Mittwoch, 8. September 2010

Septembier

Ja, es ist wirklich unverschämt, aber bei mir dreht es sich in diesem Monat fast nur um Bier. Nicht nur die üblichen Freitage, auch alle Samstage, sowie der gestrige Dienstag waren und sind Biertage.
Gestern war noch Stammtisch der Thuner Heimbrauer, über die ich ja schon im Vorpost geschrieben habe. Da wurde wieder kräftig gefachsimpelt, über das Reinheitsgebot (dazu noch mehr), über exotische Hopfensorten und natürlich über die Biere, die jeder mitgebracht hatte. Dabei war auch ein Mechanikerlehrling, der seine Brauanlage komplett selbst gebaut hatte, inkl. Schweissarbeiten. Auch die Präsenz an der nächsten Neuland-Messe war Thema. Grosser Schreck dann bei der Heimkehr: Ein Blickreporter Twitterer, den ich nicht bemerkt hatte, hatte unsere Runde dokumentiert.
Zurück nochmal zum Reinheitsgebot. Es sei eine Fiktion, kann man in einem Artikel lesen, den M. am Tisch verteilte. Nicht nur, weil es die Hefe gar nicht erwähnt (damals setzte man auf Spontanvergärung), sondern auch, weil im heutigen deutschen Lebensmittelgesetz noch viele Konservierungs- und Farbstoffe erlaubt sind. Ein deutsches Industriebier mit vielen E's ist also vom Reinheitsgebot geschützt, während ein Bio-Bier, sobald es z.B. Hafer, Mais oder ein Gewürz enthalt, sich in Deutschland nur noch Brauereierzeugnis nennen darf. Aber den Streit um das Reinheitsgebot müssen wir zum Glück nicht führen - "mein" Bier, resp. das Bier, das J. in meinem Auftrag braut, ist nach wie vor mit Koriander, Kardamom und Orangen aromatisiert.
Die nächsten Samstage geht es auf Einkaufstour (Braumaterial natürlich), auf eine Geburtstagsparty (hier allerdings bin ich Chauffeur) und auf die Klubreise nach Züri, Rappi und Wädi. Am Freitag, dem 17. gibt es ausserdem ein Twitterbier in Thun.

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