Viel Spass anyway. Ein Tipp: Geht beim Imbiss direktement an die Theke um das Bier zu holen. Irgendwie gab es dort entweder besseres Bier oder aber wenigstens die besseren Gläser. Ich erinnere mich daran, dass diejenigen, welche sich am Tisch bedienen liessen die gearschten waren.

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  3. Ha! Nebst Sex and Crime ist offenbar auch Feldschlösschen ein Stichwort, welches Kommentare einbringt.
    Ich denke, dass Feldschlösschen, wie andere grosse, auch ein Abbild ihrer Konsumenten ist. Würde niemandem einfallen im Restaurant einfach einen Wein oder ein Fleisch zu bestellen, ist "ein Bier" ganz normaler Alltag. So wird die Masse halt mit Massenprodukten abgefüttert.

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